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Homburger Bergrennen
Uwe Lang ist König der Käshofer Straße

 Vollgas am Teilstück „Beeder Brünnchen“ gibt Uwe Lang aus Schweinfurt, der Gesamtsieger des 44. Homburger ADAC-Bergrennens.
Vollgas am Teilstück „Beeder Brünnchen“ gibt Uwe Lang aus Schweinfurt, der Gesamtsieger des 44. Homburger ADAC-Bergrennens. FOTO: mh / Markus Hagen
Homburg. Der 52-jährige Schweinfurter hat gestern zum dritten Mal das Homburger Bergrennen gewonnen. Die Zukunft des Traditionslaufs ist allerdings ungewiss: Ein Nachfolger für den scheidenden Organisationsleiter wird händeringend gesucht. Von Markus Hagen

Uwe Lang aus Schweinfurt heißt der strahlende Sieger des 44. Homburger ADAC-Bergrennens. Mit seinem Rennboliden – einem 360 PS starken Osella PA 20 S EVO – benötigte er für die drei Wertungsläufe gestern Nachmittag insgesamt 3:26,237 Minuten. Der 52-jährige Sieger hatte damit in der Gesamtwertung klar die Nase vorne.

Platz zwei ging an den Neuwieder Frank Debruyne auf einem Dallara F 303 mit einer Zeit von 3:28,669 Minuten vor Robin Faustini, der großen Überraschung des Bergrennens. Der erst 19-jährige Faustini aus Suhr/Schweiz überraschte mit seinem Reynard 92D F 3000 bei seinem erst dritten Bergrennen in seiner noch jungen Motorsportkarriere mit einer Zeit von 3:29,840 Minuten als Gesamtdritter.

 „Ich habe ganz schön kämpfen müssen. Aber es hat alles sehr gut geklappt“, freute sich Uwe Lang. Im dritten und letzten Wertungslauf am frühen Sonntagabend legte er mit 1:08,016 Minuten für die 2,6 Kilometer lange Strecke mit ihren 14 Kurven nochmals eine neue Tagesbestzeit hin und hielt damit die Konkurrenz sicher in Schach. Der nach zwei Läufen Zweitplatzierte Antony Loeuilleux aus dem französischen Aire lang noch auf Schlagdistanz zu Uwe Lang. Aber zum dritten Lauf konnte der Franzose wegen eines technischen Defekts an seinem Fahrzeug Formula Master Tatuus nicht mehr starten. Lang fuhr ungefährdet zu seinem dritten Gesamtsieg bei diesem vom Homburger Automobilclub organisierten Bergrennen.



 Die vierfache Deutsche Bergmeister von 2007, 2010, 2011 und 2013 erklärte seine Tagesbestzeit im letzten Wertungslauf damit, dass „witterungstechnisch alles gestimmt hat.“ Nachdem für eine gute Stunde doch noch die Sonne aus dem wolkenverhangenen Himmel hervorschaute, stieg die Asphalttemperatur um einige Grad.“ Dieser Temperaturanstieg hat sich schon bemerkbar gemacht“, meinte Lang, der seit 1986 im Motorsport aktiv ist.

 Indes zog der Veranstalter, der Homburger Automobilclub, eindurchweg positives Fazit seiner zweitägigen Motorsportveranstaltung. Organisationsleiter Hartmut Schöffler zeigte sich mit den über 2000 Zuschauern an beiden Tagen zufrieden. „Die Veranstaltung verlief bis auf wenige, kleine Ausrutscher, die aber glimpflich verlaufen sind, hervorragend ab. Die Witterung hat gestimmt.“

Schöffler war nach 44 Jahren zum letzten Mal in leitender Position als Organisationleiter tätig. Der 73-jährige hört aus Altersgründen auf. Händeringend sucht man beim HAC nach einem Nachfolger für Schöffler: „Wir werden das Rennen erst einmal nachbesprechen“, sagt der scheidende Organisationsleiter. Wer seine Nachfolge antritt, und ob es überhaupt im nächsten Jahr wieder ein Bergrennen geben kann, sei vollkommen offen. Eines ist aber auch klar: Ohne einen Organisationsleiter kann es diese Traditionsveranstaltung auf der Käshofer Straße nicht mehr geben.

 Uwe Lang kann zufrieden sein. Der 52-jährige Schweinfurter gewann mit seinem 360 PS starken Osella PA 20 S EVO auf der Käshofer Straße. Für Lang war es bereits der dritte Sieg in Homburg.
Uwe Lang kann zufrieden sein. Der 52-jährige Schweinfurter gewann mit seinem 360 PS starken Osella PA 20 S EVO auf der Käshofer Straße. Für Lang war es bereits der dritte Sieg in Homburg. FOTO: mh / Markus Hagen