| 20:27 Uhr

Negativtrend gestoppt
VTZ spielt körperliche Dominanz aus

 Krise beendet: VTZ-Spielertrainer Denis Rendgen (am Ball) im Duell mit dem Mainzer Tom Göbel kann die nächsten Punkte verbuchen.
Krise beendet: VTZ-Spielertrainer Denis Rendgen (am Ball) im Duell mit dem Mainzer Tom Göbel kann die nächsten Punkte verbuchen. FOTO: Martin Wittenmeier / Wittenmeier
Zweibrücken. Zweibrücker Landesliga-Basketballer besiegen Schlusslicht ASC Mainz III mit 86:75 – und können ihren Negativlauf beenden.

Die VT Zweibrücken hat ihre kleine Krise in der Basketball-Landesliga beendet. Nach drei knappen Niederlagen in Folge setzte sich die Mannschaft um Spielertrainer Denis Rendgen am Sonntagabend mit 86:75 (30:18/39:33/65:46) gegen Schlusslicht ASC Theresianum Mainz III durch. Zwar bleibt die VTZ trotz des Erfolges Neunter und damit Vorletzter, stellte mit dem zweiten Saisonsieg aber den Anschluss an die Mittelfeldplätze her. Nur zwei Punkte fehlen den Zweibrückern auf Rang fünf.

„Wenn wir heute verloren hätten, hätte ich den Jungs am Mittwoch im Training ganz schön den Hintern aufgerissen. Es war einfach Zeit, dass wir mal wieder ein Spiel gewinnen“, sagte Rendgen hinterher erleichtert. Im ersten Viertel versuchte die junge Mainzer Mannschaft, die Gastgeber mit Tempo-Basketball zu überraschen. Unter dem Korb blieben die Landeshauptstädter aber zumeist zweiter Sieger. Hier dominierten die größeren und athletischeren Zweibrücker Spieler, sicherten sich viele Rebounds oder streuten taktische Fouls ein, die die Mainzer an die Freiwurflinie zwangen. Wirklich zufrieden war Rendgen aber nicht damit, wie die beiden Langen Nizar Barkaoui und Johannes Petuchov ihre „Mismatches“, die Größenvorteile, ausnutzten. Und dennoch: Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase – 12:8 stand es nach fünf Minuten – zogen die VTZler bis zum Ende des ersten Viertels auf 30:18 davon. Besonders Johannes Meenken stach heraus, der acht seiner insgesamt 23 Punkte in den ersten zehn Minuten erzielte.

Im zweiten Abschnitt sank allerdings die gute Trefferquote aus dem Feld deutlich. Nur neun eigene Punkte erlaubten es den Gästen, den Rückstand bis zur Halbzeit auf sechs Zähler zu verkürzen (33:39) und das Spiel offen zu halten. „Im ersten Viertel sind wir das hohe Tempo mitgegangen, dafür haben wir im zweiten Viertel ein wenig gezahlt“, erklärt Rendgen, der in der Kabine wohl die richtigen Worte fand.



Plötzlich stimmte es bei der VTZ im Angriff wieder. Mit einem erfolgreichen Dreier zum 54:37 schloss Daniel Schaumburg (24.) einen 9:0-Lauf der Hausherren ab. Und auch in der Verteidigung wurde nun konsequent gearbeitet. Nur ganz selten kamen die Mainzer in dieser Phase zu leichten Punkten, während die VTZ effektiv blieb und mit einer klaren 65:46-Führung ins Schlussviertel ging.

Souverän hielt man den Gegner weiter auf Distanz. Selbst einige wilde Würfe fanden den Weg in den Mainzer Korb. So traf Johann Klein mit Ablauf der 24-sekündigen Angriffszeit ganz weit hinter der Dreierlinie zum 76:52-Zwischenstand. Erst nachdem Meenken und Petuchov beide in der 34. Minute jeweils ihr fünftes Foul kassiert hatten und den Rest der Partie von der Bank aus verfolgen mussten, ging der Spielfluss bei der VTZ ein wenig flöten. „In der Schlussphase haben wir einige Bälle zu einfach hergeschenkt. Das ist ein bisschen ärgerlich, weil wir heute eigentlich etwas für unsere Korbdifferenz hättem machen können“, kritisierte Rendgen die zu hektisch vorgetragenen Angriffe in den letzten Minuten. So konnte Mainz noch einmal verkürzen, ohne den Zweibrückern aber gefährlich zu werden.

Am Ende stand ein nie gefährdeter 86:75-Erfolg für die VTZ, die am kommenden Sonntag (18 Uhr) erneut Heimrecht hat. Dann wartet allerdings ein anderes Kaliber auf die Rendgen-Truppe. Mit dem BBC Fastbreakers Rockenhausen kommen die Scharfschützen der Liga nach Zweibrücken. Fast 93 Punkte pro Partie erzielt der Tabellenführer im Schnitt.