| 21:50 Uhr

Abstiegskampf
Wetz überragt – aber der TVH verliert erneut

 Auch elf Tore von Alexey Wetz (links) reichten dem TVH nicht, um zumindest einen Zähler aus Kastellaun zu entfühen.
Auch elf Tore von Alexey Wetz (links) reichten dem TVH nicht, um zumindest einen Zähler aus Kastellaun zu entfühen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Kastellaun/Simmern. Handball-Oberliga: Für den TV Homburg zieht sich die Schlinge im Tabellenkeller weiter zu. Bei der HSG Kastellaun-Simmern lieferte der Liganeuling eine ansprechende Leistung ab – verlor aber mit 27:31. Von Markus Hagen

Wieder eine Niederlage – und wieder wäre mehr möglich gewesen für den abstiegsbedrohten Handball-Oberligisten TV Homburg. Nach einer starken ersten Halbzeit samt Führung musste sich das Team von Trainer Jörg Ecker beim Fünftletzten der Oberliga, der HSG Kastellaun/Simmern, noch mit 27:31 geschlagen geben.

 „Das sah richtig gut aus, was meine Jungs in den ersten 30 Minuten gezeigt haben“, meinte Ecker. Und das, obwohl seinem Team kurzfristig die erkrankten Hendrik Schmitt und David Klein ausgefallen waren.

Nur zwei Feldspieler saßen folglich am Sonntag beim TVH auf der Auswechselbank. Und dennoch: Homburg agierte auf Augenhöhe. Insbesondere Alexey Wetz war von der HSG Kastellaun/Simmern nicht zu stoppen. Wetz traf – und traf – und traf. Allein acht der ersten elf Homburger Tore gingen auf sein Konto. Die Konsequenz: 8:5 führte der TV Homburg nach elf Minuten. „Die HSG war von unserer Gegenwehr sichtlich überrascht“, stellte Ecker fest. Seine Mannschaft musste angesichts stärker werdender Hausherren im Anschluss allerdings den 9:9-Ausgleich hinnehmen. Der TVH ließ sich von dem Zwischenspurt der HSG aber nicht entmutigen und ging mit einer 16:15-Pausenführung in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel verlief die Partie lange offen. Doch Mitte der zweiten Hälfte der plötzliche Bruch im Homburger Spiel. Binnen Minuten zog Kastellaun auf 26:21 (43.) davon. Fünf Minuten vor der Schlusssirene konnte Michael Mathieu zwar noch einmal zum 26:29 aus TVH-Sicht verkürzen – für mehr reichte es aber nicht mehr. ,,Obwohl wir kaum wechseln konnten, hatten wir noch die Kraft und die Moral zurück zu kommen“, lobte Ecker. Er haderte aber auch: ,,Es waren ein paar technische Fehler zu viel. Es wäre mehr möglich gewesen.“ Der Trainer analysierte: „Wir sind wieder in alte Muster verfallen. Bei einem Rückstand sind wir zu hektisch, schließen viel zu schnell den Angriff ab und kassieren dann Tempogegenstöße.“ Besonders vermisste der Trainer seinen rechten Rückraumspieler Hendrik Schmitt. ,,Hier fehlt uns die echte Alternative“, so der Übungsleiter. Sein Fazit: ,,Wir waren wieder mal gut dabei. Aber auch diesmal haben Kleinigkeiten das Spiel zu unseren Ungunsten entschieden.“



Die Schlinge im Tabellenkeller zieht sich zu, denn die kommenden Aufgaben werden für die Saarpfälzer nun knüppelhart. Zuerst steht die Partie beim Tabellenzweiten SF Budenheim an, anschließend geht es zu Hause gegen die HF Illtal und dann zum SV 64 Zweibrücken. Aufgaben, die für den angeschlagenen TVH kaum lösbar scheinen. Ecker kündigt an: „Wir wollen uns in diesen Spielen achtbar schlagen. Dann kommen auch noch Gegner, gegen die wir Siegchancen haben.“