| 20:22 Uhr

Eishockey-Regionalliga
Zwei Mal volle Konzentration über 60 Minuten gefordert

Auf Wiedergutmachungskurs: Gar nicht geschmeckt hat Hornets-Trainer Terry Trenholm das Schlussdrittel zuletzt gegen Bietigheim.
Auf Wiedergutmachungskurs: Gar nicht geschmeckt hat Hornets-Trainer Terry Trenholm das Schlussdrittel zuletzt gegen Bietigheim. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Eishockey-Regionalliga: Der EHC Zweibrücken spielt heute Abend bei den Stuttgart Rebels. Am Sonntag empfangen die Hornets Aufsteiger Mannheim.

Eine weitere Doppelschicht muss Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken an diesem Wochenende schieben. Bereits heute Abend (Beginn 20 Uhr) geht es für die Hornets zu den Rebels nach Stuttgart. Am Sonntag dann hat die Truppe von Trainer Terry Trenholm Aufsteiger EKU Maddogs Mannheim zu Gast. Anpfiff der Partie in der Zweibrücker Ice-Arena ist um 19 Uhr. Nach der unnötigen 8:9-Niederlage im Penaltyschießen gegen Bietigheim hofft man bei den Hornets am Doppelspieltag auf eine maximale Punktausbeute.

Und auf dem Papier scheinen beide Gegner lösbare Aufgaben zu sein. Doch die Ergebnisse haben gezeigt, dass sowohl Stuttgart als auch Mannheim nicht zu unterschätzen sind. Gerade die Rebels mussten in dieser Runde schon unglückliche Niederlagen einstecken, die einem besseren Tabellenplatz verhindert haben. So unterlag der Ligasiebte zum Auftakt in Hügelsheim und bei Tabellenführer Ravensburg erst im Penaltyschießen. Zuletzt hielten die Stuttgarter die Partie beim Heilbronner EC 60 Minuten lang offen, zogen aber am Ende knapp mit 1:2 den Kürzeren.

In Zweibrücken trauert man dagegen den zwei verlorenen Punkten aus dem Bietigheim-Spiel nach. Eine scheinbar komfortable 5:1-Führung verzockten die Hornets im Schlussdrittel und mussten sich mit nur einem statt drei Zählern zufrieden geben. „Das war ärgerlich, wir haben unnötige Gegentore kassiert“, haderte EHC-Coach Trenholm hinterher. Im letzten Abschnitt war seine Mannschaft dem „Druck ohne Ende“ der Bietigheimer nicht mehr gewachsen. Torwart Steven Teucke musste den Puck fast im Minutentakt aus seinem Kasten fischen. „Sieben Tore in einem Drittel dürfen einfach nicht passieren“, klagte ein frustrierter Trenholm. Umso mehr ist jetzt die Hornets-Defensive gefordert.



Um den Anschluss an Spitzenreiter Ravensburg und den ersten Verfolger Bietigheim zu wahren, sind drei Punkte heute in der Stuttgarter Eiswelt fast schon Pflicht. So eng wie die Teams derzeit in der Tabelle beieinander liegen (die ersten fünf Teams trennt momentan nur ein Punkt), tut jeder Punktverlust im Kampf um die vier Playoff-Plätze besonders weh.

Gerade bei den vermeintlich schwächeren Mannschaften der Liga, zu denen auch Aufsteiger Mannheim zu zählen ist. Ihren einzigen Sieg in dieser Saison haben die Maddogs ausgerechnet beim heutigen EHC-Gegner Stuttgart geholt. Mit 4:2 gewann der Neuling, der von Sascha Trivunov trainiert wird, die Auswärtspartie am dritten Spieltag. Ansonsten gab es für den Tabellenachten noch nichts zu holen.

Kurios: Ähnlich wie die Hornets hat auch Mannheim schon die Bietigheimer Offensivwucht zu spüren bekommen. Vor zwei Wochen führten die Maddogs in Bietigheim nach 40 Minuten mit 5:3, ehe im Schlussdrittel ein wahrer Torhagel über den Regionalliga-Aufsteiger hereinbrach, der in einer 5:12-Klatsche gipfelte. Mit Thorsten Kilthau und Leon Bachstein stehen auch zwei ehemalige Hornissen im Kader der Maddogs.

Personell bewegen sich die Hornets auf dünnem Eis. Heute Abend in Stuttgart werden dem EHCZ Tomas Vodicka (krank), Pascal Sefrin (verletzt), Torwart Steven Teucke – für ihn dürfte wieder Sebastian Trenholm zwischen die Pfosten rücken – und Robin Spenler (beruflich) definitiv fehlen. Hinter Topscorer Marc Lingenfelser (Rückenbeschwerden) steht noch ein Fragezeichen.