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Pferdesport
Viel Lob für Islandpferde-Turnier am Landgestüt

 Jens Füchtenschnieder und Katrin Reinert gewannen die beiden ausgelobten Preise beim ersten Islandpferde-Freiluftturnier am Landgestüt.
Jens Füchtenschnieder und Katrin Reinert gewannen die beiden ausgelobten Preise beim ersten Islandpferde-Freiluftturnier am Landgestüt. FOTO: Cordula von waldow
Zweibrücken. Katrin Reiner, deutsche Meisterin der Dressur-Kür der Islandpferde, nimmt aus Zweibrücken neben einem Sieg auch gute Eindrücke mit. Von Cordula von Waldow

„Einfach genial. Wenn es einmal im Monat hier ein Turnier geben würde, würde ich jedes Mal kommen“ sagte Katrin Reiner. Die deutsche Meisterin der Dressur-Kür der Islandpferde vom Hof Ruwerbach im Hunsrück war von den Gegebenheiten im Landgestüt ebenso begeistert, wie die übrigen 100 Teilnehmer am ersten Islandpferdeturnier auf dem großen Reitplatz. Außerdem freute sie sich über ihren Sieg im Viergangpreis mit Erfolgspferd Ás von Kirschgartshausen. Mit einer 6,6 erhielt sie die höchste Final-Wertnote. Auf ihre Teilnahme im Töltpreis verzichtete sie, sodass Bundeskaderreiter Jens Füchtenschnieder als Einziger startete. Mit Hengst Amor frá Holtsmúla erzielte er die gute Wertnote 6,33. Im Z3/T4-Tölt A-Finale siegte er mit Stjörnujarpur vom Schloß Neubronn (6,54) vor Dieter Becker vom Grenzlandhof mit Glæsa vom Akazienhof und der ebenfalls guten Wertnote 6,25. Auf Rang drei und vier landeten mit Pascal Buser auf Ýmir vom Móarbær (6,0) und Laura Leiskau Sleipnir vom Steinadlerhof (5,71) gleich zwei Junioren vom Gestüt Móarbær in Schöneberg-Kübelberg. Sie gehörten zu den erfolgreichen Jugendlichen, die sich auf dem Turnier gegen viele erwachsene Reiter sehr gut behaupteten. So wurde Laura Leiskau mit Sleipnir vom Steinadlerhof (5,0) Vierte im A-Finale Fünfgang. Die Juniorin Clara Delb gewann nach dem Sieg in der Quali des ZF.T7 mit Skúmur frá Skriðu Bronze im A-Finale (5,25). Stallkameradin Sina Kohl siegte mit Þrenna frá Hofi I im A-Finale der anspruchsvollen Töltprüfung Z3/T3 und gewann im Z3/V2-Viergang Bronze. „Die Bedingungen sind perfekt, der Boden erstklassig und die Atmosphäre einzigartig“, lobte die Reiterin vom Gestüt Móarbær. Dass die Anmeldungen dennoch eher verhalten waren, hat für sie mehrere Gründe. Einige Reiter hatten sich bereits für eines der zahlreichen Alternativ-Turniere entschieden. Der Ferienausklang und nicht zuletzt die Hitze waren weitere Argumente. So war Erfrischung auch das Wichtigste. Am Ausritt erhielt jeder Reiter sofort einen Becher mit Wasser. Die Zuschauer bevorzugten Schattenplätze im Gestüt oder der Allee.

Stimmungsvoller Höhepunkt war der Mitternachtstölt am Samstag. Sieben Reiter faszinierten das Publikum neben guten Leistungen vor allem mit ihren Kostümen. Viele, wie der lustig geschminkte Clown, der blinkende Starlight-Express oder das Glitzereinhorn, verlangten eine erhebliche Gelassenheit von ihren Pferden. Das Paar mit den „99 Luftballons“ zeigte Nerven und musste die Prüfung abbrechen. Saskia Scheuer Haukur vom Faulenberger Hof gewann als unscheinbares grünes Monster mit acht Punkten. Den Kostümpreis erhielt Turnierleiter Markus Lacour als „die Braut, die sich nicht traut`` auf Baldur.