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Turnerinnen schreiben Geschichte

 Laura Conrad qualifizierte sich im Jahrgang 2001/2002 als Pfalzmeisterin für die Landesmeisterschaften in Haßloch. Foto: Rayer
Laura Conrad qualifizierte sich im Jahrgang 2001/2002 als Pfalzmeisterin für die Landesmeisterschaften in Haßloch. Foto: Rayer FOTO: Rayer
Zweibrücken/Wörth. Mit vier Landesmeisterschaften, zwei Silber- und einer Bronzemedaille haben die Turnerinnen der VT Zweibrücken ihre beste Bilanz bei den Pfalzmeisterschaften seit vielen Jahren am Wochenende in Wörth erreicht. Zugleich gewann die VT Contwig einen Titel. red

Eine überragende Bilanz können die Turnerinnen der Vereinigten Turnerschaft Zweibrücken (VTZ) bei den Pfalzmeisterschaften am Wochenende in Wörth vorweisen. Mit vier Titeln, zwei Silber- und einer Bronzemedaille haben die Schützlinge von Trainerin Sonja Rayer das beste Ergebnis seit Jahren erzielt. In den Titelreigen reihte sich noch die VT Contwig mit einer Landesmeisterschaft ein.

"Das ist die beste Platzierung seit vielen Jahren bei den Landemeisterschaften", freute sich VTZ-Trainerin Rayer. Zumal sich dank dieser ausgezeichneten Ergebnisse insgesamt fünf Turnerinnen für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften am Wochenende, 21./22. Juni, in Haßloch qualifiziert haben.

Sehr eng ging es zum Auftakt der Titelkämpfe bei der Kür modifiziert IV (Jahrgang 2003/2004) zu, deren Medaillenkandidaten sich nicht für die Landesmeisterschaft qualifizieren können. Die Differenz zwischen den Plätzen eins bis sieben betrug nur 0,95 Punkte. Nach einem sehr starken Wettkampf wurde Aimee Reichert von der VT Contwig Pfalzmeisterin. Sie verwies mit dem kleinstmöglichen Abstand von 0,05 Punkten Marie Lugenbiehl (VTZ) auf den zweiten Platz. Im gleichen Wettkampf belegte die ein Jahr jüngere Juliana Schneider als Zweitbeste ihres Jahrgangs Rang neun.

Trainingsfleiß belohnt

Die VTZ-Turnerin Helen Vedder (Jg. 2001/2002) wurde für ihren unermüdlichen Trainingsfleiß belohnt. In der Kür modifiziert IV wurde sie Pfalzmeisterin mit 48,05 Punkten. Den Grundstein zum Erfolg legte sie am Sprungtisch. Ihren Handstandüberschlag honorierten die Punktrichter mit 9,05 von zehn Zählern. Im gleichen Durchgang ging es im Jahrgang 1999/2000 in der Kür modifiziert III um die Qualifikation zu den RLP-Meisterschaften. Hier wurde die VTZlerin Emma Meister ihrer Favoritenrolle gerecht und wurde mit deutlichem Vorsprung erneut Pfalzmeisterin. Seit 2009 war dies der sechste Pfalzmeistertitel in Folge. Sie gewann mit 51,40 Punkten vor Lorena Keil (TSG Eisenberg 50,00) und Sophie Neckel (TV Erlenbach 49,60).

Emmas zwei Jahre ältere Schwester Anne Meister wollte in keiner Weise zurückstehen. Sie gewann den Titel in der gleichen Wettkampfklasse der Jahrgänge 1998 bis1985. Nachdem ihre Cousine Kim Grunder (ebenfalls VTZ) nach den ersten zwei Geräten, Barren und Schwebebalken noch vorne lag, entschied Anne den Boden und Sprungtisch für sich. Nach der punktgleichen Vizemeisterschaft der beiden im vergangenen Jahr lieferten sie sich erneut einen Wettkampf auf Augenhöhe. Während auf Turngau-Ebene Kim Grunder noch die Nase vorn hatte, entschied am Wochenende die Tagesform für Anne Meister mit 52,95:51,90 Punkten. Ihre Vereinskollegin Helena Michel machte die Überraschung und den Erfolg perfekt und qualifiziert sich als Drittplatzierte für die RLP-Meisterschaft.

Nach den verpatzten Pfalzmeisterschaften 2013 hielt sich Laura Conrad in der Kür modifiziert III des Jahrgangs 2001/2002 in diesem Jahr als Siegerin schadlos. Mit den Höchstwertungen an Sprung, Stufenbarren und Boden und 60,60 Punkten verwies sie Darya Kaylo (59,75) und Marie Neckel (48,35/beide TV Erlenbach) auf die Plätze. Auch sie hat sich damit für die RLP-Meisterschaften qualifiziert. Im gleichen Wettkampf belegte Amelie Kiehm (VTZ) nach zwei Absteigern am Schwebebalken einen guten sechsten Rang.