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Trendsport
Wagt die VT Niederauerbach den Sprung?

Ganz schön ins Schwitzen brachte Trainerin Melanie Wittmann de Olivo (rechts) die Teilnehmerinnen beim „Jumping Fitness“-Testlauf bei der VT Niederauerbach.
Ganz schön ins Schwitzen brachte Trainerin Melanie Wittmann de Olivo (rechts) die Teilnehmerinnen beim „Jumping Fitness“-Testlauf bei der VT Niederauerbach. FOTO: Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Der Verein entsheidet heute, ob er den Trendsport „Jumping Fitness“ ins Angebot nimmt.

Der neueste Fitness-Hype ist auch in Zweibrücken angekommen. Beim „Jumping Fitness“ wechseln sich Balance-Übungen, intensive Schrittfolgen und schweißtreibende Sprünge auf dem Trampolin ab – die passende Musik sorgt dafür, dass die Sportler nicht aus dem Takt kommen. Entwickelt wurde „Jumping Fitness“ Anfang des Jahrtausends in Tschechien. Von dort aus verbreitete es sich über ganz Europa. Auch die VT Niederauerbach hat die Sprunggeräte für sich entdeckt und überlegt jetzt, „Jumping Fitness“ in sein Breitensport-Programm aufzunehmen. Heute Abend ist bei der VTN Mitgliederversammlung, dann soll darüber entschieden werden, ob der Verein die Investition wagt.

Denn ganz billig sind die Sportgeräte nicht. Für 20 Trampoline müsste die VTN rund 5000 Euro locker machen. Und natürlich müssten auch die Übungsleiter bezahlt werden. Investitionen, die wohl überlegt sein wollen, erklärt der Vorsitzende der VT Niederauerbach, Rolf Kalleder. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn wir Jumping Fitness künftig anbieten könnten. Allerdings ist das für uns als Verein nur zu finanzieren, wenn das entsprechende Interesse vorhanden ist.“

Bei der VT Niederauerbach scheint das aber der Fall zu sein. In kürzester Zeit waren die Plätze für die beiden Promotions-Veranstaltungen am vergangenen Samstag ausgebucht. Und Trainerin Melanie Wittmann de Olivo brachte die 60 Interessierten, allesamt Damen zwischen etwa 18 und 70 Jahren, dann auch ordentlich ins Schwitzen. Bei „Jumping Fitness“ hat jeder sein eigenes Trampolin. „Die Stange in Hüfthöhe ist nicht zum Festhalten“, betont die Fitness-Trainerin gleich zu Beginn, „sondern für schwierige Sprünge.“ Die sind aber erst viel später dran, betont Wittmann de Olivo. In der Schnupperstunde geht es vor allem darum, die Basics zu üben, die Grundlagen zu schaffen. Eine Stunde lang powern sich die Damen auf dem sechseckigen Trampolin richtig aus. Und obwohl der Schweiß in Strömen fließt, haben alle während der Übungen ein Lächeln im Gesicht – geteiltes Leid ist offensichtlich nur halbes Leid. Und in der großen Gruppe macht das Workout einfach mehr Spaß, sind sich die Teilnehmerinnen hinterher einig. „Es sieht so einfach aus, geht aber ganz schön in die Beine. Aber durch die laute Musik während des Trainings spürt man gar nicht, wie intensiv das Ganze eigentlich ist – erst hinterher“, sagt Marianne Anstätt, die selbst Zumba-Kurse leitet und von „Jumping Fitness“ begeistert ist, lachend. „Hier in der Region wird so etwas bislang noch nicht angeboten. Es wäre toll, wenn die VT Niederauerbach es in ihr Angebot aufnehmen könnte“, sagt Marianne Anstätt.