| 16:11 Uhr

Eishockey-Regionalliga
Vor Tempo des Gegners gewarnt

Terry Trenholm, Trainer des EHC Zweibrücken. Foto: Wittenmeier
Terry Trenholm, Trainer des EHC Zweibrücken. Foto: Wittenmeier FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken spielt am Freitag beim Ersten Bietigheim. Von Martin Wittenmeier

Das wird eine verdammt knifflige Aufgabe: Schließlich wartet am Freitagabend (7.12.) nicht irgendwer, sondern der Tabellenführer auf den EHC Zweibrücken. Um 20 Uhr gehen die Hornets in der EgeTrans-Arena beim SC Bietigheim-Bissingen aufs Eis, der die Regionalliga Südwest momentan mit 25 Punkten anführt, allerdings auch schon einmal mehr im Einsatz war, als die Zweibrücker (18). Mit einem Sieg wäre der Ligafünfte wieder mittendrin im Playoff-Rennen und könnte nach Punkten mit dem Vierten Ravensburg gleichziehen, der zur selben Zeit den Dritten Hügelsheim empfängt. Runter bis auf Platz sechs haben noch alle Teams die Chance auf die K.o.-Spiele.

An das erste Aufeinandertreffen mit den „Steelers“ erinnert man sich im Lager der Hornets nur ungern zurück: Zwei Drittel lang hatte die Mannschaft von Trainer Terry Trenholm den Sieg vor Augen und führte mit 6:2, kassierte dann aber im Schlussdrittel sieben Gegentore und lag plötzlich mit 7:8 zurück. Zwar gelang Marco Trenholm kurz vor dem Ende noch der Ausgleich, im Penaltyschießen musste sich der EHCZ aber den starken Gästen aus dem Schwabenland geschlagen geben.

Dabei besticht der Tabellenführer vor allem durch seine Offensivstärke. Mit bereits 72 Toren hat Bietigheim in der Hauptrunde die mit Abstand meisten Treffer erzielt – exakt sechs pro Spiel. „Bietigheim ist eine Mannschaft, die sehr schnell spielt. Das ist ein Punkt, an dem wir noch zulegen müssen. Der Puck muss schneller nach vorne, das Tempo eine Stufe höher, um dort zu bestehen“, erklärt EHC-Coach Trenholm. Beim 5:1-Erfolg am Wochenende gegen Schlusslicht Freiburg habe sein Team zumindest in der Abwehr kompakt gestanden und nur wenig zugelassen.



Helfen, dass die Defensive auch gegen Bietigheim sicher steht, soll Neuzugang Vladimir Zvonik, der am letzten Sonntag sein Debüt im Hornissen-Trikot gab. „Vladimir hat gezeigt, dass er über deutliches Potenzial verfügt. Da ist aber noch Luft nach oben. Im ersten Spiel mit den neuen Teamkollegen muss man sich auch erstmal einfinden“, betont die sportliche Leiterin des EHCZ, Christina Fischer. Wie wichtig Zvonik werden kann, hat das Spiel gegen Freiburg verdeutlicht. Denn im Abwehrverband drohen den Hornets, die Spieler auszugehen. Im Schlussabschnitt konnten die beiden Verteidiger Florian Wendland (Schlagschuss gegen die Hand) und Pascal Sefrin (Knieprobleme) nicht mehr weitermachen. Bernd Hartfelder musste bereits nach dem Warm-Up passen. Ob das Trio am Freitag die Fahrt nach Bietigheim mit antritt, ist fraglich.