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Volleyball-Verbandsliga
SVK überrascht im Doppelpack

 Großer Jubel herrschte beim SVK, nachdem auch der TV Quierschied geschlagen war.
Großer Jubel herrschte beim SVK, nachdem auch der TV Quierschied geschlagen war. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Zweibrücker Verbandsliga-Volleyballer fegen nacheinander die Spitzenteams aus Scheidt und Quierschied aus der Halle. Von Martin Wittenmeier

Etwas ungläubig, aber bestens gelaunt saßen die Spieler des SVK Blieskastel-Zweibrücken nach dem Doppel-Heimspieltag zusammen. „Nicht zu fassen, dass wir die beide weggehauen haben“, staunte Libero Andreas Eitel über die eigene Leistung. Kurz zuvor hatte der Volleyball-Verbandsligist nicht nur den Tabellenzweiten TV Scheidt mit 3:0 (25:22/25:19/25:22) aus der Halle gefegt, sondern anschließend auch noch gegen den Dritten TV Quierschied nach einem Satzrückstand mit 21:25, 25:23, 25:22 und 25:20 gewonnen und sich dadurch selbst auf den vierten Rang verbessert.

„Wer ist mit zwei Siegen und sechs Punkten nicht zufrieden?“, flachste SVK-Spielertrainer Alexander Hoffmann, als er nach seinem Fazit gefragt wurde. „Scheidt und Quierschied haben bestimmt nicht damit gerechnet, dass sie hier heute leer ausgehen.“

Der SVK zeigte sich von der klaren Niederlage bei Tabellenführer Wiesbach gut erholt. Gegen Scheidt nahm die Hoffmann-Truppe von Beginn an das Heft in die Hand und setzte den Gegner mit aggressiven Angaben unter Druck. Der Tabellenzweite, der sich in dieser Saison bislang nur Spitzenreiter Wiesbach geschlagen geben musste, kam damit nicht zurecht. Über 9:5 und 20:12 ging der erste Durchgang mit 25:22 an den SVK, der nach dem Seitenwechsel genauso weitermachte. Schon früh setzten sich die Zweibrücker auf 9:3 ab und brachten ihren Vorsprung ohne Probleme mit 25:19 ins Ziel. „Scheidt war nicht in der Topbesetzung angereist, was unsere Leistung allerdings nicht schmälert“, betonte Hoffmann.



Mit dem 0:2 im Rücken hatte der TVS nichts mehr zu verlieren und warf jetzt alles rein. So erspielten sich die Gäste zunächst eine kleine Führung (9:6). Mitte des Satzes fanden die SVKler aber wieder in die Spur. Kleinigkeiten erschwerten in dieser Phase den Scheidter Spielaufbau und auch im Block war der TVS ein ums andere Mal zu spät. Dazu gelang es SVK-Mittelangreifer Stefan Nezlaw, „viele Bälle am Netz wegzumachen“. Nach einer Auszeit hatte der SVK einen Lauf. Bei 16:16 war der Satz wieder ausgeglichen und wenig später das Spiel auch schon vorbei. Die Zweibrücker verwandelten ihren dritten Matchball zum 25:22 und sorgten damit für die erste große Überraschung des Abends.

Die zweite folgte im Anschluss gegen den TV Quierschied, auch wenn zunächst nicht viel darauf hindeutete. Der SVK wirkte im ersten Satz etwas müde, zudem funktionierte die Annahme nicht wie erhofft. „Dadurch waren wir zu durchschaubar und konnten unsere Angriffe nicht variabel gestalten“, erklärt Hoffmann. Quierschied nutzte den Zweibrücker Schwachpunkt aus und sicherte sich über 16:10 den ersten Satz mit 25:21. Doch die Hausherren spürten, dass an diesem Tag mehr möglich war. „Die Stimmung war gut. Wir haben uns nach dem verlorenen Satz nochmal gegenseitig gepusht und unterstützt“, sah Hoffmann, wie seine Truppe nun immer besser ins Spiel fand. Beide Teams agierten jetzt auf Augenhöhe. Knapp mit 25:23 schaffte der SVK den Satzausgleich.

Und es blieb spannend und umkämpft. Ständige Führungswechsel prägten den dritten Satz, bis in die Schlussphase konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Dann spielten sich die Zweibrücker in einen kleinen Rausch, holten dank sraker Aufschläge von Stefan nezlaw und Daniel Hoffmann fünf Punkte in Folge (22:18). Das reichte, um am Ende mit 25:22 die Nase vorn zu haben.

Der Start in den vierten Durchgang ging dafür gründlich daneben. Nach einigen Unkonzentriertheiten führte der TVQ schnell mit 9:3. Doch der SVK rappelte sich auf und kämpfte sich nicht nur wieder heran (13:13), sondern drehte den Durchgang komplett und hatte beim Stand von 24:20 vier Matchbälle. Als dann eine Quierschieder Angabe ins Aus segelte, rissen alle Zweibrücker Spieler jubelnd ihre Arme hoch.

„Entscheidend waren die guten Aufschläge, die breite Bank und die Variabilität im Angriff, durch den stetigen Einsatz der Rückraumspieler. Das haben wir im Training einstudiert und im Spiel erfolgreich umgesetzt“, freute sich Hoffmann, dass der Plan aufgegangen war. „Wenn wir immer so spielen würden, wären wir ganz oben mit dabei. Leider schleichen sich immer wieder Phasen ein, in denen es nicht läuft. Aber heute war das schon fast perfekt“, freute sich Hoffmann über die nicht unbedingt eingeplanten Punkte.

Und nach der Partie gab es direkt noch zwei weitere Überraschungen für die Zweibrücker Volleyballer: Erstens konnte eine Fensterbau-Firma als neuer Sponsoring-Partner angeworben werden. Zudem wird in Zukunft Sportphysiotherapeutin Laura Simon die SVK-Herren bei den Spielen unterstützen und in Topform bringen.

Denn für den SVK geht die Runde am 16. Februar auswärts weiter. Dann ist man beim punktgleichen Tabellennachbarn TV Klarenthal 2 zu Gast. Spielbeginn ist um 19 Uhr.