| 20:53 Uhr

VTZ muss am Samstag beim Angstgegner antreten

 Die VTZ mit Wladislaw Kurotschkin (rechts) will endlich einmal in Saulheim gewinnen. Foto: Norbert Schwarz/pmz
Die VTZ mit Wladislaw Kurotschkin (rechts) will endlich einmal in Saulheim gewinnen. Foto: Norbert Schwarz/pmz FOTO: Norbert Schwarz/pmz
Zweibrücken. Die Tabellensituation täuscht: Obwohl am Samstag der Zweite der Handball-Oberliga-RPS beim Zwölften antritt, ist die Sache keineswegs klar. Denn die SG Saulheim ist für die VTZ-Saarpfalz so etwas wie ein Angstgegner. jad

Nach Saulheim geht es am Samstag für die Mannschaft von VTZ-Trainer Danijel Grgic. Der Handball-Oberligist wird ab 19.30 Uhr alles versuchen, die beiden Punkte aus dem Ritter-Hundt-Zentrum zu entführen. Auf dem Papier scheint es eine klare Sache zu werden, wenn der Tabellenzweite beim Zwölften antritt. Doch eine einfache Kaffeefahrt wird es keineswegs, denn bislang konnte die VTZ seit dem Bestehen der Oberliga-RPS noch kein Spiel in Saulheim gewinnen.

"Die VTZ hat seit gefühlten 100 Jahren nicht in Saulheim gewonnen. Wir wissen, dass es eine ganz schwere Aufgabe wird", sagt der Trainer der VTZ, Danijel Grgic. Dabei können seine Männer mit stolzgeschwellter Brust nach Saulheim fahren, denn in den ersten beiden Rundenpartien des Jahres hat sich seine Mannschaft, mit Ausnahme der ersten Halbzeit gegen die TG Osthofen, schon prächtig präsentiert. Dennoch merkt man Trainer wie Mannschaft den Respekt gegenüber der von Rainer Sommer trainierten SG an, die sich letzte Woche ein wenig überraschend bei der HSG Rhein-Nahe Bingen durchgesetzt hat.

"Die Saulheimer haben gerade im letzten Spiel in Bingen gezeigt, was in ihnen steckt und wozu sie in der Lage sind, wenn sie komplett antreten können. Sie haben eine kompakte 6:0-Abwehr mit einem sehr guten Torhüter dahinter. Dreh- und Angelpunkt in ihrem Spiel ist der erfahrene Matthias Konrad, der gerade im Zusammenspiel mit dem rechten Rückraum Thomas Sterker für viel Gefahr sorgt. Gerade Sterker ist ein Spieler, der kaum auszurechnen ist und über ein tolles Repertoire an Würfen und Täuschungen verfügt. Aber auch von allen anderen Positionen strahlen sie sehr viel Torgefahr aus - und für uns wird es auf jeden Fall eine Reifeprüfung", erklärt Grgic, der sich mit der SG eingehend befasst hat.



Auch wenn die VTZ noch nie etwas in Saulheim holen konnte, zeigen sie sich in der Saison so gefestigt, dass auch dieser Fluch endlich durchbrochen werden kann. Hierfür bedarf es aber einer Top-Leistung über die vollen 60 Minuten. "Mit diesem Wochenende starten wir in eine Reihe sehr schwieriger Auswärtsspiele, wo wir unseren Platz verteidigen und bestätigen wollen. Wir müssen gegen die SG sehr aggressiv sein und viel Druck mit hohem Tempo an den Tag legen. Wenn wir ins Laufen kommen, haben wir gute Chancen dort zu bestehen", so Grgic.