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Turbulentes Wochenende für SV 64

 Auf Jugendnationalspielerin Amelie Berger müssen die SV64-Frauen im DHB-Pokalspiel am Samstagabend verzichten. Sie zog sich eine Verletzung am Sprunggelenk zu. Foto: Marco Wille/pm
Auf Jugendnationalspielerin Amelie Berger müssen die SV64-Frauen im DHB-Pokalspiel am Samstagabend verzichten. Sie zog sich eine Verletzung am Sprunggelenk zu. Foto: Marco Wille/pm FOTO: Marco Wille/pm
Zweibrücken. Ein echtes „Stresswochenende“ steht für die Handballer des SV 64 Zweibrücken an. Am Sonntag geht es für die Herren zum ersten Auswärtsspiel in der Dritten Liga West zur Bundesligareserve des TBV Lemgo. Bereits am Samstag, 20 Uhr, bestreiten die Frauen das erste DHB-Pokalspiel der Vereinsgeschichte. Gleichzeitig veranstalten die 64er am Samstag und Sonntag das sechste Jugendhandballturnier um den Cap-Markt-Cup. Christian Gauf

Mit einem besonderen Spiel starten die Handball-Frauen des SV 64 Zweibrücken in ihre Saison. In diesem Jahr haben die Handballer des SV 64 Zweibrücken etwas Einmaliges im Bereich des Saarländischen Handball-Verbandes geschafft. Erstmals gewannen Männer- und Frauen des gleichen Vereines den Saarlandpokal und qualifizierten sich für die erste Runde im DHB-Pokalwettbewerb. So tritt an diesem Samstag, 20 Uhr, tritt das Frauenteam von Trainer Martin Schwarzwald erstmals in der Vereinsgeschichte im DHB-Pokal und empfängt den Zweitligisten SV Allensbach in der Ignaz-Roth-Halle. "Für uns ist das Pokalspiel gegen Allensbach noch mal ein guter Test vor dem Rundenbeginn. Natürlich sind wir in einer krassen Außenseiterrolle gegen einen Zweitligisten, wollen uns aber bestmöglich verkaufen", stellte Schwarzwald heraus. " ‚Raus gehen und Spaß haben' heißt somit die Devise in einem Spiel, in dem wir nichts zu verlieren haben". Etwas Bauchschmerzen bereiten dem SV-Coach allerdings die "holprigen letzten Wochen der Vorbereitung", in denen bedingt durch Urlaubszeiten, Auswahltermine und Verletzungen nicht optimal trainiert werden konnte.

So geht Katharina Koch angeschlagen ins Spiel. Sie plagt sich seit zwei Wochen mit Knieproblemen und ist noch nicht wieder bei 100 Prozent. Während Neuzugang Miriam Schoeneich ihr erstes Pflichtspiel im SV Trikot bestreiten wird, muss sich Jugendnationalspielerin Amelie Berger noch etwas gedulden. Sie zog sich am vergangenen Sonntag eine leichte Bänderverletzung im Sprunggelenk zu.

Weite Anreise nach Lemgo

Mit dem Auswärtsspiel bei den Lemgo Youngsters, der Bundesligareserve des zweifachen deutschen Meisters TBV Lemgo , wird die Drittligasaison des SV 64 Zweibrücken am Sonntag, 17 Uhr, fortgesetzt. Star der Mannschaft ist deren Trainer. Seit dieser Saison sitzt dort Weltmeister Florian Kehrmann auf der Bank. Die Youngsters sind eine reine Ausbildungsmannschaft - und dabei sehr erfolgreich. Bestes Beispiel ist Finn Lemke, der vergangene Woche eine Einladung des neuen Bundestrainers Dagur Sigurdsson erhalten hat.

Für den SV 64 Zweibrücken ist die Fahrt nach Lemgo nach dem Gastspiel in Minden die weiteste Anreise. 483 Kilometer und vier Stunden reine Fahrzeit für eine Strecke sind zu bewältigen, bevor die Mannschaft zum sportlichen Schlagabtausch kommen kann. Anders als die 64er ist Lemgo mit einem Erfolgserlebnis in Form eines 28:28-Unentschiedens bei der HSG Krefeld in die Saison gestartet. "Wir müssen aber auch in diesem Spiel nicht in allererster Linie auf den Gegner schauen, sondern müssen uns selbst wesentlich besser präsentieren, als am ersten Spieltag", betont SV-Trainer Stefan Bullacher.

Dass er dabei auf Torhüter Ladi Kovacin verzichten muss, der sich unter der Woche eine Arbeitsverletzung zugezogen hat, ist ein nur schwer zu verdauender Schlag. Die 64er werden in Lemgo mit den beiden A-Jugendtorhütern Yannic Klöckner und Benni Berz in Lemgo antreten. Dass diese Auswärtsaufgabe für die SVler auch in logistischer Hinsicht eine große Aufgabe darstellt, ist alleine an der zurückzulegenden Fahrstrecke nachvollziehbar. "Ich hoffe dennoch, dass wir dort besser verteidigen und besser angreifen als beim Auftakt", nimmt Bullacher seine Spieler in die Pflicht. "Wenn unsere Leistungsträger das zeigen, was sie können, sind wir in der Dritten Liga auch konkurrenzfähig", hofft der Trainer auf etwas Zählbares.

Starkes Feld beim Jugend-Cup

Bei der Jugend steht darüber hinaus der Cap-Markt-Cup als Generalprobe für die Saison an. Weltmeister Christian Schwarzer hat erneut die Schirmherrschaft übernommen. "Wie in den letzten Jahren sind in allen Altersklassen wieder sehr gute Teams dabei", betont der Jugendkoordinator des DHB. Los geht's am Samstagmorgen mit der D-Jugend, bei der "Pokalverteidiger" Friesenheim auf die HG Saarlouis und den SV 64 trifft. Beim B-Jugendturnier am Nachmittag kämpfen Metz-Handball (Frankreich), Pforzheim, Friesenheim und die Zweibrücker um den Pott. Bei der C-Jugend fällt die Favoritenrolle am Sonntagmittag Friesenheim zu, das auf Pforzheim, Hüttenberg, die Auswahl Lothringens und die 64er treffen wird. Am Sonntag findet noch das E-Jugendturnier statt, bei dem sich die HG Saarlouis , die TSG Friesenheim und der TuS Dansenberg mit den Junglöwen messen.

 Auf ein besseres Auftreten als zum Saisonauftakt gegen Korschenbroich hofft SV64-Trainer Stefan Bullacher. Foto: mw
Auf ein besseres Auftreten als zum Saisonauftakt gegen Korschenbroich hofft SV64-Trainer Stefan Bullacher. Foto: mw FOTO: mw