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Wiese-Show bei Auswärtssieg der VTZ in Worms

Worms. Beim emotionsgeladenen 31:29-Erfolg des Handball-Oberligisten aus Zweibrücken ging es in den Schlussminuten heiß her. jad

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge auf fremdem Terrain war der Druck auf die VT Zweibrücken gestiegen. Doch diesen konnten die Oberliga-Handballer am Samstag bei der HSG Worms ablassen. Mit dem 31:29 (16:14)-Sieg gelang dem Team von Trainer Danijel Grgic die Revanche für die Hinspiel-Niederlage. Aus einer mannschaftlich tollen Leistung ragte vor allem Kapitän Philip Wiese heraus, der nicht nur wegen seiner neun Treffer dem Spiel seinen Stempel aufdrückte.

"Oh wie ist das schön", hallte es nach Schlusspfiff durch die Halle. Zweibrücker Spieler wie Anhänger freuten sich über einen sehr emotionalen Sieg in Worms. Wenige Sekunden zuvor überschlugen sich die Ereignisse, die in zwei Roten Karten und dem Verweis des Wormser Zeitnehmers gipfelten. Er war den Zweibrücker Sekretär körperlich angegangen. Überhaupt war es eine sehr emotionale Partie. Die Zweibrücker behielten aber kühlen Kopf.

Zu Beginn hatten die Gastgeber Vorteile, lagen nach sieben Minuten bereits mit 4:1 vorne. Auf die Fehlwürfe der VTZ reagierte Grgic, brachte Alexey Wetz ins Spiel, der vom Rückraum aus für viel Gefahr sorgte. In der Folge waren es vor allem Wetz und Wiese, die die Gastgeber kaum in den Griff bekamen. Beim Stand von 8:8 nahm die HSG eine Auszeit, die aber wenig helfen sollte. Die VTZ übernahm zunehmend die Kontrolle, ging wenig später mit 10:9 in Front. Auch zum Ende der ersten Hälfte bekamen die Gastgeber Wiese und Wetz nicht in den Griff, die alleine für elf der 16 VT-Tore in der ersten Hälfte zuständig waren. So ging es 16:14 in die Kabinen.



Nach der Pause war die VTZ weiter das bessere Team, zog innerhalb von sechs Minuten von 16:15 auf 21:15 davon. Vor allem von der starken Abwehrleistung profitierten die Gäste. "Die Defensive war bärenstark", lobte Grgic. Während die Zweibrücker konzentriert an ihrem Spiel festhielten, beschäftigte sich die HSG viel mit den Schiedsrichtern, die sich hier und da Fehler erlaubten. Dennoch gaben sich die Gastgeber nicht auf, kamen wieder auf 20:22 heran (41.). Doch genau jetzt schlug im Angriff die große Stunde des anderen VTZ-Routiniers: Sechs der neun letzten Treffer gingen auf das Konto von Tomas Kraucevicius. Auch Torhüter Yannic Klöckner war gerade in der Schlussphase immer wieder zur Stelle. So zog die VTZ auf 26:21 davon. Dem Gegner gelang in der hitzigen Schlussphase nur Ergebniskosmetik. "Mein Team hat heute zu 100 Prozent das umgesetzt, was wir besprochen hatten. Es war eine mannschaftlich tolle Leistung meiner Truppe, in der die erfahrenen Spieler die jüngeren sehr gut geführt haben. Ich bin froh, dass wir uns für die bisher einzige Heimniederlage revanchieren und unseren tollen zweiten Platz verteidigen konnten", sagte Grgic.