| 20:15 Uhr

Stadtderby
Wenn der Berg ruft

Im Derby gegen die VBZ will sich TSC-Spieler Dennis Gerlinger (links) nicht stoppen lassen.
Im Derby gegen die VBZ will sich TSC-Spieler Dennis Gerlinger (links) nicht stoppen lassen. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken . Am Samstag Stadtderby in der Fußball-Landesliga zwischen dem TSC und den VB Zweibrücken. Von Fritz Schäfer

Das Derbyfieber hat die Zweibrücker Fußballfreunde wieder gepackt. Seit einigen Tagen ist die Landesligapartie an diesem Samstag, 15 Uhr, zwischen dem TSC und den VB Zweibrücken das Thema auf den Sportplätzen und in den Sportheimen. Auch die Trainer Sanel Nuhic (TSC) und David Schwartz (VBZ) spüren, dass ihre Spieler alle heiß sind auf diese Begegnung.

Dabei erinnert sich Nuhic gerne an den souveränen 4:0-Erfolg seiner Mannschaft in der Vorrunde. „Doch das zählt am Samstag nicht mehr. Auch diese Partie geht mit 0:0 los“, bemüht er einen Fußballspruch. Am Samstag entscheide die bessere Tagesform, wer die wenigsten Fehler macht und wer seine Nerven im Griff hat. Denn Nuhic erwartet wieder eine große Zuschauerkulisse.

„Hoffentlich stimmen auch die äußeren Bedingungen für ein Fußballspektakel“, meint Nuhic. Dazu zählt ein gut bespielbarer Platz ebenso wie trockenes Wetter. „Die Leute wollen dann viele Torraumszenen sehen“, versteht Nuhic die Zuschauer, die weniger an einem an einem taktisch geprägten Spiel interessiert seien. Der TSC-Trainer erwartet einen kompakt stehenden Gegner. „Wir werden den VB aber nicht den Gefallen tun, auf Teufel komm raus anzugreifen.“ Denn man müsse bei deren schnellen Angreifern „auf der Hut sein“. Ebenso bei den Standardsituationen. „Darauf ist die Mannschaft eingestellt.“ Am vergangenen Wochenende spielte der TSC 0:0 gegen Baumholder. „Da haben einige unserer Spieler keine Normalform gehabt.“ Dass die Mannschaft gegen den Tabellendritten dennoch nicht verloren hat, sei auch ein Zeichen der gewachsenen Stärke.



Die VBZ sind mit dem 2:0-Sieg in Bundenthal seit fünf Spielen ungeschlagen. Vier Siege und ein Unentschieden. „Über die Serie mache ich mit keine Gedanken“, sagt Trainer David Schwartz. „Wir denken von Spiel zu Spiel.“ Und da haben die VBZ am Samstag eine schwere Aufgabe vor sich. Mit der bereits im November gestarteten Serie sind die VBZ von einem Abstiegsplatz auf Platz elf geklettert. „Das nimmt uns natürlich den Druck, gewinnen zu müssen“, sagt Schwartz.

Allerdings seien die Spieler unabhängig davon schon heiß auf das Spiel, dem es gelte, die Nerven im Zaum zu halten. „Die Jungs spielen nicht jeden Sonntag vor so vielen Zuschauern wie im Derby.“ Aber eine solche Kulisse stimuliere jeden Fußballer. „Dafür spielen wir ja.“

Favorit sei der TSC, verteilt Schwartz die Rollen. Sein Team werde zwar als ganzes kompakt auftreten. „Aber nicht nur hinten drin stehen. Wir werden auch unsere Chance suchen.“ Um ein Derby zu gewinnen, braucht man dann auch das Quäntchen Glück.

Der TSC Zweibrücken muss am Ostermontag, 16 Uhr, bei der SG Meisenheim noch mal ran. „Das wird genau so schwer wie das Spiel gegen die VBZ“, schätzt Nuhic. Zum Glück seien seine Spieler aus dem großen Kader alle fit. „Da kann ich am Montag vielleicht ein paar frische Spieler bringen.“ Da auch der Tabellendritte Meisenheim am Samstag in Baumholder spielt, zeige sich am Montag, wer den breiteren Kader habe.