| 20:11 Uhr

Weiter Schlusslicht
VTZ II vergibt zu viele Chancen

Zweibrücken. Handball-Saarlandliga: Gegen Oberligaabsteiger HSV Merzig war mehr drin als das 21:24.

In ihrem Heimspiel der Handball-Saarlandliga hat die VT Zweibrücken II eine bittere Niederlage einstecken müssen. Gegen Oberligaabsteiger HSV Merzig-Hilbringen musste sich das Team von Marek Galla nach besserer Leistung dennoch in der Schlussphase mit 21:24 (11:13) geschlagen geben. Bester Torschütze der VTZ II war Dominik Rifel mit sechs Treffern.

„Die Abwehr stand heute sehr ordentlich, das Zusammenspiel mit den Torhütern hat auch gut geklappt. Von unserer Angriffsleistung bin ich aber ein bisschen enttäuscht“, sagte ein sichtlich geknickter VTZ-Trainer. Galla konnte in dieser Partie gleich auf mehrere Spieler aus dem erweiterten Kader der ersten Mannschaft zurückgreifen, die ihre Sache ordentlich machten, aber gerade im Angriff unter ihren Möglichkeiten blieben. Merzig-Hilbringen zeigte in der Partie von Anfang an, dass sie auch nach dem Abstieg eine Mannschaft zusammengestellt haben, die den Anspruch auf die Spitzenpositionen der Liga hat. Schnell gingen sie mit zwei Toren in Führung und behaupteten diese bis zum Ende der Halbzeit. Die Hausherren ließen sich nicht abschütteln. Der favorisierte HSV hatte so seine Mühe mit dem Tabellenletzten. Mit einem 11:13-Rückstand aus Sicht der VTZ II wurden die Seiten gewechselt.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieben die Gäste am Drücker. Nach einem Treffer von Michael Arnold führten sie mit 17:14 (37.). Jetzt folgte die stärkste Phase der Gastgeber, die innerhalb von fünf Minuten den Rückstand egalisierten (17:17, 42.). Nachdem der starke Arnold erneut die Gäste erneut in Führung gebracht hatte, hatte die Mannschaft von Marek Galla die große Chance, die Partie zu drehen. In den folgenden sechs Minuten wurde Merzig mit gleich fünf Zeitstrafen bedacht. Doch die teilweise doppelte Überzahl nutzten die Jungs von Marek Galla nicht. Etwas mehr Kaltschnäuzigkeit und Cleverness in dieser Phase – und die Überraschung wäre greifbar gewesen. Beim Stand von 19:19 (49.) waren die Gäste wieder vollzählig und setzten sich in der Folge auf drei Tore ab. Die Mannschaft von Gäste-Trainer Michael Göbel zeigte zum Ende keinen Schwächen mehr.



„Es war eine gute Partie meiner Mannschaft und auf jeden Fall eine Steigerung. Wir brauchen nicht drüber zu reden, dass der HSV eine sehr starke Mannschaft hat, aber ein Punktgewinn war durchaus machbar. Wir haben einfach zu viel verballert“, monierte Galla nach der Partie die mangelnde Effektivität seiner Mannschaft, die keinen ihrer drei Siebenmeter nutzen konnte.