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Basketball-Landesliga
VTZ-Offensive kommt zu spät ins Rollen

Kein Durchkommen für Johannes Meenken (rot): Gleich zwei Kaiserslauterer Verteidiger hindern den VTZ-Angreifer, zum Korb zu ziehen. Mit 13 Punkten war er dennoch zweitbester Werfer seines Teams.
Kein Durchkommen für Johannes Meenken (rot): Gleich zwei Kaiserslauterer Verteidiger hindern den VTZ-Angreifer, zum Korb zu ziehen. Mit 13 Punkten war er dennoch zweitbester Werfer seines Teams. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Zweibrücken. Zweibrücker Landesliga-Basketballer unterliegen Kaiserslautern II nach schwacher Trefferquote im ersten Durchgang mit 67:79. Von Martin Wittenmeier

Die Luft wird dünner für die Basketballer der VT Zweibrücken. Am Sonntagabend verlor die Truppe um Spielertrainer Denis Rendgen ihr Heimspiel in der Landesliga Rheinhessen-Pfalz gegen den 1. FC Kaiserslautern II mit 67:79 (16:23/27:46/54:61). Durch diese Niederlage bleibt die VTZ Neunter und belegt damit drei Spieltage vor dem Saisonende einen der beiden direkten Abstiegsplätze.

Nur phasenweise fanden die Zweibrücker gegen den Tabellenvierten aus der Barbarossastadt zu ihrem Spiel. Vor allem in der Offensive klemmte es vor der Pause. Magere 27 Punkte erzielte die VTZ in den ersten 20 Minuten – zu wenig gegen die abgeklärt aufspielenden Gäste, die zum Ende des Anfangsviertels das Tempo erhöhten. Bis zum 15:15 waren Rendgen und seine Jungs noch auf Augenhöhe. Mit einem 8:1-Lauf zog der FCK dann aber binnen von zwei Minuten auf 23:16 weg.

Im zweiten Abschnitt taten sich die Zweibrücker im Angriffsspiel zunehmend schwerer. Kaum noch Würfe fanden den Weg in den Lauterer Korb. Stattdessen leisteten sich die VTZ‘ler ein ums andere Mal technische Fehler, die Ballverluste zur Folge hatten und von den Gästen umgehend bestraft wurden. Ein Treffer von Nizar Barkaoui aus der Halbdistanz zum 27:36 (17.) war der letzte erfolgreiche Abschluss der VT Zweibrücken in der ersten Spielhälfte. Auf der Gegenseite sorgten einfache Korbleger dafür, dass sich das FCK-Team mit einem weiteren Zwischenspurt auf 46:27 absetzen konnte, ohne spielerisch glänzen zu müssen.



Für Rendgen war die Schwächephase auch der Knackpunkt der Partie: „Dass wir den FCK vor der Pause auf 20 Punkte wegziehen lassen mussten, hat uns am Ende das Genick gebrochen. Wir sind zwar nochmal bis auf sieben Punkte rangekommen, aber wirklich dran waren wir nicht mehr. Dafür hat die Aufholjagd einfach zu viel Kraft gekostet.“

Zunächst sah es auch nicht so aus, als sollte die VTZ noch einmal zurück in das Match finden. Kaiserslautern verteidigte geschickt, nahm hier und da das Tempo aus dem Spiel und hielt somit die Führung konstant zwischen 15 und 20 Punkten. Doch ab der Mitte des dritten Viertels (44:61) fielen auch die Würfe der FCK-Spieler nicht mehr in den gegnerischen Korb. Nach Abprallern schalteten die Zweibrücker schnell um, um nun ihrerseits zu leichten Punkten zu kommen. Und auch von Außen hatten die Hausherren endlich ihr Glück gefunden. Ein erfolgreicher Dreier von Daniel Schaumburg krönte einen 10:0-Lauf, der die VTZ wieder auf 54:61 heran brachte.

Diesen Schwung konnten Rendgen und sein Team allerdings nicht ins Schlussviertel hinüber retten. Stattdessen häuften sich wieder überhastete Angriffe, die zu Ballverlusten führten. Der FCK hatte dadurch leichtes Spiel, die Führung zu verwalten und in den letzten Minuten sogar noch auszubauen. Am Ende stand ein ungefährdeter 79:67-Erfolg der Gäste, den hinterher auch der VTZ-Coach anerkannte. „Der Gegner war gut und zudem mit viel Erfahrung ausgestattet. Die hatten einige Leute dabei, die teilweise schon Regionalliga oder sogar Zweite Liga gespielt haben.“ Insgesamt habe sich sein Team verbessert gegenüber den vorangegangenen Spielen gezeigt. „Von der Foulbelastung war es diesmal okay. Und wir haben uns gute Punkte herausgespielt – leider nur phasenweise, dann mussten wir wieder abreißen lassen.“

Rendgens Ärger über die Niederlage hielt sich dennoch in Grenzen. Was ihn „wirklich wurmt“, sind die unnötigen Pleiten gegen Nieder-Ingelheim (12 Punkte) und die punktgleiche TSG aus Heidesheim (10 Punkte), die in der Tabelle als Siebter und Achter unmittelbar vor der VT Zweibrücken platziert sind und am nächsten Spieltag im direkten Duell aufeinandertreffen. Da man zudem gegen beide den direkten Vergleich verloren habe, müsse sein Team nun bei Schlusslicht ASC Theresianum Mainz III (24. Februar, 16 Uhr) unbedingt gewinnen, um im Abstiegskampf nicht weiter an Boden zu verlieren. „Es müssen Punkte her, egal wie“, fordert Denis Rendgen.