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Tischtennis
Chancenlos ins Abenteuer Regionalliga?

LIMBACH. Der TV Limbach gewinnt nach der Meisterschaft in der Oberliga auch den Tischtennis-Saarlandpokal. In der kommenden Saison startet die Mannschaft nun doch in der Regionalliga – rechnet dort aber mit dem Abstieg. Von Stefan Holzhauser

Hinter den Tischtennisspielern des TV Limbach liegt eine äußerst erfolgreiche Spielzeit. Zunächst konnten sich die Limbacher in der Oberliga Südwest mit 32:4 Punkten vor dem TV Nassau (31:5 Zähler) die Meisterschaft sichern. Danach war aber zunächst unklar, ob der TVL aus personellen Gründen den Aufstieg in die Regionalliga wahrnimmt. Die Krönung einer tollen Saison war dann der Finalsieg im Saarlandpokal. Der Oberliga-Titelträger konnte sich deutlich mit 4:1 gegen den Vize-Meister der Landesliga, die TTG Wustweiler-Uchtelfangen, durchsetzen.

Mathias Hübgen brachte die Limbacher durch einen deutlichen 3:0-Satzerfolg gegen Kevin Comtesse mit 1:0 in Führung. Anschließend setzte sich TTG-Akteur Sebastian Niederstrasser mit 3:2 gegen Aleksandar Grujic durch. Wichtig für die Limbacher war dann der 3:1-Sieg von Marko Vujic über Michal Jastrzebowski. Das Doppel Hübgen/Grujic bezwang Niederstrasser/Comtesse mit 3:2. Und den Schlusspunkt setzte Hübgen durch das 3:1 gegen Niederstrasser. Für den Franzosen war es die erste Saisonniederlage in Meisterschaft und Pokal überhaupt.

„Der Sieg war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Christoph Wagner und ich waren aufgrund der Mehrfachbelastung nicht mit dabei. Deswegen sind wir auch in den letzten vier Jahren gar nicht mehr im Saarlandpokal angetreten. Aber die Jungs wollten den Wettbewerb spielen“, erklärt der Limbacher Routinier Christian Schleppi. Im Viertelfinale hatte sich der TVL knapp mit 4:3 gegen die DJK Saarlouis-Roden durchgesetzt. In der Vorschlussrunde wurde dann der TTSV DJK Bous mit 4:1 bezwungen.



Am Vatertag trafen sich die Limbacher dann zu einer Meisterschafts- und Pokalsiegfeier und wollten in deren Rahmen eine Entscheidung über die künftige Klassenzugehörigkeit treffen. „Wir haben beschlossen, dass wir das Abenteuer Regionalliga angehen. Wir werden allerdings in dieser Spielklasse chancenlos sein. Unsere vier jungen Spieler werden stets spielen, ergänzt werden sie immer von zwei der insgesamt vier zur Verfügung stehenden erfahrenen Spielern“, berichtet Schleppi. Man dürfe das Mannschaftstraining in der Saarbrücker Sportschule abhalten. So sei ein gemeinsames Training mit den saarländischen Kaderspielern möglich.