| 23:06 Uhr

Handball-Oberliga
VTZ kann Kraft für Topspiele sparen

Kräfte schonen für das Pokalfinale und den Meisterschaftsendspurt konnten Richard Wilga (rot) und die VTZ Saarpfalz beim klaren Heimsieg gegen den nicht in Bestbesetzung angetretenen TV Offenbach.
Kräfte schonen für das Pokalfinale und den Meisterschaftsendspurt konnten Richard Wilga (rot) und die VTZ Saarpfalz beim klaren Heimsieg gegen den nicht in Bestbesetzung angetretenen TV Offenbach. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken. Zweibrücker Oberliga-Handballer schlagen den ersatzgeschwächten TV Offenbach im Schongang mit 29:19. Von Jadran Pesic

Die Oberliga-Handballer der VTZ Saarpfalz haben ihre Pflichtaufgabe gegen den TV Offenbach souverän gelöst. Auch in der Höhe verdient gewann der Tabellenführer am Samstagabend sein Heimspiel gegen den Aufsteiger mit 29:19 (19:9). Mit Blick auf die Aufstellung der Gäste ahnte man bereits im Vorfeld, dass es eine klare Sache für den Favoriten werden könnte. Gästetrainer Christoph Morio verzichtete gleich auf sechs Spieler der ersten Mannschaft und bot stattdessen vier Mann aus der Reserve auf. Die VTZ gab sich gegen den geschwächten Gegner keine Blöße und stellte die Weichen früh auf Sieg. Bester Werfer war Martin Mokris mit sieben Toren.

„Ja, wir hatten heute sechs Spieler nicht dabei, aber auch vollzählig wäre es für uns schwer geworden. Wir haben heute mit einigen Leuten aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt. Die haben ihre Sache wie die ganze Mannschaft gut gemacht. Wir wollten nicht höher als mit zehn Toren Unterschied verlieren. Das ist uns gelungen“, sagte Morio nach der Partie. Da der TV Offenbach den Klassenverbleib so gut wie sicher hat und am Sonntag den Ligakonkurrenten VTV Mundenheim im Halbfinale des Pfalzpokals empfängt, wurden Kräfte geschont. Bis auf Wladislaw Kurotschkin sowie den Langzeitverletzten Alexey Wetz konnte VTZ-Trainer Danijel Grgic dagegen auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Der Favorit ging die Partie seriös an und startete nahezu in Bestbesetzung. Lediglich im Tor und am Kreis gab es Wechsel. Zu Beginn lagen die Gäste knapp in Führung – auch weil die VTZ nachlässig mit den eigenen Chancen umging. Nach dem zwischenzeitlichen 1:2 (5.) für den TVO durch Michael Pfalzer übernahm aber der Ligaprimus aus der Rosenstadt das Kommando. Vor allem Kapitän Philip Wiese, der unter der Woche krankheitsbedingt fehlte, war kaum zu halten. Beim Stand von 6:3 (11.) für die Hausherren hatte Wiese bereits fünf Treffer erzielt. In der Folge wurde er durch den jungen Lars Scholly ersetzt, der nahtlos an die starken Anfangsminuten seines Kapitäns anknüpfte und bis zur Pause ebenfalls fünf Tore – bei nur fünf Versuchen – beisteuerte. Auch sonst wurde auf Seiten der Gastgeber schnell und viel gewechselt. Tomas Kraucevicius wurde früh durch den erneut sehr agilen Moritz Baumgart ersetzt, der im rechten Rückraum eine klasse Partie bot. Nach dem 9:3 (17.) für Zweibrücken war die Partie schon fast gelaufen. Die Abwehr stand gut und im Angriff zog Martin Mokris geschickt die Fäden bei den Saarpfälzern, die bis auf wenige Nachlässigkeiten im Abschluss eine konzentrierte Vorstellung boten. Zur Halbzeit führten die Zweibrücker bereits vorentscheidend mit 19:9.



In der zweiten Halbzeit nahmen die Gastgeber dann den Fuß vom Gaspedal und die Gäste standen in der Abwehr etwas stabiler. „In der ersten Halbzeit haben wir gerade gegen den Rückraum der VTZ zu passiv agiert“, bemängelte Morio die ersten 30 Minuten seiner Truppe. Die beiden zur zweiten Halbzeit eingewechselten Torhüter, Yannick Klöckner bei der VTZ und Florian Pfaffmann beim TVO, lieferten sich nach der Pause ein Fernduell in Sachen gehaltene Bälle, das Pfaffmann mit zwölf Paraden für sich entscheiden konnte. Doch auch Klöckner kam in der zweiten Halbzeit auf insgesamt zehn parierte Bälle. Die Zweibrücker blieben die dominante Mannschaft und versuchten sich auch immer wieder an Kabinettstückchen. Die waren zwar nicht immer von Erfolg gekrönt, aber für die Zuschauer schön anzusehen. Über 22:15 (40.) und 27:15 (53.) sicherte sich der Spitzenreiter einen ungefährdeten 29:19-Heimerfolg.

„Wir hatten eine schwierige Trainingswoche, da einige Spieler angeschlagen oder krank gefehlt haben. Dafür haben sie aber heute alle eine durchweg gute Leistung gezeigt. Wichtig war jetzt auch, dass sich keiner verletzt hat. Für die nächste Woche hoffe ich, dass alle Spieler fit sind und wir uns gut vorbereiten können“, sagte VTZ-Trainer Danijel Grgic und verwies damit auf das Pokalfinale am Ostermontag sowie das direkt darauf folgende Spitzenspiel gegen die HF Illtal.