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Vertragsverlängerungen
Wetz bleibt und will bald aufs Feld zurück

FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken. Handball-Oberliga: Rückraumshooter verlängert bei der VTZ, auch Robin Schweitzer spielt weiterhin für die Zweibrücker.

Die Handballer der VT Zweibrücken können sich über zwei weitere Vertragsverlängerungen freuen. Große Überzeugungskraft vonseiten der Vereinsverantwortlichen ist dabei nicht von Nöten gewesen. Denn Alexey Wetz und Robin Schweitzer betonten beide, dass sie sich hier sehr wohl fühlen und gerne ein Teil der Mannschaft sind.

Mit Wetz kann Trainer Danijel Grgic weiterhin auf einen Spieler bauen, der schon häufig bewiesen hat, dass er den Unterschied machen kann. Durch seine unberechenbare Spielweise ist er nicht Mal eben auszuschalten. Schnelle Täuschungen und unnachahmliche Abschlüsse sind sein Markenzeichen – und waren einer der Hauptgründe für den überraschenden Pokalsieg im vergangenen Jahr. Dann allerdings hatte er sich einen Kreuzbandriss zugezogen, weshalb er bis zum Ende der laufenden Saison passen muss. Auch wenn die Ergebnisse weitestgehend gestimmt haben, wurde das Fehlen des quirligen Rückraumspielers doch immer wieder deutlich. Seit seinem Wechsel vom TuS Dansenberg im Sommer 2014 ist Wetz nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken. Auf und neben dem Feld übernimmt er Verantwortung und ist sich für keine Aufgabe zu schade, was auch sein Trainer Danijel Grgic zu schätzen weiß: „Ich kann mir diese Mannschaft ohne Alexey nicht vorstellen. Trotz seiner sportlich vielleicht schwersten Phase weiß ich, dass er voll fokussiert auf sein Comeback ist und noch stärker zurückkommen wird.“ Für Wetz ist vor allem das Klima innerhalb der Mannschaft sehr wichtig, was für ihn der ausschlaggebende Grund war, nochmals seinen Vertrag zu verlängern. „Ich komme mit der Mannschaft sehr gut klar und wir verstehen uns auch alle außerhalb des Feldes sehr gut. Ich denke, dass das auch einer der Gründe für unseren Erfolg ist“, erklärt Wetz. Wenn das Team zurzeit auch Tabellenführer ist, weiß er dennoch nur zu gut, dass es schwer wird, die Position zu behaupten. „Als momentaner Spitzenreiter sieht es natürlich ganz gut aus, aber wir haben noch eine Menge schwerer Spiele vor uns.“

Kurzfristig steht für Wetz persönlich erst Mal das Comeback im Vordergrund, wofür er hart arbeitet. „Mein Physio und ich sind mit dem derzeitigen Heilungsprozess sehr zufrieden. Ich versuche jeden Tag etwas dafür zu tun, darf es aber natürlich nicht übertreiben. Mein Ziel ist es, in die Vorbereitung für die kommende Saison voll einsteigen zu können.“ Ob es dann die auf eine Saison in der 3. Liga sein wird oder doch wieder in die Oberliga, ist dem beliebten Spieler fast egal. „Ich will einfach nur noch fit werden und dann in der kommenden Saison das Bestmögliche mit der Mannschaft herausholen.“



Ähnlich wie Wetz ist auch Robin Schweitzer bei der VTZ nicht mehr wegzudenken. Auch wenn sein Durchbruch bei der Ersten noch etwas auf sich warten lässt, ist Schweitzer ein wichtiger und gern gesehener Mann. Er hat sich binnen kürzester Zeit toll bei den Saarpfälzern integriert. Egal ob als Spieler für die erste oder zweite Mannschaft, oder auch als Jugendtrainer, zeigt sich Schweitzer immer sehr engagiert und motiviert. „Robin ist auf einem guten Weg. Er hat verstanden, woran es hapert und dass er viel investieren muss, was man auch an seinen Leistungen innerhalb der Saison klar sehen kann. Ich bin sehr froh, dass er verlängert hat“, beschreibt Grgic seinen talentierten Kreisläufer. Schweitzer freut sich, dass seine Leistung gewürdigt wird und er weiter die Chance bekommt, ein Teil der Mannschaft zu sein. „Ich fühle mich einfach wohl und bin mit meiner persönlichen Entwicklung im Verein sehr zufrieden. Ich hoffe, dass dies nichts das letzte Mal ist, dass ich hier verlängere.“ Was seine sportliche Zukunft bei der VTZ angeht, hat Schweitzer klare Vorstellungen. „Ich will mich stetig weiterentwickeln und an meinen Schwächen arbeiten. Mein Anspruch an mich selbst ist jeden Tag alles zu geben.“ Mit dem Team verfolgt Schweitzer weiter den großen Wurf und erklärt: „Natürlich spielt man mit dem Gedanken 3. Liga, aber wir denken von Spiel zu Spiel. Es wäre auf jeden Fall der Hammer, wenn wir den Aufstieg schaffen könnten.“

Rückraumshooter Alexey Wetz (li.) und Robin Schweitzer (re.) bleiben der VTZ auch in der kommenden Runde treu.
Rückraumshooter Alexey Wetz (li.) und Robin Schweitzer (re.) bleiben der VTZ auch in der kommenden Runde treu. FOTO: nos