| 22:40 Uhr

3. Handball-Liga
VTZ schafft Remis gegen Pforzheim

Das Heimspiel der VTZ gegen Pforzheim war nichts für schwache Nerven. Hier erzielt gerade Tom Paetow einen Treffer.
Das Heimspiel der VTZ gegen Pforzheim war nichts für schwache Nerven. Hier erzielt gerade Tom Paetow einen Treffer. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken . Rückraumspieler Paetow rettet den hochverdienten Punkt in letzter Sekunde. Geburtstagskind Mevissen im Tor zeigt eine überragende Leistung. Von Jadran Pesic

Die VTZ Saarpfalz hat sich nach nervenaufreibenden 60 Spielminuten mit der Schlusssekunde einen hochverdienten Punkt in der 3. Handball-Bundesliga gesichert. Der zehnfache Torschütze, VTZ-Rückraumspieler Tom Paetow, erzielte kurz vor Abpfiff den umjubelten Ausgleich zum 27:27 (12:14) gegen die TGS Pforzheim und machte die Überraschung perfekt. Neben Paetow überzeugte vor allem Torhüter Sven Mevissen, der an diesem Tag seinen 21. Geburtstag feierte, mit 18 Paraden.

„Ich bin froh und stolz auf meine Mannschaft“, gab VTZ-Trainer Daniel Grgic nach der Partie zu Protokoll. Vor der Partie hatte Rückraumkanonier Paetow erklärt, dass es für ihn und seine Truppe nur über den Zusammenhalt gehe – und den haben sie bewiesen. Auch wenn sich beide Mannschaften viele Fehler erlaubten, blieben gerade die Zweibrücker ruhig und spielten ihren Stiefel herunter.
Auf der anderen Seite ein ganz anderes Bild: Früh fingen die Jungs von Trainer Andrej Klimovets an, mit dem Schiedsrichtergespann Bernhardt/Zick, das nicht seinen besten Tag erwischte, zu hadern. In Anbetracht der vielen eigenen Fehler wäre es aber zu einfach, die Schuld bei den Unparteiischen zu suchen. Klimovets sagte nach der Partie: „Wenn wir auswärts so weiter spielen, können wir auch zuhause bleiben.“  Bis zum 7:7 (18.) begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. In der Folge konnten sich die Gäste in einer harten aber fairen Partie erste Vorteile erarbeiten. Sechs Minuten später führten sie 13:9 nach einem Treffer von Christopher Bregazzi. Rückraumspieler Tom Paetow, der am Anfang mit der guten Deckung der Gäste gar nicht zurechtkam, verkürzte wenige Sekunden vor dem Ende der ersten Hälfte auf 12:14.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete. Tom Paetow verkürzte auf 13:14. Wenig später glich Tomas Kraucevicius zum 14:14 (33.) aus. Jetzt brachen die stärksten Minuten der Rosenstädter an. Die Gäste waren von der Rolle und produzierten einen Fehler nach dem anderen. Die VTZ nutzte die teilweise sehr hektischen Minuten aus und führte mit 20:17 (44.) gegen die hochfavorisierten Pforzheimer. Fünf Minuten später hatten sie aber nach einem Treffer von Marco Kikillus den Rückstand egalisiert (20:20, 49.). Gerade dem jungen Laurynas Petrusis, der nach der dritten Zeitstrafe von Tomas Kraucevicius in der 36. Spielminute die einzige Wahl für den rechten Rückraum blieb, unterliefen jetzt einfache Fehler, die bestraft wurden. Dennoch konnten die Gäste nur bedingt Profit daraus schlagen, denn Ruhe bekamen sie nie in ihr Spiel. Sechs Minuten vor dem Ende führte die VTZ mit 24:22, als die Gäste die Partie drehten. Nur zwei Minuten später stand es 24:25. Nach einem Siebenmetertreffer von Mokris konnte die VTZ zwar nochmal zum 25:25 ausgleichen, doch das Spitzenteam aus Pforzheim blieb jetzt am Drücker und ging nach Treffern von Taafel und Zweigner mit 27:25 in Führung. Grgic reagiert und nahm seine letzte Auszeit. Seine Jungs mobilisierten ihre letzten Kräfte und konnten nochmals auf 26:27 verkürzen. Da waren noch 90 Sekunden zu spielen. Der letzte Angriff der Pforzheimer blieb erfolglos und so bekamen die Hausherren eine letzte Chance auf den Ausgleich. Sie nahmen sehr geschickt viel Zeit von der Uhr und hatten mit der letzten Aktion des Spiels die Chance auf den Ausgleich. Aus aussichtsreicher Position gab es einen Freiwurf wenige Sekunden vor dem Ende. Die Zweibrücker stellten einen Block, um Paetow in Position zu bringen. Er stieg hoch und verwandelte die letzte Chance des Spiel zum verdienten 27:27-Ausgleich.



Die Gäste aus Pforzheim legten nach der Partie noch Protest gegen die Wertung ein, weil sie der Meinung waren, in der Schlusssekunde benachteiligt worden zu sein.

Bereits am Mittwoch geht es für die VTZ um Kapitän Philip Wiese weiter. Sie gastiert bei der HSG Konstanz, die als Aufstiegskandidat Nummer eins gehandelt wird.