| 23:52 Uhr

Handball-Oberliga
„Wir sind jetzt die Gejagten in der Oberliga“

In einer neuen Rolle: Wladislav Kurotschkin (links) und die VTZ Saarpfalz sind in der Handball-Oberliga das Team, dass es zu schlagen gilt.
In einer neuen Rolle: Wladislav Kurotschkin (links) und die VTZ Saarpfalz sind in der Handball-Oberliga das Team, dass es zu schlagen gilt. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken. Für die Handballer der VTZ Saarpfalz beginnt die Rückrunde am Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim TV Mülheim. Obwohl die Mannschaft von Trainer Danijel Grgic das Hinspiel deutlich gewann, werde man den Gegner nicht unterschätzen.

Die Handballer der VTZ Saarpfalz starten als Spitzenreiter in die Rückrunde der Oberliga-RPS. Am Sonntag um 17 Uhr führt sie ihr erstes Auswärtsspiel des neuen Jahres zum TV Mülheim, der sich im Mittelfeld der Tabelle befindet. Die Mannschaft von VTZ-Trainer Danijel Grgic zeigte sich dabei zuletzt beim Pokalhalbfinale bereits in guter Frühform und will in Mülheim dort anknüpfen, wo sie in der Hinrunde aufgehört hat.

„Wir sind jetzt die Gejagten in der Oberliga-RPS und jede Mannschaft will uns stürzen“, bringt es VTZ-Torhüter Yannic Klöckner auf den Punkt und stellt nochmals die Bedeutung der kommende Partie heraus: „In Mülheim ist es immer schwer und auch letzte Saison konnten wir nur dank einer starken Schlussphase dort die Punkte entführen. So leicht wie im Hinspiel wird es auf gar keinen Fall nochmal werden.“ Bei der Partie im September waren schnell die Fronten geklärt. Die Rheinländer hatten der Spielfreude und Leidenschaft der Saarpfälzer nichts entgegenzusetzten und gingen sang- und klanglos mit 24:35 in Zweibrücken unter. Sicherlich werden sie diesen alles andere als optimalen Saisonstart nicht vergessen haben.

Dass sie es bedeutend besser können, haben sie in der einen oder anderen Partie in der Hinrunde bereits gezeigt, auch wenn die Ergebnisse und Leistungen der Mannschaft von Hilmar Bjarnason insgesamt nur wenig konstant waren. Zurzeit belegen sie den achten Rang, liegen aber nach Minuspunkten auch nur vier Punkte hinter dem Tabellenvierten SV 64 Zweibrücken. Während die VTZ am Sonntag nun ihr erstes Rundenspiel des Jahres bestreitet, haben die Mülheimer bereits ihre erste 60 Minuten Spielzeit hinter sich. Beim Nachholspiel beim Tabellenletzten aus Friesenheim setzten sie sich am Ende knapp mit 25:23 durch. Ob das im Hinblick auf den Sonntag ein Vorteil ist, dass sie bereits ihre erste Partie bestritten haben, wird sich wohl erst nach der Partie gegen die VTZ beantworten können.



So oder so, weiß die VTZ dennoch, dass im Mülheim die Trauben hoch hängen und es einer Leistungssteigerung gegenüber dem Pokal braucht, um sich nicht bereits früh die erste Niederlage der Rückrunde einzuhandeln. „Mit Max Zerwas und Julian Vogt haben sie zwei herausragende Spieler in ihren Reihen, die man kaum ausschalten kann“, erklärt Klöckner. Während Zerwas vor allem als Torschütze kaum zu ersetzen ist, ist Vogt eher der Ballverteiler, der geschickt Regie führt. Auch wenn man im Hinspiel das Duo weitestgehend im Griff hatte, hat das für das Wochenende dennoch keine Aussagekraft. „Das Spiel im Mülheim ist für uns ganz wichtig, denn es hängt viel dran. Wenn wir das gewinnen können, starten wir gut in die Rückrunde, was im Hinblick auf die kommenden schweren Aufgaben enorm wichtig wäre“, sagt Klöckner. Bis auf Rückraum-Ass Alexey Wetz und Torhüter Rouven Latz kann Grgic dabei auf den kompletten Kader zurückgreifen. Nach einer einwöchigen Spielpause geht es dann für die VTZ nach Budenheim zum derzeitigen Tabellendritten, der nur mit einem Punkt Rückstand auf die Saarpfälzer neben der HF Illtal der ärgste Verfolger des Spitzenreiters ist.

Auch die zweite Oberliga-RPS-Mannschaft der VTZ Saarpfalz startet als Spitzenreiter in das neue Jahr. Die weibliche C-Jugend dominierte in der Hinrunde die Liga fast nach Belieben und musste lediglich ein einziges Pünktchen bislang hergeben. Alle anderen Partien konnten siegreich gestaltet werden. Auch wenn man der Mannschaft um Trainer Timo Steinbach sicherlich eine gute Rolle in der Oberliga zugetraut hatte, konnten vom derzeitigen Erfolg dennoch nur die größten Optimisten vor der Runde träumen. Aber in Reihen der VTZ ist man sich dennoch bewusst, dass die derzeitige Tabellensituation nur eine Momentaufnahme darstellt und auch in diesem Jahr bestätigt werden will. An diesem Sonntag haben sie in ihrer letzten Hinrundenpartie gegen die FSG Mainz 05/Budenheim die Chance da weiterzumachen, wo sie vor dem Jahreswechsel aufgehört haben. Anpfiff der Partie ist um 11.30 Uhr in der Zweibrücker Westpfalzhalle.

Die dritte Herrenmannschaft der VTZ Saarpfalz um ihren Spielertrainer Franz Lohrum empfängt am Sonntag ab 17 Uhr in der Westpfalzhalle die HF Illtal 4 zum Spitzenspiel der B-Liga Nord. Mit einem Sieg könnten die Zweibrücker auch nach Minuspunkten die Spitze von den Handballfreunden zurückerobern.