| 23:35 Uhr

1. FC Saarbrücken
Verbandsgericht bestätigt FCS-Strafe

Niederlage vor Gericht, Sieg auf dem Platz: Pflicht erfüllt, scheint sich FCS-Kapitän Manuel Zeitz (links) nach seinem Tor zum 3:1 beim Nachholspiel am Dienstagabend gegen den machtlosen Walldorfer Torwart Jürgen Rennar zu denken. Auch die Saarbrücker Auswechselspieler jubeln.
Niederlage vor Gericht, Sieg auf dem Platz: Pflicht erfüllt, scheint sich FCS-Kapitän Manuel Zeitz (links) nach seinem Tor zum 3:1 beim Nachholspiel am Dienstagabend gegen den machtlosen Walldorfer Torwart Jürgen Rennar zu denken. Auch die Saarbrücker Auswechselspieler jubeln. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken/Jägersburg . Gestern Abend fiel das Urteil zum Pyrotechnik-Skandal beim Pokalspiel in Homburg. Von Patric Cordier

Das Verbandsgericht des Saarländischen Fußballverbands (SFV) hat am Mittwochabend das Urteil der Verbands-Spruchkammer gegen den 1. FC Saarbrücken wegen des Fehlverhaltens von Anhängern im Viertelfinale des Saarlandpokals beim FC Homburg bestätigt.

Damit bleibt es bei 5000 Euro Geldstrafe, einem Teilausschluss der Anhänger im Halbfinale beim FSV Jägersburg, künftig verschärften Sicherheitsauflagen sowie der Androhung des Ausschlusses aus dem Wettbewerb im Falle der Wiederholung der pyotechnischen Umtriebe. Das Abbrennen der Pyrotechnik war ursächlich für dieses Urteil. „Ich hatte mit dieser Entscheidung eigentlich gerechnet“, sagte FCS-Vizepräsident Dieter Ferner gestern, „uns liegt noch keine Begründung vor. Darum werden wir diese abwarten und dann noch einmal prüfen, welche weiteren Möglichkeiten uns noch offen stehen.“

Normalerweise bleibt nach dem Spruch des Verbandsgerichtes nur noch ein Gnadengesuch an den SFV-Vorstand. Ob dies erfolgreich ist, darf bezweifelt werden. Schließlich hatte genau dieses Gremium Widerspruch gegen das Urteil eingelegt – es sei zu milde.



„Die Quote erfolgreicher Gnadengesuche ist gering. Das heißt aber nicht, dass wir nicht miteinander reden werden und schauen, wie wir künftig mit solchen Spielen umgehen“, sagte SFV-Präsident Franz-Josef Schumann. „Ich hoffe, dieses Urteil setzt ein Signal. Damit die Chaoten sich ihr Tun künftig zwei Mal überlegen.“