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Sportkolumne
WM-Team steht, Euphorie fehlt noch

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Unendlich weit entfernt scheint mir die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Und das, obwohl sich bereits seit Wochen Ideen, Texte und Fotos immer höher auf meinem Schreibtisch stapeln, bei denen sich alles nur noch um König Fußball dreht. Von Svenja Hofer

Vielleicht liegt es an den zuletzt mäßigen Auftritten der deutschen Elf gegen Österreich und Saudi-Arabien. Vielleicht an der gedanklich so weiten Entfernung zum Gastgeberland. Oder zu den tatsächlich unendlichen Weiten zwischen den Spielstätten. Die es mir so unvorstellbar machen, wie dort ein gemeinsames großes Fußballfest gefeiert werden kann. Zwischen Sankt Petersburg im Norden und Sotschi im Süden liegen rund 2400 Kilometer.

Sicher bin ich jedoch, dass mich das WM-Fieber doch noch packen wird. Immerhin hat die Merkur-Sportredaktion – ähnlich wie Jogis Jungs in den vergangene Wochen in der Vorbereitung – ordentlich geschwitzt, sich eine Taktik für das Großereignis zurechtgelegt. Mitspieler und Experten wurden zusammengetrommelt, ein Team formiert, bevor der Telstar (WM-Ball) am Kreml endlich rollt. So bilden die Merkur-Redakteure ein Kolumnisten-Elf, die sich – ob Fußball-Fanatiker, -Fan oder -Laie – täglich mit der Kolumne „Ballgefühl(e)“ rund um die Fußball-WM in Zweibrücken in Stellung bringt. Mit Experten oder solchen, die es gerne wären, diskutieren wir im Kurzinterview „Doppelpass“. Aktuelle Themen rund um das deutsche Nationalteam, Diskussionen über Schirientscheidungen, den Videobeweis, über Elfmeterkrimis, Helden und Überraschungen werden aufgegriffen. Und mit unserem zwölften Mann, den Lesern, schwelgen wir in alten WM-Zeiten. In der Hoffnung, dass wir auch in Jahrzehnten noch über das Turnier in Russland in guter Erinnerung reden werden.