| 23:20 Uhr

Handball-Oberliga
VTZ Saarpfalz empfängt ihren Lieblingsgegner

 Hinter dem Einsatz von VTZ-Kreisläufer Patrick Bach (am Ball) steht für das Spiel am Sonntag gegen Offenbach noch ein Fragezeichen
Hinter dem Einsatz von VTZ-Kreisläufer Patrick Bach (am Ball) steht für das Spiel am Sonntag gegen Offenbach noch ein Fragezeichen FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken . In der Handball-Oberliga hatte die VTZ Saarpfalz gegen den TV Offenbach in der Vergangenheit fast immer die Nase vorn. Auch am Sonntag wieder? Von Jadran Pesic

Kurz vor dem Ende der Hinrunde fällt die Bilanz der Oberliga-Handballer von der VTZ Saarpfalz durchwachsen aus. Der Absteiger aus der 3. Liga kommt nur schwer in Tritt und sucht nach seiner Form – und vor allem nach der Konstanz. Stets betonten die Verantwortlichen, dass die laufende Runde schwierig würde und eine Übergangssaison darstelle. Dennoch liest sich der aktuelle siebte Tabellenplatz mit nur leicht positiver Bilanz (15:13 Punkte) für den Absteiger aus der 3. Liga eher ernüchternd. Der personelle Umbruch und der schmale Kader fordern immer wieder ihren Tribut.

Der vor der Runde als Saisonziel ausgegebene Platz im vorderen Tabellendrittel liegt zwar nur zwei Punkte entfernt. Damit das auch so bleibt, sollte im Heimspiel am Sonntag um 18 Uhr gegen den TV Offenbach nach zwei Pleiten in Folge aber mal wieder ein Sieg her.

Dann muss das Team von Trainer Danijel Grgic ein anderes Gesicht zeigen als bei der Niederlage am letzten Spieltag in Völklingen (21:23). Nach gutem Start war die VTZ noch vor der Pause eingebrochen. Dass die Mannschaft wieder in die Spur fand und kurz vor Schluss die Führung zurückeroberte hätte nur dann geholfen, wenn ein desaströser Schluss-Akkord der VTZ nicht die sechste Saisonniederlage beschert hätte. „Wir haben einfach einen kleinen Kader. Das macht uns nicht nur im den Spielen selbst zu schaffen, wo wir manchmal mit einer Rumpftruppe antreten müssen. Sondern auch im Training. Dort können wir so gut wie nie ‚Sechs-gegen-sechs’ spielen“, klagt Torwart Yannic Klöckner, in Völklingen einer der Lichtblicke der Mannschaft. Er ergänzt: „Eine gezielte Vorbereitung auf den nächsten Gegner fällt dann schwer.“ Auch ihm selbst fällt es schwer, durch die steten notgedrungenen Wechsel der Abwehrformation, mit seinen Vorderleuten als eingespieltes Team zu harmonieren.



Der kommende Gegner Offenbach stieg vor einigen Jahren aus der Oberliga-RPS ab. Der Verein entschied sich seiner Zeit den Umbruch einzuleiten und ging gestärkt aus der Misere hervor. 2018 gelang schließlich der Wiederaufstieg in die Oberliga, wo gleich in der Premierensaison ein solider siebter Platz zu Buche stand. Auch diese Saison bewegen sie sich in dieser Region der Tabelle. Der TVO überzeugt insbesondere zu Hause. Zuletzt feierte das Team gegen die Handballfreunde Illtal einen 27:26-Heimsieg. Auswärts läuft es beim TVO noch nicht ganz so rund – dennoch stehen immerhin zwei Erfolge in der Fremde zu Buche. Die große Stärke der Offenbacher ist die Defensive. Klöckner schätzt den Gegner als „sehr unangenehme und kampfstarke Mannschaft“ ein. Er erwartet am Sonntag ein „Spiel auf Augenhöhe“.

Für die Rosenstädter spricht die Statistik. Seit es die Oberliga-RPS gibt, verzeichnete die VTZ acht Siegen ein Unentschieden und kassierte lediglich eine Niederlage gegen den TVO. Gegen die VTZ spricht der aktuelle Trend. Auf einen Heimsieg folgte in dieser Runde stets postwendend eine Niederlage. Und die VTZ gewann ihr letztes Heimspiel gegen Dansenberg II.

Immerhin hat sich die Personalsituation für Trainer Grgic entspannt. In Völklingen hatten zuletzt nur zwei Jugendspieler auf der Auswechselbank Platz genommen. Rosig sieht die Situation trotzdem nicht aus. Hinter den Einsätzen von Erik Zilincik, Patrick Bach und Jonas Mayer stehen Fragezeichen.

Die zweite Mannschaft der VTZ steht in der Bezirksliga Ost auf Rang vier – nur einen Punkt hinter dem Spitzenduo TV Merchweiler II und Black Bulls Alsweiler. Am Sonntag um 17:30 Uhr spielt die VTZ II beim Dritten ASC Quierschied. Die dritte Mannschaft empfängt am Sonntag um 20 Uhr zum Jahresabschluss die SG TV Merchweiler/HSG Friedrichsthal-Bildstock IV