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Veränderungen
Weinert übernimmt künftig auch A-Jugend des SV 64

Klaus Peter Weinert, hier im Saarlandliga-Spiel gegen die HWE noch selbst aktiv (re.), übernimmt künftig gleich mehrere Aufgaben beim SV 64.
Klaus Peter Weinert, hier im Saarlandliga-Spiel gegen die HWE noch selbst aktiv (re.), übernimmt künftig gleich mehrere Aufgaben beim SV 64. FOTO: Klos Horst
Zweibrücken. Handball: Bisheriger Zweitmannschafts-Trainer der Zweibrücker zudem verantwortlich für die Anschlussförderung. Von Roman Kuhn

Der SV 64 Zweibrücken hat eine weitere richtungsweisende Personalentscheidung getroffen. Der bisherige Trainer der Saarlandliga-Mannschaft, Klaus Peter Weinert, wird zudem ab der neuen Runde neuer Coach der Jugendbundesliga-Truppe und Hauptverantwortlicher bei der Anschlussförderung.

Der SV 64 möchte den schon seit vielen Jahren eingeschlagenen Weg, junge Talente so früh wie möglich auch durch Einsätze in den Männermannschaften zu fördern, weiter verfolgen. Um zwischen der Spitzenförderung in der Jugendbundesliga und den Aktiven eine bessere Verzahnung herzustellen, wurde eine neue Trainerstelle konzipiert.

Die komplette Anschlussförderung, also der Übergang von der A-Jugend zu den Junioren bis 21 Jahren, soll zukünftig in der Verantwortung von einem Mann liegen. Dabei werden die Einheiten und Spieltermine der Jugendbundes-, Saarland- und Oberliga so koordiniert, dass die Toptalente je nach Entwicklungsstand durch wertvolle Trainings- und Spielerfahrungen optimal gefördert werden. Das bedeutet allerdings auch einen höheren Zeitaufwand für das gesamte Trainerteam. Hierbei liegt die Hauptverantwortung künftig bei Klaus Peter Weinert, der sowohl das Jugendbundesliga- als auch das Saarlandligateam in Personalunion trainieren und betreuen wird. Weinert, der seine Mannschaft im zweiten Jahr auf einen sensationellen zweiten Platz geführt hat, freut sich über seine Rückkehr in den Leistungsbereich bei den 64ern: „Ich wusste vor dem Engagement beim SV 64 immer, dass ich irgendwann nochmal als Trainer zurückkommen würde, weil ich mich im Verein immer wie in einer großen Familie gefühlt habe, anderseits aber auch die Strukturen und der sportliche Erfolg gestimmt haben und kontinuierlich verbessert wurden.“



Dabei kann der B-Lizenzinhaber nicht nur auf seine bisherige Trainererfahrung, sondern auch auf Erkenntnisse seiner eigenen sportlichen Laufbahn zurückgreifen. Unter Trainer Martin Röhrig entwickelte sich der aus Spiesen-Elversberg stammende Weinert als Jugendspieler zu einem Toptalent in der saarländischen Handballszene. Mit 17 Jahren erhielt er eine Einladung zur Jugendnationalmannschaft. Es folgten Angebote und Stationen aus der 2. und 3. Liga, 2003 übernahm er beim SV 64 die Rolle des Führungsspielers. Als 2011 eine Herzerkrankung seine Karriere abrupt stoppte, verschrieb er sich dem Trainerjob. Heute möchte der zweifache Familienvater, dessen Kinder Felix und Marie sich auch dem Handball beim SV 64 verschrieben haben, durch seine Erfahrung und sein Fachwissen so viele Talente wie möglich auf ihrem Weg in den Leistungsbereich begleiten: „Ich freue mich jetzt schon auf meine neue zusätzliche Aufgabe der Betreuung der A-Jugendbundesliga-Mannschaft. Ich war schon als Spieler immer sehr ehrgeizig und will jetzt auch als Trainer mehr erreichen“, sagt Weinert. „Da ich selbst ja auch als Jugendspieler eine ähnliche Entwicklung wie die meisten von den Jungs durchgemacht und um zahlreiche Meisterschaften gespielt habe, freue ich mich vor allem auf die doch erhöhten Wettkampfbedingungen im Vergleich zur zweiten Mannschaft in der Saarlandliga. Mein Ziel ist es natürlich, so viele Spieler wie möglich an die Leistungsdichte der ersten Herrenmannschaft heranzuführen.“ Unterstützt wird der neue Cheftrainer durch seinen Vorgänger Björn Stoll, der aus beruflichen und familiären Gründen ins zweite Glied rückt.