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Volleyball
Limbach scheitert knapp

Beim Final um den Saarlandpokal feierte am Ende der TV Bliesen (blau) den Titel. Die LImbacher kämpften stark, mussten sich aber geschlagen geben.
Beim Final um den Saarlandpokal feierte am Ende der TV Bliesen (blau) den Titel. Die LImbacher kämpften stark, mussten sich aber geschlagen geben. FOTO: Peter Franz
limbach/Rohrbach. Vor einer tollen Kulisse fanden am Sonntag die Saarlandpokal-Endspiele im Volleyball in der Rohrbachhalle statt. Bei den Herren siegte der Titelverteidiger, bei den Damen gab es einen neuen Sieger. Von Lucas Jost

Die volle Dröhnung Volleyball gab es am Sonntag in der Rohrbachhalle in St. Ingbert. Dort richtete der TV Rohrbach die Endspiele um den Saarlandpokal aus. Im ersten Finale des Tages kam es zum Duell zwischen Drittligist TV Bliesen und dem TV Limbach aus der Oberliga – eine klare Angelegenheit für die Herren des TVB, oder? Fehlanzeige! Limbach lieferte einen beeindruckenden Kampf und sicherte sich den umkämpfen ersten Satz sensationell mit 28:26. Der Oberligist spielte von jedem Druck befreit. Sämtliche Spieler, die sich gerade nicht auf dem Feld nach Bällen warfen oder zum Block hechteten feierten jeden Punkt- wie einen Satzgewinn und den Satzgewinn wie den Titel. Angefeuert vom Großteil der 250 Zuschauer, die sich auf der proppenvollen Tribüne auf die Seite des Außenseiters gestellt hatten und für zusätzliche Beschallung sorgten, spielte die Mannschaft wie beflügelt. „Das hat uns gepusht. Dann spielt man über seinem Limit“, bestätigte Tilmann Knödler.

Limbach legte im zweiten Satz nach, drehte einen 8:11-Rückstand in ein 16:13, musste sich am Ende aber mit 21:25 geschlagen geben: „Es war geil. Wenn wir da einen Ticken draufgelegt hätten, hätten wir den gewinnen können. Aber dann hätten wir 2:3 verloren“, sagte der Limbacher Spielführer lachend. Denn in der Folge machte sich der Leistungsunterschied, körperlich wie spielerisch, zunehmend bemerkbar. Der Drittligist spielte nun deutlich souveräner, gewann den dritten Durchgang 25:11, den vierten 25:18 und verteidigte seinen Titel letztlich ungefährdet. Tobias Merkel vom TV Bliesen blieb trotz des Erfolgs ruhig. „Ich sage mal so: Pflichtaufgabe erfüllt. Wir konnten heute nur verlieren. Limbach hatte am Anfang richtig Oberwasser, aber unterm Strich haben wir gezeigt, dass wir die stärkere Mannschaft waren.“ Viel Zeit zum Feiern gab es nicht, schließlich war Sonntag. Daher bliebe es bei, so Merkel, bei „ein, zwei Bier vielleicht.“

Die ersten Kaltgetränke flossen parallel zum zweiten Endspiel, in dem sich die Damen des SSC Freisen (3. Liga) und der VSG Saarlouis (Regionalliga) gegenüberstanden. Doch im Gegensatz zum Herren-Finale konnte der Außenseiter nicht überraschen. Saarlouis steigerte seine Leistung zwar kontinuierlich, blieb insgesamt aber ohne Chance. Freisen sicherte sich mit 25:13, 25:14 und 25:18 den Gewinn des Saarlandpokals. Das klare Ergebnis trübte die Freude bei der VSG nicht. „Ich hätte das nicht für möglich gehalten. Das Pokalfinale war sicher eine Überraschung. Das war eine tolle Chance für die jüngeren Spielerinnen“, meinte VSG-Mittelblockerin Steffi Höwer, die dem verdienten Sieger ihre Glückwünsche entsandte: „Sie haben ein seit Jahren eingespieltes Team mit Spielerinnen aus der Region. Da darf man ganz herzlich gratulieren.“ Brigitte Schumacher konnte ihre Freude über den endlich geglückten Erfolg nicht verbergen: „Wir haben nie damit gerechnet. Als ich noch gespielt habe, war immer gegen die VSG Saarlouis Schluss. In den letzten Jahren gegen den TV Holz. Als wir die im Halbfinale ausgeschaltet haben, war der Weg frei“, blickte die Trainerin des SSC Freisen einen Tag nach dem aufreibenden 3:2-Liga-Erfolg über den TV Lebach zurück. „Ich war froh, dass es heute nicht so knapp war“, meinte sie. Und der Pokal? Wo der sich gut machen würde, schwebt ihr bereits im Kopf. „Vielleicht können wir den Pokal ja im Rathaus platzieren.“