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Viel Staub in der Lettkaul aufgewirbelt

 Da wirbelt der Sand auf: Beim Pfingst-Motocross in Niederwürzbach ging es staubig zu. Bei heißen Temperaturen brachten sich manche Zuschauer gar einen Schirm als Sonnenschutz mit. Fotos: b&b
Da wirbelt der Sand auf: Beim Pfingst-Motocross in Niederwürzbach ging es staubig zu. Bei heißen Temperaturen brachten sich manche Zuschauer gar einen Schirm als Sonnenschutz mit. Fotos: b&b
Niederwürzbach. Beim 55. Pfingst-Motocross ging es in der Lettkaul diesmal besonders heiß und staubig zu. Die zur Freude des Veranstalters vielen Besucher sahen spektakuläre Rennen. Und unter den 30 Startern des MSC Niederwürzbach landete auch ein Fahrer aus Hangard ganz vorne. Heinz Bier

Das 55. Pfingst-Motocross des Motorsportclubs (MSC) Niederwürzbach war eine heiße Sache und zudem eine staubige Angelegenheit. Nachdem die Rennen im vergangenen Jahr wegen starker Regenfälle abgesagt werden mussten, hatten Fahrer und Zuschauer diesmal mit dem anderen Wetterextrem zu kämpfen. Die Besucher kamen am Montag trotz über 30 Grad Celsius.

Und so waren schon am frühen Nachmittag fast alle Parkmöglichkeiten im Bereich der Anlage in der Lettkaul belegt. Nach Vereinsangaben kamen rund 2000 Besucher. Sie erlebten spektakulären Motorsport. "Dass trotz der extremen Hitze so viele Zuschauer gekommen sind, ist sehr erfreulich", meinte Sandra Priester, Pressewartin des MSC Niederwürzbach, im schattigen Tower. Für sie und ihre Mitstreiter war der Pfingst-Motocross, der zu den größten Motorrad-Veranstaltungen im Südwesten zählt, eine große Herausforderung: 80 Helfer, darunter 25 Streckenposten auf dem 1400 Meter langen Parcours, waren im Einsatz.

Es gingen 163 Fahrer in sieben Leistungs- und Altersklassen auf die gut präparierte Strecke, darunter auch 30 Fahrer des veranstaltenden MSC. Nach dem freien Training und dem Pflichttraining am Morgen gingen kurz vor Mittag als Erste die Fahrer der 50-Kubikzentimeter (ccm)-Klasse auf die Strecke. Hier belegte Alexandra Scheller aus Aßweiler, die Tochter des MSC-Vorsitzenden Michael Scheller, nach zwei Durchgängen den zweiten Platz.

Eine starke Leistung zeigte auch Lokalmatador Lukas Kunz in der 85-ccm-Klasse. Nach Platz eins im ersten Durchgang und Platz zwei im zweiten Lauf wurde er im Endklassement Zweiter unter 31 Startern. In der Klasse MX 2 Jugend kamen mit Damien de Muyser (Platz drei), Nils Neumüller (fünf) und Nico Stephan (sechs) gleich drei Niederwürzbacher Fahrer unter die ersten Zehn.

Roppenecker fährt davon

Für die herausragenden Leistungen des MSC sorgten in der Prestigeklasse der Hangarder Ramon Jäckle als Zweiter und Nicolai Neumüller als Dritter. Die meisten Starter waren mit 36 für das Rennen der Cup-Klasse gemeldet. Hier ließ Wesley Roppenecker aus Biesingen die Konkurrenz hinter sich. Der 15-jährige Nachwuchsfahrer des MSC gewann die Cup-Klasse und sicherte sich weitere 25 Punkte für die Wertung des Südwest-Cups.

Als Letzte wagten sich die Senioren in den Staub der Lettkaul, bei denen sich aber kein Teilnehmer aus der Region unter den ersten Zehn platzieren konnte. Wegen einer längeren Unterbrechung nach einem Startsturz wurden die Rennen der Cup-Klasse, der Prestige-, MX 2- und Senioren-Klasse nach nur einem Durchgang gewertet. Pressesprecherin Priester: "Wir haben für die Veranstaltung nur einen bestimmten zeitlichen Rahmen zur Verfügung. Um den nicht zu überschreiten, musste die Rennleitung so entscheiden."

Zwei Mal musste der Notarzt mit dem Rettungshubschrauber Christoph 16 eingeflogen werden. Beim ersten Mal zur Versorgung eines gestürzten Fahrers und nachdem eine Person im Fahrerlager einen Hitzekollaps erlitten hatte. "Beide Male flog der Hubschrauber aber leer zurück", beruhigte der Vorsitzende Michael Scheller.