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Traum von der Nationalmannschaft

 Rebecca Knoll, Aalyah Heyner und Emma Grub (v. li.) haben ihr Team im vergangenen Jahr zu zwei Titeln geworfen. Foto: Katja May
Rebecca Knoll, Aalyah Heyner und Emma Grub (v. li.) haben ihr Team im vergangenen Jahr zu zwei Titeln geworfen. Foto: Katja May FOTO: Katja May
Zweibrücken. Viele junge Sporthoffnungen gibt es in der Region. In loser Abfolge stellt der Merkur einige von ihnen vor. Heute: Aalyah Heyner, Rebecca Knoll und Emma Grub, Nachwuchs-Handballerinnen bei der VT Zweibrücken. Katja May

"Wenn ich die Drei mitten in der Nacht wecken würde, um Handball zu spielen, würden sie wahrscheinlich noch fragen, warum ich nicht schon früher auf die Idee gekommen bin", erzählt Aida Grub, Betreuerin der Handballmädchen bei der VT Zweibrücken , lachend. "Die Drei", das sind Aalyah Heyner, Rebecca Knoll und Emma Grub, begeisterte Nachwuchs-Handballerinnen. Dank ihnen hat ihr Team seit eineinhalb Jahren kein einziges Spiel mehr verloren. "Handball ist einfach toll", erklärt die elfjährige Rebecca. Training und Spielen zieht sie wie selbstverständlich Aktivitäten mit Klassenkameraden vor: "Handball ist wichtiger. Und meine besten Freunde spielen sowieso bei mir im Team, die sehe ich dann ja jeden Tag im Training." So kam sie auch mit sieben Jahren durch ihre beste Freundin Aalyah, die bereits mit fünf Jahren anfing zu spielen, zu dem Sport. "Tanzen hat mir nicht gefallen und meine Mutter hat früher selbst Handball gespielt und mir deshalb vorgeschlagen, es doch mal auszuprobieren", erzählt Aalyah. Die Sechstklässlerin mag besonders, "dass es ein Mannschaftssport ist und man viele Tore werfen kann." Emma ergänzt: "Und man muss sich immer überlegen, wie man jemanden austrickst. Das macht auch Spaß. Man muss in allen Positionen gut sein und bewegt sich über das ganze Feld." Die Zehnjährige begann sogar bereits mit vier Jahren das Handballspielen und folgte damit in die sportlichen Fußstapfen ihrer Eltern und Großeltern.

Mit ihrer Mannschaft gewann das Trio in der vergangenen Saison den Meistertitel in der E-Jugend-Bezirksliga sowie den Saarlandpokal. "Die Mädchen haben mit Abstand in der Mannschaft die meisten Tore geworfen und sind Verantwortungsträger. Das Team ist ihnen wichtig, sie reißen die anderen mit", weiß Grub. Nebenbei werben sie eifrig in ihrer Klasse für den Sport und konnten schon neue Mitspielerinnen gewinnen. "Viele denken, Handball wäre ein Jungensport, aber das stimmt überhaupt nicht. Man muss es einfach mal ausprobieren", sagt Emma voller Freude.

In dieser Saison spielen sie in der D-Jugend-Bezirksliga, der höchstmöglichen Spielklasse des Handballverbands Saar. "Wir nehmen auch regelmäßig an Turnieren, wie zum Beispiel dem ,Tag des Handballs' in Frankfurt teil, um den Kindern optimale Spielbedingungen zu bieten", erklärt Grub. Auch die Trainer des saarländischen Handballkaders sind bereits auf die drei aufmerksam geworden. Aalyah und Rebecca, beide Jahrgang 2003, werden zurzeit gesichtet und hoffen, im Januar in den Kader berufen zu werden. Emma, Jahrgang 2004, nimmt ebenfalls schon an der Sichtung teil. Sollte es aber nicht klappen, kann sie es im darauffolgenden Jahr noch mal versuchen.

Große Pläne haben die drei allemal: "Wir wollen auf jeden Fall in die Bundesliga. Am besten natürlich mit der VTZ." Aalyah fügt mit ernstem Gesichtsausdruck hinzu: "Aber in der Nationalmannschaft zu spielen, wäre natürlich auch toll."