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Eishockey-Regionalliga
Ziel bleibt ein versöhnlicher Abschluss

Mit Anstand die Runde zu Ende spielen: Das wollen die Hornets um Marc Lingenfelser (links).
Mit Anstand die Runde zu Ende spielen: Das wollen die Hornets um Marc Lingenfelser (links). FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken. Der Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken steht vor den letzten beiden Rundenspielen vor einer schweren Aufgabe. Vor allem was die Kaderbesetzung und die Motivation angeht. Von Svenja Hofer

Für die Hornets geht es eigentlich um nichts mehr. Nach dem so gut wie sicher verpassten Einzug in die Playoffs, der nur noch minimalen theoretischen Chance, den ESC Hügelsheim doch noch von Platz vier der Eishockey-Regionalliga Südwest zu verdrängen, ist es schwer für die Mannschaft, sich für die beiden verbleibenden Spiele nochmal richtig zu motivieren. Zumal auch der Kader des EHC Zweibrücken nach den Abgängen von Topscorer Kenneth Matheson und Aric Schinke unter der Woche dünner geworden ist. Mit Brad Cuzner fehlt am Sonntag, 17 Uhr, beim Spitzenteam EHC Eisbären Heilbronn zudem ein weiterer wichtiger Mann. Nach seiner dritten Zehn-Minuten-Strafe ist der Kontingentspieler zum Zuschauen verdammt.

„Es wird sehr schwer, die Jungs nochmal zu motivieren. Aber ich hoffe, dass wir das auf die Reihe kriegen“, betont Hornets-Trainer Tomas Vodicka, der aber auch weiß, dass es selbst mit Matheson, Schinke und Cuzner in Heilbronn schon eine harte Aufgabe gewesen wäre. Ohne sie nun umso mehr. „Gegen das vermutlich stärkste Team der Liga, vor deren vielen Zuschauern ist es immer hart, das haben wir in den letzten fünf Jahren schon mehrfach gemerkt.“ Und nun müssen die Zweibrücker dieses Unterfangen angeschlagen angehen. „Ich weiß noch nicht, wie ich die Reihen am Sonntag besetze. Bis jetzt sieht es mit den übrigen Spielern gut aus. Aber das dachte ich auch am vergangenen Wochenende – und dann kamen kurz vor dem Spieltag doch noch kurzfristige Abmeldungen“, erklärt Vodicka, der hofft, dass seine Mannschaft bei den Eisbären so oder so noch einmal alles abrufen und eine gute Leistung aufs Eis bringen wird. „Wir haben am darauffolgenden Wochenende noch ein Heimspiel. Daher sollten wir noch einmal richtig Gas geben und ein für uns ordentliches Ergebnis erzielen, damit auch noch ein paar Zuschauer zu uns in die Halle kommen.“ Zumal es für den amtierenden Meister das letzte Spiel der Regionalliga-Runde sein könnte. Denn der letzte Funke Hoffnung, den Sprung in die Playoffs doch noch zu schaffen, ist mit der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten ESC Hügelsheim am vergangenen Wochenende erloschen.

Die personell gebeutelten Hornets müssten ihre ausstehenden Partien beim Tabellenzweiten in Heilbronn, gegen den es in der laufenden Runde bereits zwei Niederlagen (2:8, 7:9) gab, sowie am kommenden Sonntag zuhause gegen den drittplatzierten EC Eppelheim beide gewinnen. Und zugleich dürften die Rhinos aus Hügelsheim in ihren noch drei verbleibenden Partien – zwei davon gegen Schlusslicht Stuttgarter EC und den Vorletzten EKU Mannheim – nicht mehr als vier Zähler sammeln. Unter diesen Voraussetzungen geht es für Tomas Vodicka abschließend vor allem darum, die letzten Spiele der Regionalligasaison noch ordentlich über die Bühne zu bringen.



Nach der Meisterschaftsrunde steht für den EHC Zweibrücken noch das Finale um den Rheinland-Pfalz-Pokal an. Gegner wird dort der EC Diez-Limburg sein. Die Termine für Hin- und Rückspiel stehen allerdings noch nicht fest. Denn dem Spitzenteam der Regionalliga West stehen noch die Playoffs bevor, sodass noch unklar ist, wie das Pokalfinale noch in den Terminkalender des Hornets-Gegners passt.