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Unnötige Niederlage für den FCH

 Viel Einsatz – selbst im Sitzen – zeigte FCH-Kapitän Andreas Gaebler gegen den 1. FC Kaiserslautern (rechts im Bild: Jan-Lucas Dorow). Am Ende verloren die Homburger allerdings mit 0:1 auf dem Betzenberg.Foto: Hagen
Viel Einsatz – selbst im Sitzen – zeigte FCH-Kapitän Andreas Gaebler gegen den 1. FC Kaiserslautern (rechts im Bild: Jan-Lucas Dorow). Am Ende verloren die Homburger allerdings mit 0:1 auf dem Betzenberg.Foto: Hagen FOTO: Hagen
Kaiserslautern. Der FC Homburg hat seine erste Niederlage in der laufenden Regionalliga-Saison kassiert. Beim 1. FC Kaiserslautern II verlor das Team von Trainer Jens Kiefer gestern Abend mit 0:1 (0:0). Das Tor des Abends fiel in der 77. Spielminute. Markus Hagen

Auch im zweiten Saisonspiel hat das Team von Trainer Jens Kiefer in der Fußball-Regionalliga Südwest keinen Sieg einfahren können. Vollkommen unnötig verlor der FC Homburg am gestrigen Abend vor 680 Zuschauern bei der U23 des 1. FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion mit 0:1 (0:0).

"In der ersten Halbzeit verlief die Partie so, wie ich mir das vorgestellt habe", erklärte Kiefer nach dem Spiel. Seine Elf ließ gegen die Pfälzer kaum Torchancen zu und stand recht sicher in der Abwehr. Allerdings lief auch beim FC Homburg im Angriff wenig zusammen, wenn man von einer Kopfballchance von Emil Noll nach einem Freistoß von Andre Kilian (7.) einmal absieht. "Hier hätte ich mir mehr Durchschlagskräftigkeit bei den Kontern gewünscht", so Kiefer.

Im Homburger Strafraum gab es aber auch für die U23 des 1. FC Kaiserslautern nicht viel zu holen. Manuel Müller (9.) hatte die erste Torchance für den Gastgeber. Fünf Minuten später klärte Homburgs Torhüter David Buchholz gegen Sebastian Jakob in höchster Not. Danach hatten beide Mannschaften in der Offensive ihr Pulver verschossen. Der FC Homburg, der diesmal mit Kai Hesse nur einen Stürmer ins Spiel schickte, überstand eine auf spielerisch mäßigem Niveau stehende erste Halbzeit ohne Gegentor.

Auch die zweite Halbzeit war über weite Strecken von vielen Fehlpässen und hohen Bällen in die Offensive von beiden Mannschaften geprägt. Die erste gute Möglichkeit für die Homburger ließ Marc Gallego (50.) aus. Auf der Gegenseite vergab Jan-Lucas Dorow (56.) für Kaiserslautern die Führungschance. Der FC Homburg bekam nun Ball und Gegner immer besser in den Griff. Jens Kiefer: "Wir waren sehr gut im Spiel und haben leider die Möglichkeiten nicht genutzt." Mit Angelo Vaccaro (67.) brachte er einen zweiten Stürmer. Doch der Schuss ging nach hinten los. Nach einem Eckball für den FC Homburg startete der FCK einen Konter über Jakub Swierczok, der von Kevin Lahn abgeschlossen wurde. Der hatte aus sechs Metern keine Mühe, den Ball zum Tor des Abends (77.) einzudrücken. Kiefer: "Das war einfach Pech, dass wir nach einem eigenen Eckball in einen Konter liefen."

Der Lauterer Jakub Swierczok (86.) traf noch die Latte des FCH-Tores. Doch einen Punkt hätte der FC Homburg sich dennoch verdient gehabt. Angelo Vaccaro scheiterte allerdings in der Nachspielzeit aus vier Metern am Lauterer Torwart Pollersbeck. "Es war eine mehr als bittere Niederlage für uns. Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen", so das Fazit des Homburger Trainers Jens Kiefer. 35 Minuten Fußball zum Abgewöhnen, eine deftige Kabinenpredigt und in der zweiten Hälfte dann ein richtig gutes Regionalligaspiel abgeliefert: Der SVN Zweibrücken hat seine Bewährungsprobe beim KSV Baunatal trotz einiger Anlaufschwierigkeiten erfolgreich bestanden. Die ersten drei Punkte im Kampf um den Klassenverbleib sind eingefahren.

