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Fairplay
Vorbildliches Verhalten zahlt sich aus

Zweibrücken/Pirmasens. Fußball: Sparkasse Südwestpfalz honoriert Fairplay. Die Frauen waren dabei besser als Männer. Von Hans Pertsch

Weil faires Spiel keine Selbstverständlichkeit ist, belohnt die Sparkasse Südwestpfalz seit vielen Jahren faires Verhalten im Fußballsport. Mit dem Wettbewerb sollen Mannschaften ins Rampenlicht gerückt werden, die sich für Fairplay auf dem Platz einsetzen – ungeachtet ihres sportlichen Erfolges. Das lobte auch Edgar Wallitt, Vorsitzender des Fußballkreises Pirmasens/Zweibrücken, in seiner Begrüßungsrede und appellierte an seine anwesenden Fußballkolleginnen und -kollegen, vom Fairplay-Gedanken nicht nur zu reden, sondern ihn auch zu leben – denn diese Leitidee des Sports sei zeitgemäßer den je.

Mit insgesamt 6450 Euro honoriert die Sparkasse faires Spiel und sportliches Verhalten der Amateur-Fußballmannschaften aus ihrem Geschäftsgebiet, von der C-Klasse bis zur A-Klasse. Bei den Damenmannschaften in der Bezirks- und Landesliga.

Ein aufmerksamer Zuhörer war auch Bundesliga-Schiedsrichter Christian Dingert, der in den Augen der Fußballer auf der anderen Seite steht. Er kommt aus Schönenberg, dem letzten Ort vor dem Saarland, wie er selbst erzählt, und kennt die meisten Vereine der Preisträger aus seiner Schiedsrichtertätigkeit. Denn bevor man in der Bundesliga pfeifen darf, ist es ein weiter Weg durch die unteren Ligen.



Locker erzählt Dingert aus dem Leben eines Bundesligaschiedsrichters. Er kennt die hellen und die dunklen Tage, die alle Referees mal durchmachen müssen. Es wird schnell klar, dass es nicht unbedingt ein Zuckerlecken ist, immer in der Öffentlichkeit zu stehen. „Am zufriedensten ist der Schiedsrichter, wenn nach dem Spiel sein Name nicht in der Zeitung oder der Sportschau genannt wird. Dann habe ich gut gepfiffen“, erklärt der Schiri, der inzwischen auch Fifa-Spiele leiten darf.

Bei der Übergabe der Pokale und Geldpreise lobte Peter Kuntz, Vorstandsmitglied der Sparkasse Südwestpfalz, die Fairness der ausgezeichneten Mannschaften. Der diesjährige Fair-Play-Wettbewerb zeige, dass die regionalen Fußballmannschaften vorbildliches Verhalten beherzigen, was nicht nur für den Sport, sondern für jede Lebenslage gelten muss.

Übrigens: Dass Frauen sich im Fußball fairer verhalten als Männer, zeigt das Ergebnis: Als fairste Damenmannschaft mit vier Strafpunkten wurde die SG Ixheim-Einöd II geehrt. Bei den Herren wurden die SG Heltersberg/Geiselberg II mit 25 Strafpunkten als fairste Herrenmannschaft ausgezeichnet.