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Handball Oberliga Herren
War’s das für den TV Homburg?

 Für den TV Homburg um Robin Von Lauppert (Mitte) gab es auch gegen den HV Vallendar viel zu selten ein Durchkommen. Jetzt muss der TVH in Sachen Ligaverbleib auf andere hoffen.
Für den TV Homburg um Robin Von Lauppert (Mitte) gab es auch gegen den HV Vallendar viel zu selten ein Durchkommen. Jetzt muss der TVH in Sachen Ligaverbleib auf andere hoffen. FOTO: Markus Hagen / Makus Hagen
Homburg . Handball-Oberliga: Der TV Homburg verliert das Kellerduell gegen Vallendar und setzt in Sachen Ligaverbleib auf das Prinzip Hoffnung. Von Markus Hagen

Die Resthoffnung, im Saisonendspurt noch eine Platzierung zu erreichen, die den sicheren Klassenerhalt bedeutet, war für die Oberliga-Handballer des TV Homburg ohnehin nur noch marginal. Seit Samstag ist sie nicht mehr existent. Der Vorletzte verlor auch das Kellerduell gegen den Drittletzten HV Vallendar zu Hause mit 22: 27 (10:10) und liegt nun elf Punkte hinter dem rettenden Ufer. Stand jetzt muss Homburg nach der Runde den Gang in die Saarlandliga antreten. Doch in Homburg regiert das Prinzip Hoffnung. Denn es gibt noch ein paar Hintertürchen, die den Ligaverbleib über Umwege doch noch sichern könnten. Denn: Nominell gibt es zwar zwei Aufsteiger in die Oberliga. Doch schon in der Vergangenheit haben Vereine das Aufstiegsrecht abgelehnt, weil höhere Kosten und Zeitaufwand in der RPS-Liga für kleinere Klubs schwer zu stemmen sind. Zudem liegt Drittligist VTZ Saarpfalz, der im Falle eines Abstieges in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar versetzt würde, zwar momentan auf einem Abstiegsplatz, hat aber noch Chancen die Klasse zu halten. Wieviele Absteiger es aus der Oberliga letzten Endes geben wird, richtet sich danach, dass die Soll-Stärke von 16 Mannschaften erreicht wird.

Kurzum: Es könnte sich für Homburg lohnen, zumindest den aktuellen vorletzten Tabellenplatz zu verteidigen. Aber auch das wird angesichts der jüngsten Leistung gegen Vallendar – insbesondere im zweiten Spielabschnitt – kein Selbstläufer. Dabei hatte sich TVH-Trainer Jörg Ecker so sehr den dritten Saisonsieg gewünscht. „Der wäre auch drin gewesen, wenn wir Mitte der zweiten Hälfte nicht so viele Bälle im Angriff verworfen hätten.“

Mit den ersten 30 Minuten zeigte sich Ecker noch einverstanden, auch wenn der TVH nur schwer in die Partie fand. Nach acht Minuten führte Vallendar mit 4:1. Doch Homburg schlug zurück. Nach einer knappen Viertelstunde glich Philipp Daume – mit acht Toren bester TVH-Schütze – zum 6:6 aus. Alexey Wetz brachte Homburg sogar mit 10:9 in Führung. Beim Stand von 10:10 wurden die Seiten gewechselt.



Doch erneut verschlief der TVH die Anfangsphase. Bis zur 39. Minute hatte sich Vallendar bis auf vier Tore abgesetzt (16:12). Und Homburg fand keine Antwort mehr. Ecker haderte: „Mir fehlen die Alternativen zum Wechseln. Die Ausfälle von Hendrik Schmidt und Leo Frisch können wir nicht kompensieren.“ Kräftezehrende Aufholjagden seien bei der schmal besetzten Auswechselbank der Homburger derzeit einfach nicht drin. Zudem hatte Robin Von Lauppert, sonst einer der torgefährlichsten TVH-Kräfte, mit nur zwei Treffern einen schwarzen Abend erwischt. Von Lauppert steckt derzeit im Abitur-Stress und konnte daher zuletzt kaum trainieren. Die Gäste aus der Nähe von Koblenz zogen über 22:16 auf 25:17 davon. Nach 60 Minuten stand ein 27:22-Sieg für den HV Vallendar auf der Anzeigetafel der Homburger Sport- und Spielhalle.

Unterdessen plant Ecker die Zukunft des TV Homburg ligenunabhägig. „Es werden mindestens zwei Neue kommen.“ Von der Breite her werde der Kader in der kommenden Runde erheblich besser besetzt sein als der aktuelle – egal ob Saarlandliga oder RPS-Oberliga, verspricht Ecker.