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VTZ-Basketballer spielen 40 Minuten wie aus einem Guss

 Leichtes Spiel: Fast immer einen Tick schneller waren die Basketballer der VT Zweibrücken mit ihrem Spielertrainer Denis Rendgen (am Ball) am Sonntag gegen die TG Nieder-Ingelheim. Foto: Martin Wittenmeier
Leichtes Spiel: Fast immer einen Tick schneller waren die Basketballer der VT Zweibrücken mit ihrem Spielertrainer Denis Rendgen (am Ball) am Sonntag gegen die TG Nieder-Ingelheim. Foto: Martin Wittenmeier FOTO: Martin Wittenmeier
ZWEIBRÜCKEN. Landesligist schlägt Tabellenzweiten TG Nieder-Ingelheim zuhause deutlich mit 97:67. Martin Wittenmeier

Konzentriert in der Defensive, spielfreudig in der Offensive - 40 Minuten Basketball wie aus einem Guss zeigte Landesligist VT Zweibrücken am Sonntag gegen den bisherigen Tabellenzweiten TG Nieder-Ingelheim. Am Ende stand ein ungefährdeter 97:67 (24:14/51:22/74:44)-Heimerfolg für die Mannschaft um Spielertrainer Denis Rendgen. Durch den vierten Saisonsieg bleiben die VTZ-Korbjäger weiter Tabellensiebter.

Die Zweibrücker Basketballer, die bis auf den verhinderten Nizar Barkaoui in Bestbesetzung auflaufen konnten, fanden sehr schnell in die Partie, führten nach guter Reboundarbeit unter dem eigenen Korb und Schnellangriffen nach vier Minuten bereits mit 12:2. "Wir haben in der letzten Woche gut trainiert. Diese Sicherheit hat man dann auch im Spiel gemerkt, da haben wir uns kaum Fehler geleistet", hob Rendgen hervor. Besonders im Angriff trafen seine Spieler viele richtige Entscheidungen, die zu einfachen Punkten für die VTZ führten. "Gerade in der ersten Hälfte ist es uns sehr gut gelungen, die Nieder-Ingelheimer Verteidigung mit Pässen in die Schnittstellen auszuhebeln. Kritisieren kann ich heute eigentlich gar nichts." Mit 24:14 ging das erste Viertel an die Zweibrücker.

Dabei spielte es der VTZ in die Karten, dass Nieder-Ingelheim nicht in Topbesetzung angetreten war. Die Rheinhessen waren zum Spiel in der Zweibrücker Hofenfels-Sporthalle nur mit sieben Spielern, darunter drei Jugendliche, angereist. Ein Geschenk, das die Gastgeber nur zu gerne annahmen. "Das Nieder-Ingelheim einige Stammspieler gefehlt haben, ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Für uns war der Sieg mit Blick auf den Klassenerhalt enorm wichtig. Jetzt sieht es in der Tabelle wieder richtig gut aus", stellte Rendgen hinterher fest. "Außerdem gibt so ein Erfolg Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben."



Im zweiten Viertel kamen die Zweibrücker noch besser in Fahrt, allen voran Johann Klein, der bei vielen Gegenangriffen erfolgreich war oder seine Mitspieler geschickt in Szene setzte. Im Minutentakt baute die VTZ ihre Führung aus. Vor allem auch, weil Nieder-Ingelheim nur ganz selten zu einfachen Körben kam und vor der Pause eine schwache Trefferquote aus dem Feld an den Tag legte. Auch körperlich hatten die Gäste der VTZ nur wenig entgegenzusetzen, was sich besonders bei den gewonnenen Rebounds bemerkbar machte. Dadurch erarbeiteten sich die VTZler immer wieder zweite und dritte Versuche. Bis zur Halbzeit (51:22) wurde der Vorsprung auf vorentscheidende 29 Punkte ausgebaut.

Nach der Pause bestimmte Zweibrücken weiter die Partie, verteidigte aber nicht mehr so konsequent. So konnte Nieder-Ingelheim die zweiten 20 Minuten etwas offener gestalten. Trotzdem lagen die Zweibrücker auch nach dem dritten Viertel mit 74:47 noch immer klar vorne. Im letzten Abschnitt versuchte man die 100-Punkte-Marke zu knacken, doch bei Milomir Mihailovics letztem Dreier-Versuch vier Sekunden vor der Schlusssirene tanzte der Ball nur auf dem Ring und fiel nicht rein. So blieb es beim dennoch überzeugenden 97:67.

Ein Extralob von Rendgen heimste Nachwuchsspieler Nils Jacob ein, der acht Punkte erzielte. Einen ganz starken Tag erwischte Johann Klein, der mit seinen 23 Punkten Topscorer für die VTZ war. Viele seiner Punkte gelangen dem flinken Angreifer nach Fast-Breaks, die er mit einfachen Korblegern abschloss. Zweitbester Werfer auf Zweibrücker Seite war der Serbe Milomir Mihailovic mit 22 Punkten. Im dritten Viertel traf er innerhalb kürzester Zeit gleich zweimal von der Dreier-Linie. Dazu steuerte Johannes Meenken ausgezeichnete 21 Zähler bei.

Bereits am kommenden Sonntag steht für die VT Zweibrücken das nächste Plichtspiel in der Landesliga Rheinhessen-Pfalz an. Um 18 Uhr muss Denis Rendgen mit seiner Truppe beim neuen Tabellenzweiten SC Lerchenberg im Carl-Zuckmayer-Schulzentrum antreten.