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Vorfreude auf neuen Rasen

 Zum Derby gegen die VBZ strömten fast 800 Zuschauer auf den TSC-Platz. Dessen Zustand lässt jedoch zu wünschen übrig.
Zum Derby gegen die VBZ strömten fast 800 Zuschauer auf den TSC-Platz. Dessen Zustand lässt jedoch zu wünschen übrig. FOTO: mw
Zweibrücken. In der kommenden Saison möchte der TSC auf dem neuen Rasenplatz Fußball spielen. Nach den Zuschüssen von Land und Stadt sind auch die Mitglieder gefragt, das 650 000-Euro-Projekt zu stemmen. Fritz Schäfer

"Wir haben richtig Lust, auf einem guten Rasen zu spielen", sagte der Spielführer des TSC Zweibrücken , Tobias Schön, beim Sportstammtisch des Pfälzischen Merkur . "Da läuft der Ball viel besser. Das macht einfach mehr Spaß." In der kommenden Saison könnten der Abwehrspieler und seine Mannschaftskameraden auf dem neuen Rasen am Wattweiler Berg spielen.

"Wir wollen in der nächsten Saison auf dem Platz spielen können", sagte der Sprecher des TSC, Stephan Heidenreich. Einen genauen Termin konnte auch der TSC-Vorsitzende Wolfgang Schön den zwei Dutzend Mitgliedern nicht nennen. "Da sind noch einige Unbekannte." Zum einen das Wetter und zum anderen die Zahl der Helfer. Doch da war Heidenreich gestern Abend beim Stammtisch zuversichtlich, dass die Mitglieder den Verein unterstützen.

Die Eigenleistung sprach auch Andreas Nickenig an, der die Vereinsführung beim Finanzplan unterstützt. Das Projekt ist mit 650 000 Euro veranschlagt. Vom Land gibt es 210 000 Euro, von der Stadt 157 000 Euro. Der Rest soll durch Eigenleistung , "kleine und große Spenden" und auch über Kredit finanziert werden. Nickenig hofft auf ein "gutes Ausschreibeergebnis", durch das der Preis gesenkt werde.

"Wenn ihr erfolgreich spielt, dann kommen auch die Leute", nahm der frühere TSC-Spieler Kurt Werle die Spieler und Trainer Sanel Nuhic in die Pflicht. "Aber die Leute kommen nicht nur weil Erfolg da ist. Die kommen, weil da Jungs wie der Tobias Schön oder Jan Tüllner spielen, die sie kennen. Und weil die Jungs sich reinknieen." Jugendbetreuer Ibrahim Alsac nannte noch einen Grund für die Unterstützung: "Wir haben 160 Jugendspieler. Denen bringen wir nicht nur das Fußballspielen bei. Wir leisten auch soziale und Integrationsarbeit."

Der TSC fördert seit Jahren das Zusammengehörigkeitsgefühl "der Vereinsfamilie und der Bubenhauser und Ernstweiler", sagte Heidenreich. Das soll auch während der Bauphase nicht verloren gehen. Deshalb plant Ausschussmitglied Wolfgang Stahl Aktivitäten wie "Wie-weit-sind-wir-Partys?". "Das bringt auch Geld ein", lud Heidenreich die Mitglieder ein vorbeizukommen.

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HintergrundDas erste Spiel im Stadion an der Wattweilerstraße wurde am 10. Oktober 1954 angepfiffen. Gegner des TSC Zweibrücken war Borussia Neunkirchen . Die Partie endete 6:6. Das erste Tor erzielte nach wenigen Minuten Hans Arx. Die größte Kulisse (4500) meldete der TSC 1957 bei einer Begegnung gegen den SV St. Ingbert. Nach der Erinnerung des früheren Merkur-Sportredakteurs Hartmut Sutter sollen es in den Jahren 1961 und 1964 gegen den FK Pirmasens noch mehr Zuschauer auf den Rängen gewesen sein. sf

 Der geplante Rasenplatz-Neubau des TSC war Thema beim Merkur-Sportstammtisch gestern Abend. Foto: Martin Wittenmeier
Der geplante Rasenplatz-Neubau des TSC war Thema beim Merkur-Sportstammtisch gestern Abend. Foto: Martin Wittenmeier FOTO: Martin Wittenmeier