Der Regionalliga-Auftakt seiner Mannschaft hat SVN-Trainer Adis Herceg allerdings gar nicht geschmeckt, in der ersten Hälfte habe man "zwei, drei Mal richtig Glück gehabt". "Wenn Baunatal da ein Tor macht, gehen wir baden. Wir müssen uns bei Thorsten Hodel bedanken, dass wir ohne Gegentreffer in die Pause gegangen sind." Insbesondere taktisch und läuferisch lieferten die Niederauerbacher eine ganz schwache Leistung. "Wir haben ein Team, das mit kurzen Pässen schnell nach vorne spielen kann und dann schlagen wir nur lange Bälle aus der Abwehr", ärgerte sich Herceg über den mangelnden Spielaufbau. "Ich war richtig sauer auf die Jungs." Die anschließende Pausenansprache verfehlte ihre Wirkung nicht. Im zweiten Durchgang habe man "guten Regionalligafußball gezeigt und dann auch verdient die drei Punkte geholt".

Viel Zeit, die Fehler abzustellen, bleibt ohnehin nicht. Die Englische Woche hält heute schon das erste Heimspiel im Westpfalzstadion parat. Um 19 Uhr empfängt der SVN die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim . "Unser verletzter Spieler Nico Müller war am Samstag in Hoffenheim vor Ort und hat den Gegner beobachtet. Wenn wir hier etwas Zählbares mitnehmen wollen, müssen wir uns stärker präsentieren als in Baunatal . Die TSG hat eine gute Truppe und kann zudem Spieler von oben und von unten holen", warnt Herceg vor den Kraichgauern. Eine Schwachstelle hat er dennoch ausgemacht: "Hoffenheim ist eigentlich viel zu professionell, da schauen die Spieler oft nur auf ihren eigenen Vorteil. Wir sind inzwischen eine echte Einheit, in der jeder für den anderen rennt."

Auf die Dienste von Stürmer Lukas Ehlert muss der SVN vorerst verzichten. Der 21-Jährige hat sich im Training einen Mittelfußbruch zugezogen und fällt acht bis zwölf Wochen aus. Eine Verstärkung für die Offensive soll deshalb noch kommen: "Im Sturm sind wir nicht so breit aufgestellt, wir suchen noch einen Mann, der ganz vorne oder als hängende Spitze spielen kann." Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt hat der 1. FC Saarbrücken gestern Abend einen Fehlstart in die Fußball-Regionalliga gerade noch einmal so abgewendet. Die Mannschaft von FCS-Trainer Fuat Kilic schaffte gegen den SC Freiburg II einen späten 2:1 (0:0)-Erfolg. Mann des Tages vor knapp 4000 Zuschauern im Saarbrücker Ludwigspark war der eingewechselte Felix Luz. Nach einer Flanke von Matthew Taylor besorgte er mit einem sehenswerten Fallrückzieher den 1:1-Ausgleich in der 66. Spielminute. Und nicht nur das: Sieben Minuten vor dem Ende tankte sich Luz gegen zwei Freiburger durch, seine Hereingabe nutzte Taylor zum 2:1-Siegtreffer.

Kurz nach der Pause waren die Saarbrücker zunächst in Rückstand geraten: Daniele Gabriele legte von der Grundlinie ab, Almpanis traf zum 0:1 ins lange Eck (48.).

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Auf einen BlickFC Homburg: Buchholz - Gaebler, Halet, Noll, Wolf - Fischer (84. Grimm) - Gallego, Kilian (67. Vaccaro), Kröner, Schäfer (59. Stegerer) - Hesse. Schiedsrichter: Reichel Zuschauer: 680Tor: 1:0 (77.) Lahn Gelbe Karte: Kröner (FCH). mh