| 22:57 Uhr

Pfalzmeisterschaften
Turnerinnen der VT Contwig nutzen Heimvorteil

 Auch der Turnnachwuchs gab sich in Contwig bei den Bestenkämpfen ein Stelldichein.
Auch der Turnnachwuchs gab sich in Contwig bei den Bestenkämpfen ein Stelldichein. FOTO: Norbert SChwarz / nos
Contwig. Pfalzmeisterschaften: Mannschaft des Wettkampfs 301 sichert Quali für Rheinland-Pfalz-Meisterschaften.

Die pfälzische Turnwelt hat am Wochenende nach Contwig geblickt. Denn einmal mehr hatte der Pfälzische Turnerbund die VT Contwig mit der Organisation der Pfalzmeisterschaften und Landesbestenwettkämpfe (Pflichtstufe) bei den Mädchen betraut. Über 300 Wettkämpferinnen gaben sich an den zwei Tagen ein Stelldichein, für die organisatorische Abwicklung der Mammutveranstaltung konnten die Verantwortlichen Lob und Anerkennung einheimsen.

Dass sich überraschend noch der sportliche Erfolg dazu gesellte, war in dieser Form nicht erwartet worden und krönte die Anstrengungen auf beiden Seiten. „Das hat wieder riesigen Spaß gemacht, da legt man sich doch gern krumm und packt an, damit alles klappt“, stellte zum Ende des ersten Wettkampftages ein restlos zufriedener Ehren-Oberturnwart Günther Förch fest, ein turnerisches Urgestein der VT Contwig. Zum „Strahlemann“ avancierte ob der gelungenen sportlichen Überraschung zudem VTC-Trainer Steffen Trefz, denn im Wettkampf 301 erkämpften sich Milena Carius, Aimee Reichert, Viola Stadler, Ida Lenhart und Celine Müller mit einer Gesamtpunktzahl von 188,30 Zählern einen großartigen zweiten Rang hinter der starken Riege der vorderpfälzischen Turnerinnen des TV Schwegenheim, die mit 200,36 Punkten den Siegerlorbeer ernteten. „Mit diesem Erfolg haben wir nicht gerechnet, das ist schier sensationell, vielleicht auch etwas dem Heimvorteil geschuldet, der sicher einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben hat“, sagt Trefz. Dabei zeichnete sich insbesondere Aimee Reichert aus, die bei ihrer Übung am Balken auf insgesamt 17,25 Punkte kam und sich in einer glänzenden Verfassung präsentierte. Dabei ist für die VTC-Turnerinnen der Balken wie so oft das Zittergerät schlechthin gewesen, doch bei diesem Wettkampf ist der Abstand zur Spitze gering gewesen.

Beim Blick in die Ergebnisliste des WK 301 ragt auch die gelungene Turnleistung von Melina Carius am Sprung heraus, die dort eine Wertung mit 17,0 Zählern erkämpfte und ob dieser Leistung restlos zufrieden war. Durch diesen Gesamterfolg der Contwiger Turnerinnen ist ihnen die Teilnahme an den rheinland-pfälzischen Meisterschaften am 11. und 12. November in Niederwörresbach gewiss, wo erneut im Pflichtvierkampf (Sprung, Barren, Balken und Boden) ansteht.



Die Teilnahme an den Rheinland-Pfalzmeisterschaften sicherten sich zudem in großartiger Manier im Wettkampf 302 (Jahrgang 2001 und jünger) die Turnerinnen der VT Zweibrücken. Mit den dargebotenen Leistungen im Nachbarort Contwig verzückten sie ihre Trainerin Sonja Rayer, die sich insbesondere über die überraschende Leistung von Lilian Göritz am Sprung freute, wo diese ihrer Riegenfreundin Amelie Kiehm nacheiferte und auf 17,10 Wertungspunkte kam. Apropos Amelie Kiehm. Die leistungsstarke VTZ-Turnerin patzte diesmal überraschend am Barren. Dabei war bei der Übung zunächst alles ganz nach Plan verlaufen, ehe sie kurz dem Abgang nicht mehr richtig zupackte und dadurch das Gerät verlassen musste. Eine erfreuliche Konstanz bei ihren Einsätzen zeigte Marie Lugenbiehl. Den Einsatz am Barren hatte ihr Rayer erspart, ansonsten gab es je 16 Punkte für die VTZ-Turnerin die wesentlich dazu beitrug, dass ein Vorsprung von 2,3 Punkten gegenüber dem mitfavorisierten TV Schwegenheim heraussprang und die Mädchenriege im Wettkampf 302 ganz oben aufs Siegerpodest steigen ließ. Den Erfolg rundeten die Turnerinnen im WK 305 ab, wo Diana Kerst, Nora Engelmann, Sheyla Oberst, Neele Schimmel, Klara Wenzel und Paula Legner Platz drei erkämpften.

Großes Lob gab es auch vom Landesfachwart für das Geräteturnen der Mädchen (Pflichtstufe) Uwe Oster: „Die Turnerinnen warteten mit guten Leistungen auf, viele konnten Wettkampferfahrung sammeln und die VT Contwig hat das organisatorisch alles bestens geregelt.“