| 23:43 Uhr

Basketball-Landesliga
Wegweisendes Duell im Abstiegskampf

Um jeden Punkt zum Ligaverbleib müssen die VTZ-Basketballer kämpfen. Spielertrainer Denis Rendgen (re.) hofft auf einen Erfolg zum Start ins Jahr.
Um jeden Punkt zum Ligaverbleib müssen die VTZ-Basketballer kämpfen. Spielertrainer Denis Rendgen (re.) hofft auf einen Erfolg zum Start ins Jahr. FOTO: Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Basketball-Landesliga: VT Zweibrücken empfängt am Sonntag Nieder-Ingelheim. Für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Von Martin Wittenmeier

Von einem „wegweisenden Spiel“ spricht Spielertrainer Denis Rendgen vor dem Rückrundenstart seiner VT Zweibrücken gegen die TG Nieder-Ingelheim. Denn mit dem Ligasiebten kommt am Sonntag (18 Uhr) der punktgleiche Tabellennachbar in die Sporthalle des Hofenfels-Gymnasiums, der ebenfalls jeden Zähler im Kampf gegen den Abstieg braucht. Bei einem Zweibrücker Erfolg würden beide Teams vorerst die Plätze tauschen.

 Nach zwei Dritteln der Saison liegt die VTZ mit zehn Punkten auf Rang acht der Zehnerklasse und damit dem ersten möglichen Abstiegsplatz. Denn sollten zwei Mannschaften der Oberliga in die Staffel der Zweibrücker absteigen, müssen nicht nur die letzten beiden Mannschaften, sondern auch der Achte in der kommenden Saison 2018/19 eine Spielklasse tiefer antreten. Das möchte die VTZ, die inzwischen im dritten Jahr in der Landesliga spielt, in jedem Fall vermeiden. Die Marschroute sei deshalb klar, betont Rendgen: „Wir müssen da einfach einen Sieg holen.“ Und das im Idealfall mit mindestens sieben Punkten Unterschied. „Dann hätten wir gegen Nieder-Ingelheim den direkten Vergleich gewonnen. Das könnte am Ende vielleicht noch wichtig werden“, erklärt Rendgen. Denn im Hinspiel handelte sich die VTZ eine vermeidbare Niederlage ein. Obwohl man zur Pause mit vier Punkten führte, musste man sich noch mit 73:79 geschlagen geben. „Natürlich dürfen wir Nieder-Ingelheim nicht unterschätzen, aber in Normalform, gerade zuhause, müssten wir die eigentlich schlagen können.“

Wichtig sei es, den Schlüsselspieler der TG am Sonntag auszuschalten. Im Hinspiel besiegte Thorsten Hillenmeier die Zweibrücker fast im Alleingang, erzielte 33 der 79 Punkte und war von der VTZ nie in den Griff zu kriegen. „Ganz aus dem Spiel nehmen kann man so einen Mann nicht. Aber wenn wir es schaffen, ihn unter 20 Punkten zu halten, haben wir gute Chancen“, hat Rendgen eine konsequente Verteidigung gegen Nieder-Ingelheims Topscorer als entscheidenden Faktor ausgemacht.



Ein Heimsieg am Wochenende und ein Erfolg am 24. Februar beim Schlusslicht ASC Theresianum Mainz III sind für Rendgen mit Blick auf das Restprogramm Pflicht. „Wir spielen noch gegen die ersten drei Mannschaften der Tabelle, dazu gegen den Fünften Kaiserslautern II. Darum ist es so wichtig, gegen die schwächeren Mannschaft keine Punkte zu verschenken.“ Dass die VTZ die nötige Qualität habe, jedes Team dieser Liga zu schlagen, habe sie bereits unter Beweis gestellt. So wurde Tabellenführer BBC Fastbreakers Rockenhausen nach einem großen Kampf mit 82:79 nach Hause geschickt. „Das war mit Sicherheit unser bestes Saisonspiel. Da haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind, wenn alle an einem Strang ziehen.“ Gerade gegen die Topteams habe die VTZ fast immer starke Spiele abgeliefert, nur die Punktausbeute sei noch ausbaufähig, erklärt Rendgen.

Nicht so richtig zufrieden war der VTZ-Coach mit dem Vorbereitungsstart nach der kurzen Pause. Es habe etwas gedauert, den „Weihnachtsspeck“ abzutrainieren, um jetzt topfit in die Rückrunde gehen zu können, beklagt Rendgen, der am Sonntag auf Spielmacher Gürkan Kirca verzichten muss. Ansonsten dürften alle Spieler mit an Bord sein.