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Sportkolumne
Wenig erquickliche Situation

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Was haben es die Hallensportler in den Wintermonaten gut. Kein Erfrieren in den Hallen, völlig unabhängig vom Wetter können – zumindest fast – alle Spiele ausgetragen werden. Ganz anders die Lage in den vergangenen Wochen bei den Fußballern der Region. Trainieren und Abrackern in der Eiseskälte, um dann von Spielabsage zu Spielabsage zu schlittern. Die Laune ist dementsprechend.

Mit Blick auf die für einige Clubs zahlreichen anstehenden Englischen Wochen werden wieder viele Stimmen laut: den Saisonzeitraum grundsätzlich bis in den Juni zu schieben, diese Runde nach hinten zu verlängern, die Ligen zu verkleinern. Mal ganz abgesehen von der Lust der Spieler, die mit stetiger Länge der Runde immer mehr deren Ende herbeisehnen, ist auch das nicht so einfach umzusetzen. Die dann noch folgenden Relegationsspiele und die kürzere Sommerpause sprechen nicht unbedingt dafür. Richtig, auch die jetzige Situation ist wenig erquicklich. Die Nachholpartien unter der Woche scheinen vor allem bei weiteren Auswärtsfahrten für Vereine in den höheren Amateurligen, in denen keine Profis kicken, sondern alle noch einem Beruf nachgehen, einen wettbewerbsverzerrenden Charakter zu haben.

Doch Vereine und Verband müssen sich auch an die eigene Nasen fassen. Sicher, für das Wetter können sie nichts. Doch gerade vor der Pause sind einige Partien von Vereinen etwas zu voreilig abgesagt worden. Auch vor zwei Wochen wäre nach der frühen Absage kompletter Klassen sicher zumindest auf einigen Plätzen das Fußballspielen möglich gewesen. So geht es nun – hoffentlich am Wochenende wieder in allen Ligen – für viele Teams neben der Jagd auf Punkte auch auf die nach Nachholspielterminen.