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Wichtiges Spiel für den Verein

 Der SVN hofft im Pokalspiel am Donnerstag auf den Einsatz von Adam Bouzid (2. von links). Foto: cos/pma
Der SVN hofft im Pokalspiel am Donnerstag auf den Einsatz von Adam Bouzid (2. von links). Foto: cos/pma FOTO: cos/pma
Zweibrücken. Der Gewinn des Verbandspokals steht beim Fußball-Regionalligisten SVN Zweibrücken ganz oben auf der Wunschliste. Am Donnerstag, 17 Uhr, muss zunächst noch die Halbfinal-Hürde beim Verbandsligisten Zeiskam genommen werden. Werner Kipper

"Ich kenne den Verbandsligisten besser als manchen Regionalligisten", erklärt der Trainer des SVN Zweibrücken, Peter Rubeck, auf der Pressekonferenz vor dem Halbfinalspiel des Verbandspokals an diesem Donnerstag (Anstoß 17 Uhr) beim TB Jahn Zeiskam. "Das ist ein wichtiges Spiel für den Verein", hebt der 52-Jährige noch einmal die Bedeutung hervor. Denn ganz oben auf der Wunschliste des Regionalliga-Aufsteigers steht der Gewinn des Verbandspokals, um zum dritten Mal in die finanziell lukrative erste Hauptrunde des DFB-Pokals einzudringen. Hier wartet dann ein Gegner aus der Ersten oder Zweiten Bundesliga.

Dieses Kunststück ist den Zweibrückern unter Trainer Peter Rubeck schon zwei Mal gelungen. 2008 unterlag der SVN dem 1. FC Köln in Pirmasens mit 1:5 und 2011 dem FSV Mainz 05 unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung im Homburger Waldstadion.

Dass der SVN den Verbandsligisten ernst nimmt, lässt sich aus den weiteren Ausführungen Peter Rubecks erkennen. "Sowohl mein Co-Trainer Daniel Paulus als auch ich haben den Gegner beobachtet." Ohne näher auf Namen einzugehen, warnt er vor dem Tabellendritten, der in seinen Reihen einige Spieler hätte, die "ohne Probleme eine Klasse höher spielen könnten". Ob seine Mannschaft das Spiel gewinne, "entscheiden allein wir", betonte er ohne Umschweife. Wobei er unterschwellig vor der Nachbesprechung der 0:2-Punktspielniederlage in Hoffenheim anklingen ließ, dass seine Mannschaft in Zeiskam mit "mehr Leidenschaft" antreten werde. "Ich hatte den Eindruck, dass sich einige Spieler für das Pokalspiel geschont haben", blickt Rubeck zurück.

Gleichzeitig hofft er auf den Einsatz von Adam Bouzid. Den 26-Jährigen, der vor der Saison vom algerischen Verein MC EL Eulma ins Westpfalzstadion gewechselt war, hatte er nach seiner Verletzung in Hoffenheim noch geschont. "Es geht von Tag zu Tag in der Reha besser", erklärte der Mittelfeldspieler mit französischen Wurzeln. "Ich bin sehr zufrieden in Zweibrücken und hoffe, dass ich am Donnerstag spielen kann." Rubeck lobt den Mittelfeldspieler, der besonders mit Christian Telch "gut harmoniert und das Spiel aufbaut. Adam Bouzid tut unserem Spiel gut".

Gegen Jahn Zeiskam gelte es, "das Spiel nach vorne zu verbessern, sonst bekommen wir Probleme", warnt der SVN-Trainer vor jeglichen Nachlässigkeiten. Gleichzeitig schickte er voraus, dass "die Mannschaft bis Donnerstag weiß, was ich will". Denn die volle Konzentration liege auf dem Pokalspiel. "Am Donnerstag geht es um den Verein und um viel Geld", stellte Peter Rubeck noch einmal unmissverständlich klar. Wobei er vorausschickt, dass er gegen den Verbandsligisten "mit der besten Mannschaft" auflaufen werde. "Das war in Hoffenheim nicht der Fall, da habe ich improvisiert." Angesichts der Wichtigkeit des Pokalspiels sind auch in dieser Woche alle Verhandlungen mit den Spielern auf Eis gelegt worden. "Ich habe dem Teammanager Heiner Semar gesagt, dass er in dieser Woche keine Termine ansetzen soll."

Der SVN setzt einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14 Uhr am Westpfalzstadion.

Das Endspiel wird am Mittwoch, 14. Mai, ab 19 Uhr in Mehlingen angepfiffen. Als Gegner steht bereits der Oberligist SV Waldalgesheim fest, der sich im Halbfinale mit 4:2 nach Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten Idar-Oberstein durchgesetzt hat.

Zeiskam. "Wir werden alles geben, um dem Favoriten Paroli und ein spannendes Spiel zu bieten", zeigt sich der Vorstandsvorsitzende des TB Jahn Zeiskam, Georg Humbert, kämpferisch. Dabei erinnert er daran, dass seine Mannschaft vor zwei Jahren "nur unglücklich" mit 1:2 gegen den Regionalligisten Wormatia Worms verloren habe. "Wir haben eine gute Mannschaft", hebt er hervor, die sich nach der 2:3-Heimniederlage am Sonntag gegen Dudenhofen endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet habe. "Wir können uns nun ganz auf den Pokal konzentrieren." Dabei hofft er auf die stimmungsvolle Unterstützung der Zuschauer.