| 22:43 Uhr

Der nächste Schritt
VTZ ohne Probleme in Bingen

Wladislaw Kurotschkin zeigte seine Offensivqualitäten auch im Auswärtsspiel in Bingen. Neun Treffer trug er zum klaren Sieg der VT Zweibrücken bei.
Wladislaw Kurotschkin zeigte seine Offensivqualitäten auch im Auswärtsspiel in Bingen. Neun Treffer trug er zum klaren Sieg der VT Zweibrücken bei. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Bingen. Die Meisterschaft in der Oberliga und der damit verbundene Aufstieg in Liga drei rückt für die VT Zweibrücken nach dem 31:18-Sieg in Bingen in greifbare Nähe. Von Jadran Pesic

Der Spitzenreiter der Handball-Oberliga knüpft nahtlos an seine starken Leistungen der vergangenen Wochen an. So sicherte die VT Zweibrücken-Saarpfalz souverän beide Punkte bei der HSG Rhein-Nahe Bingen. Beim 31:18 (16:8)-Auswärtserfolg ließ die Mannschaft von Trainer Danijel Grgic über weite Strecken keine Zweifel daran aufkommen, wer die Partie für sich entscheiden würde. Neben den zwei starken VTZ-Torhütern Rouven Latz und Yannic Klöckner ragten Tomas Kraucevicius und Wladislaw Kurotschkin mit je neun Treffern heraus. Damit marschiert die VTZ weiter Richtung Liga drei.

Der Spitzenreiter präsentierte sich in Bingen nach ausgeglichener Anfangsphase gnadenlos. „Wir hatten uns vorgenommen, von Anfang Vollgas zu geben“, freute sich Co-Trainer Marek Galla nach der Partie. Nur zu Beginn verlief die Begegnung auf Augenhöhe. Die Zuschauer sahen ein temporeiches Hin und Her mit leichten Vorteilen für die Saarpfälzer. Nach nicht einmal sieben Minuten lag die VTZ knapp mit 5:4 vorne. Danach aber zeigte der Tabellenführer, wieso er in der Tabelle den Platz an der Sonne eingenommen hat – und diesen bis Saisonende nicht mehr herschenken will. Die Abwehr steigerte sich und auch Klöckner im VTZ-Gehäuse wurde immer besser. Hatten die Gäste nach weniger als sieben Minuten bereits vier Gegentreffer kassiert, kamen bis zum Ende der ersten Halbzeit nur noch vier weitere hinzu. Im Angriff waren vor allem Kreisläufer Kurotschkin und Rückraumspieler Kraucevicius von der Binger Abwehr kaum aufzuhalten. Überhaupt spielten die Saarpfälzer, gestützt auf eine bewegliche Abwehr, sehr schnell von hinten heraus und suchten zielstrebig ihre Chancen. „Die Jungs haben heute im Angriff einfach, schnell und präzise gespielt. Was will man mehr“, lobte Galla die Offensivleistung der Mannschaft. Nach zwanzig Minuten lagen die Zweibrücker mit 12:6 in Front, bis zur Pause zogen sie auf 16:8 davon.

Auch in der zweiten Hälfte machte der Favorit keine Anstalten, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Mit der Euphorie der letzten Erfolge im Rücken ließen sie den Gastgebern kaum eine Chance, sich wieder in die Partie zurück zu kämpfen. Nach einem Doppelschlag des starken Kurotschkin baute die VTZ den Vorsprung auf 20:10 (39.) aus. Auch mehrere personelle Wechsel brachten keinen Bruch ins Spiel. Im Gegenteil, das Tempo wurde nochmals gesteigert. Daran hatte auch Torhüter Rouven Latz großen Anteil. Er kam in der 40. Minute für Klöckner und konnte die ohnehin starke Torhüterleistung bei der VTZ fortführen. Die Hausherren stemmten sich zwar gegen die Niederlage, doch gegen die Zweibrücker war an diesem Tag nichts zu holen. Mit dem Binger Rückraumspieler Stefan Corazolla (sieben Tore) hatte die VTZ zwar ihre liebe Mühe. Dennoch: über 24:12 (44.) und 28:17 (52.) sicherte sich die Mannschaft von Danijel Grgic den souveränen Auswärtssieg.



Bei vier ausstehenden Spielen braucht die VTZ nun noch zwei Siege zur Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in Liga drei. In Anbetracht des Restprogramms ist es nur schwer vorstellbar, dass die Zweibrücker ihren Vorsprung auf der Zielgeraden der Saison noch aus der Hand geben. Nächste Woche empfängt der Ligaprimus die SG Saulheim, mit der er noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen hat: Saulheim war eine der drei Mannschaften, die die VTZ in dieser Saison schlagen konnten. Danach folgen Partien gegen die TSG Friesenheim II, den TV Bitburg und die HSG Völklingen. Mit einem Sieg zu Hause gegen die SG Saulheim könnte die VTZ in Friesenheim bereits den ersten Matchball haben.