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Schwere Auswärtshürde
VT Zweibrücken will endlich den Fluch in Vallendar brechen

Zweibrücken. Der Spitzenreiter der RPS-Handball-Oberliga hat seit 2013 nicht mehr in Vallendar gewonnen. Das soll sich am Samstag ändern. Von Jadran Pesic

Obwohl es die Tabellenkonstellation nicht erahnen lässt, stehen die Handballer der VT Zweibrücken vor einer der schwersten Auswärtshürden dieser Saison. Am Samstag, 18 Uhr, spielen sie beim HV Vallendar, der bislang eine tolle Rückrunde spielt und sich auf den neunten Platz hochgearbeitet hat. Seit dem Abstieg aus der 3. Liga 2014 konnte die VTZ auswärts beim HVV nicht mehr gewinnen. Dieses Jahr soll es endlich klappen – und damit ein weiterer Schritt Richtung Meisterschaft gemacht werden.

„Wir sind vom Trainer gut vorbereitet worden und wollen am Samstag in Vallendar mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung punkten. Wir wollen weiter in der Erfolgsspur bleiben“, sagt VTZ-Rechtsaußen Tobias Stauch, der für Vallendar selbst jahrelang auf Torejagd ging. So tief der Stachel bei der VTZ nach der bösen Klatsche in Mundenheim (17:26) auch gesteckt hat, so grandios war die Reaktion im Derby gegen den SV 64. Die VTZ besann sich zum richtigen Zeitpunkt auf ihre Stärken bezwang den Stadtrivalen mit 29:25. So schön Derbysiege vor über 1200 Zuschauern auch sein mögen – auch für sie gibt es nur zwei Punkte. Diese gilt es gegen Mülheim zu vergolden.

Der HVV, der vor der Saison Christoph Barthel als neuen Trainer vorgestellt hat, spielt eine Runde mit Höhen und Tiefen. Zunächst zeigte sich die hochveranlagte Truppe unkonstant und handelte sich teils unnötige Niederlagen ein. Doch die Arbeit von Barthel trägt nun erste Früchte. In der Rückrunde musste Vallendar bislang lediglich zwei Niederlagen hinnehmen. Vier Siege in Folge stehen zu Buche. „Es ist jetzt schon fünf Jahre her, dass ich für den HVV gespielt habe. Was ich aber immer noch sagen kann, ist, dass sie sehr heimstark sind. Außerdem arbeitet das Umfeld des Vereins sehr strukturiert und harmonisch“ erklärt Tobias Stauch. Bereits im Hinspiel hatte die VTZ so ihre liebe Mühe. Vallendar verlor zwar 24:26 in Zweibrücken, zeigte aber eine sehr couragierte Leistung.



Obwohl die Trauben beim HVV hoch hängen, will die VTZ dort den heiß ersehnten ersten Auswärtssieg seit 2013 feiern. Auch wenn der Vorsprung auf den ersten Verfolger HF Illtal noch drei Punkte beträgt, wissen die Zweibrücker nur zu gut, dass sie sich keinen Ausrutscher erlauben dürfen.

Am Sonntag, 16 Uhr, empfängt die VTZ-Zweite den HC Schmelz um Spielertrainer und Ex-VTZler Martin Rokay. Der HC schwebte in der Saarlandliga lange in Abstiegsgefahr, konnte sich zuletzt aber etwas von der gefährlichen Zone absetzen. Dennoch kämpft Schmelz noch immer um den Klassenverbleib. Das Hinspiel gewann der HC souverän. So leichte wollen es die Zweibrücker Schmelz diesmal nicht machen. Den Abstieg kann Saarpfalz II zwar nicht mehr  verhindern, dennoch will die Mannschaft in jeder Partie aufs Neue versuchen, den Gegner zu ärgern.