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Handball
VTZ II verpatzt Start in die Saarlandliga

Es ist wie verhext für die VTZ Saarpfalz II: Auch in Merchweiler zeigte der Saarlandliga-Aufsteiger um Kapitän Dominik Rauch (am Ball) gute Ansätze, stand am Ende aber wieder mit leeren Händen da.
Es ist wie verhext für die VTZ Saarpfalz II: Auch in Merchweiler zeigte der Saarlandliga-Aufsteiger um Kapitän Dominik Rauch (am Ball) gute Ansätze, stand am Ende aber wieder mit leeren Händen da. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Zweibrücken. Der Aufsteiger in die Handball-Saarlandliga wartet nach 25:27 in Merchweiler weiter auf die ersten Saisonpunkte.

Erneut verlassen die Handballer der VTZ Saarpfalz II gesenkten Hauptes das Feld und müssen eine weitere Niederlage in der Saarlandliga verdauen. Gegen den bis dahin ebenfalls punktlosen TV Merchweiler verlor die Mannschaft von VTZ-Coach Marek Galla auswärts mit 25:27 (12:12). Wie in fast allen Partien zuvor waren sie zwar keineswegs chancenlos, mussten sich aber in der entscheidenden Phase den Vorwurf gefallen lassen, nicht am Limit gespielt zu haben.

Den Start in die Saarlandliga hat der Aufsteiger somit gründlich verpatzt. Auch nach dem fünften Spieltag konnte bislang kein Punktgewinn gefeiert werden. Aber bis auf die Partie gegen Lokalrivale SV64 II war man in keiner Partie chancenlos und hat oftmals bis kurz vor Schluss geführt.

Die Partie in Merchweiler war so etwas wie das Spiegelbild der bisherigen Saison. Die VTZ kämpfte, zeigte gute Ansätze und musste sich aber erneut in der Schlussphase geschlagen geben. „Zum Ende war das mal wieder zu viel Standhandball ohne Bewegung“, monierte Galla.

Den besseren Start erwischten die Zweibrücker, die nach sechs Minuten mit 4:2 in Front lagen. Die darauffolgende Phase war symptomatisch für die Leistungsschwankungen der Saarpfälzer. Rückraumspieler Jaroslav Dobrovodsky hatte die Chance, vom Siebenmeterpunkt auf 5:2 zu erhöhen. Doch er vergab und innerhalb kürzester Zeit erzielten die Hausherren drei Treffer in Folge. Merchweiler blieb auch in der Folge tonangebend, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Die Rosenstädter blieben aber dran, konnten sich zum Ende der ersten Halbzeit für den Aufwand belohnen und gingen nach einem Treffer von Maurice Kaufeld, der mit sieben Treffern bester Torschütze der Partie war, sogar mit 12:11 in Führung. Wenige Sekunden vor Ende der ersten 30 Minuten konnte aber Merchweiler durch Kai Baab zum 12:12-Halbzeitstand ausgleichen.

Die Gastgeber kamen auch etwas frischer aus der Kabine und gingen schnell mit 14:12 (32.) in Führung. Die rechte Angriffsseite der VTZ II drehte jetzt aber langsam auf. Zunächst verhinderte Kaufeld mit drei Toren, dass der TVM sich weiter absetzen konnte, ehe Dobrovodsky mit drei Treffern in Folge die Partie sogar drehte (18:17, 42.). Es blieb weiterhin eine enge Partie, in der die Zweibrücker ihren Vorsprung bis zum 21:20 (49.) verteidigen konnten. In der Schlussphase sackte das Niveau allerdings merklich ab. Nach einem 5:1-Lauf führten die Gastgeber sechs Minuten vor dem Ende mit 25:22. Auch wenn die VTZ II nochmals auf 25:24 verkürzen konnte, reichte es nicht mehr. Am Ende gewannen die Gastgeber mit 27:25 und konnten sich über die ersten beiden Saisonpunkte freuen.



„Uns fehlt einfach die Konstanz. Wir zeigen in fast allen Partien gute bis sehr gute Ansätze, machen dann aber immer wieder zu viele einfache Fehler“, sagte ein enttäuschter Marek Galla. Die Luft wird langsam dünner für die Mannschaft um Kapitän Dominik Rauch. Auch wenn erst fünf Spiele gespielt sind und noch genug Zeit ist, die Mission „Klassenerhalt“ erfolgreich zu gestalten, bedarf es trotzdem eines Erfolgserlebnisses.

Vielleicht schon am kommenden Samstag (16 Uhr) im Heimspiel gegen den amtierenden Saarlandligameister TV Niederwürzbach.

Für die VTZ II spielten: Daniel Wenzel, Christian Ruppert im Tor - Maurice Kaufeld 7/1, Jaroslav Dobrovodsky 6, Robin Schweitzer 5, Dominik Rauch 4, Kevin König 1, Lucas Haury 1, Michel Kaufmann 1, Maurice Jung, Lars Zielke, Dominik Rifel, Philipp Mägel.

Marek Galla, Trainer der VTZ Saarpfalz II.
Marek Galla, Trainer der VTZ Saarpfalz II. FOTO: VTZ