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Eishockey-Regionalliga
Verlieren verboten für die Hornets

 Das Duell zwischen den Baden Rhinos aus Hügelsheim und den Hornets gab es in dieser Saison bereits zweimal. Beide Teams konnten je ein Aufeinandertreffen für sich entscheiden.Die Partie in Zweibrücken, hier mit Kenny Matheson (links), der Ex-EHCler Dominik Dech umkurvt, gewann der amtierende Meister Anfang Dezember knapp mit 5:3.
Das Duell zwischen den Baden Rhinos aus Hügelsheim und den Hornets gab es in dieser Saison bereits zweimal. Beide Teams konnten je ein Aufeinandertreffen für sich entscheiden.Die Partie in Zweibrücken, hier mit Kenny Matheson (links), der Ex-EHCler Dominik Dech umkurvt, gewann der amtierende Meister Anfang Dezember knapp mit 5:3. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille
Zweibrücken. Eishockey: Der EHC Zweibrücken kämpft am Samstagabend in Hügelsheim um den Einzug in die Playoffs. Am Sonntag ist der amtierende Regionalliga-Meister zuhause gegen Aufsteiger Mannheim gefordert. Von Martin Wittenmeier

Eine Vorentscheidung im Kampf um den letzten Playoff-Platz in der Eishockey-Regionalliga Südwest wird an diesem Wochenende fallen. Im direkten Duell treffen am Samstagabend um 19.30 Uhr der Tabellenvierte Baden Rhinos Hügelsheim (34 Punkte) und die Hornets aus Zweibrücken (33 Punkte), aktuell Fünfter, im Baden Airpark aufeinander. Bei einer Niederlage wäre der EHC Zweibrücken wohl endgültig raus aus dem Playoff-Rennen. Zumal Hügelsheim noch fünf Spiele vor sich hat, die Hornets lediglich vier. „Wenn wir in Hügelsheim verlieren, wird es fast unmöglich, die Playoffs noch zu erreichen“, unterstreicht EHC-Trainer Tomas Vodicka die Bedeutung dieser Partie.

In dieser Spielzeit ist es das dritte Aufeinandertreffen beider Teams. Bislang waren beide Partien Duelle auf Augenhöhe. In Hügelsheim gewannen die Baden Rhinos erst im Penaltyschießen. Damals verspielte die Vodicka-Truppe im Schlussdrittel eine Zwei-Tore-Führung und musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen. Das Rückspiel in Zweibrücken ging mit 5:3 an die Hornets. Marc Lingenfelser dürfte sich besonders gerne an diese Partie zurückerinnern. Der Stürmer der Hornets war an allen fünf Treffern seiner Mannschaft beteiligt und sorgte fast im Alleingang, dass die drei Punkte diesmal in der Peter-Cunningham-Memorial-Arena blieben.

„Wir kennen den Gegner gut. Der Hügelsheimer Kader hat sich in den letzten Jahren kaum verändert, besitzt reichlich Erfahrung und ist bestens eingespielt. Es wird vermutlich wieder ein enges Match“, blickt Tomas Vodicka voraus. Bei Hügelsheim stechen besonders die beiden Kanadier Cedrick Duhamel und Mathieu Fleury heraus. Die Kontingentspieler gehören mit 37 und 30 Punkten zu den Topscorern der Regionalliga. Vor der Saison wurde das Team ganz gezielt auf der Position des Torhüters verstärkt. Max Häberle wechselte aus Bietigheim zu den Rhinos. Vor wenigen Wochen wechselte Hügelsheim zudem den Trainer. Im Dezember übernahm Pascal Winkel das Amt von Terry Trenholm.



Das Team um Tomas Vodicka fährt mit dem kompletten Kader nach Hügelsheim. Stand-by-Spieler Benedikt Peters wird am Samstag zum dritten Mal in dieser Saison für die Hornets auflaufen und auch Felix Stokowski kehrt nach seiner verbüßten Sperre ins Team zurück. Fehlen wird wohl nur Kapitän Stephen Brüstle, der in Schwenningen eine Spieldauerstrafe kassiert hatte. „André Nunold und Brad Cuzner sind noch angeschlagen, dürften aber beide rechtzeitig fit werden“, hofft Vodicka, dass alle Mann mit an Bord sind. Ob der 34-Jährige, der am vergangenen Wochenende im Pokal gegen Bitburg sein Comeback auf dem Eis gab, selbst aufläuft, entscheidet sich kurzfristig. „Eigentlich habe ich schon vor, zu spielen, aber die Leiste zwickt noch ein wenig.“

Der Kartenvorverkauf für das vorentscheidende Spiel läuft sehr gut. Vor einer vermutlich großen Zuschauerkulisse werden auch viele Zweibrücker Fans im Baden Airpark erwartet.

Keine 24 Stunden später müssen die Hornets schon wieder ran. Im Heimspiel am Sonntag (19 Uhr) gegen die Maddogs aus Mannheim sind die Rollen allerdings klar verteilt. Mit lediglich elf Zählern liegt der Aufsteiger auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die beiden bisherigen Spiele waren jeweils klare Angelegenheit für den EHCZ: Mit 8:4 und 10:1 gewannen die Zweibrücker gegen Mannheim.

Mit Thorsten Kilthau und Leon Bachstein stehen zwei ehemalige Hornissen im Kader von Trainer Sascha Trivunov. Vor der Saison gelang es den Maddogs Artem Klein unter Vertrag zu nehmen. Der Deutschrusse verfügt über reichlich Erfahrung in der Oberliga und kann auch einige Einsätze in der DEL 2 vorweisen. In der ligaweiten Scorerliste liegt Klein mit 39 Punkten auf Rang fünf. „Mannheim hat schon einigen Mannschaften Probleme bereitet, wir werden sie nicht unterschätzen“, ist Vodicka jedenfalls gewarnt. Denn einen Ausrutscher dürfen sich die Hornets in den verbleibenden vier Hauptrundenspielen nicht mehr erlauben.