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Voltigieren
"Vielleicht sind die Weltmeister von 2026 dabei"

Schon die kleinsten PSG-Voltigierer zeigten, was sie können.
Schon die kleinsten PSG-Voltigierer zeigten, was sie können. FOTO: Cordula von Waldow
Zweibrücken. „Unser Nachwuchs braucht eine Plattform und die haben wir ihm geboten“,stellte Sandra Schwebius erfreut fest. Für die Kinder sei es etwas ganz besonderes gewesen, bei einer solchen Kulisse in den Zirkel einzulaufen: „Die waren stolz wie Oskar.“ Die Vorsitzende der VRG Südwestpfalz und Turnierleiterin war selbst überrascht von der voll besetzten Tribüne und dem großen Interesse der Teilnehmer und Zuschauer an dem ersten breitensportlichen Voltigierturnier nach der Wettbewerbsordnung WBO, zu dem der Verein in die große Reithalle des Landgestüts eingeladen hatte. Von Cordula von Waldow

Von morgens um acht bis abends um 18.30 Uhr hatten sich die Nachwuchsvoltigierer in zehn voll besetzten Prüfungen leistungsmäßig gemessen.

Allein 22 Gruppen mit Kindern ab dem sechsten Lebensjahr zeigten mit Pflicht- und Kürprogramm im Schritt, was sie auf dem schwankenden Pferderücken bereits turnen können. „Wir haben bewusst auch hier benotetet und nicht nur verbal beurteilt“, erklärte die Turnierleiterin. „Ihr solltet dennoch mehr auf das Gesprochene, das Geschriebene und auf den Kommentar achten als auf die Noten“, empfahl Richter Leo Laschet dem Nachwuchs bei der Siegerehrung. Denn das Regelwerk mache bei der Bewertung keine Altersunterschiede.

Neben Schleifen und Ehrenpreisen erhielten alle Sieger auch einen Pokal. „Vielleicht sind hier auch die zukünftigen Weltmeister von 2026 dabei“, kommentierte Laschet. Der Bundenbacher, der gemeinsam mit Kollegin Susanne Fuchs zehn Stunden lang begutachtet und benotet hatte, bestätigte allen Teilnehmern eine „gute Grundlage für einen weiteren Aufbau“.



Vor allem die Voltigiervereine der Region waren nicht nur zahlenmäßig reich vertreten, sondern wurden für ihre gute Arbeit auch mit vorderen Plätzen belohnt. Die Gastgeber selbst siegten im Wettbewerb der E-Gruppen mit ihrem Team Pegasus auf Verlasspferd Möbel Martin‘s Charly, longiert von Sina Barber. Mia Lang erhielt die Goldene Schleife im Fördereinzel Klasse L, Nele Mauss und Lina Manuel, alle drei longiert von Isabelle Veit, wurden in der A-Klasse Dritte und Vierte. Die zweite Mannschaft der VRG belegte in der Pflichtprüfung der L-Gruppen auf dem für sie neuen Pferd Fario gleich Rang drei hinter der siegreichen ersten Mannschaft des VC Homburg. Dessen vierte Mannschaft siegte bei den Nachwuchsgruppen, die ihr Pflichtprogramm im Galopp und ihre Kür im Schritt turnten. In den drei Basis-Gruppen im Schritt gewann jeweils ein anderer Verein der Region: mit der besten Wertnote. Die bereits erfahrenen Voltigierer des RFV Bundenbacherhöhe, vorgestellt von Jessica Kiefer, gefolgt von der PSG Zweibrücken mit der erfahrenen Voltigiererin und Trainerin Barbara Köhler an der Longe sowie die VSG Saarpfalz 4 aus Limbach. Die Anreise gelohnt hat sich für den CE Luxemburg. Liv Scheiwen siegte im Fördereinzel A sowie mit Lilly Wester im Doppelvoltigieren, jeweils longiert von Gabi Nehrbass.

Für die VRG Südwestpfalz ist nach dem Turnier bereits wieder vor dem Turnier: Von 25. bis 28. Oktober sind sie erneut Gastgeber für den Deutschen Voltigierpokal der Mannschaften und im Doppelvoltigieren.