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Trainer Wolter verlässt SVK

Zweibrücken. Nach 38 Jahren im Verein verlässt Spielertrainer Harald Wolter den SVK Blieskastel/Zweibrücken und heuert als Spieler beim Ligakonkurrenten TV Limbach an. Neuer Coach beim Volleyball-Verbandsligisten SVK wird Alexander Hoffmann. Gerrit Dauelsberg

Eine Ära geht zu Ende beim Volleyball-Verbandsligisten SVK Blieskastel/Zweibrücken : Harald Wolter, seit 38 Jahren im Verein, seit 25 Jahren Kapitän und in den vergangenen vier Jahren Spielertrainer, wechselt zum Lokalrivalen und Ligakonkurrenten TV Limbach . Dort wird der 53-Jährige als Spieler, nicht jedoch als Trainer aktiv sein. Sein Nachfolger bei Blieskastel/Zweibrücken wird SVK-Spieler Alexander Hoffmann, der künftig zusätzlich das Traineramt übernimmt.

Hintergrund des Wechsels sei der Wunsch der Mannschaft nach neuen Impulsen, wie Wolter und Hoffmann beide auf Merkur-Nachfrage sagen. "Wir haben uns zuletzt gegenseitig nicht mehr so inspiriert", sagt Wolter, der von einem Trainer-Wechsel im gegenseitigen Einvernehmen spricht. "Nach einer gewissen Zeit ist es sinnvoll, neue Impulse zu setzen", so Wolter. Damit sein 28-jähriger Nachfolger, dem er viel Erfolg wünsche, in Ruhe einen Neuanfang starten könne, werde er auch nicht mehr für den SVK spielen, sondern habe sich für einen Vereinswechsel entschieden. Denn Wolter möchte seinen Sport weiter betreiben: "Ich spiele gerne Volleyball", sagt er. Und so unterschrieb er in dieser Woche einen Spielerpass beim TV Limbach - wie auch Matthias Weber, der mit ihm vom SVK zum Lokalrivalen wechselt, aber weiter die Damen von Blieskastel/Zweibrücken betreut. Für Wolter wäre auch ein Wechsel zum TV Klarenthal (ebenfalls Verbandsliga) in Frage gekommen, wie er sagt. Dort habe man sich ebenso für den 53-Jährigen interessiert wie beim TV Limbach . Letzterer bekam vor allem wegen der größeren räumlichen Nähe den Zuschlag. Bei seinem neuen Verein wolle er vor allem Spaß haben, aber auch erfolgreich sein. Wolter rechnet damit, mit dem TVL vor dem SVK zu landen, für den die beiden Abgänge seiner Meinung nach schwer wiegen dürften.

Zudem fällt der neue SVK-Spielertrainer Hoffmann aufgrund eines Kreuzbandrisses womöglich bis Saisonende aus. "Ich hoffe, dass es ein wenig schneller geht", sagt der Sportstudent auf Lehramt, der selbstbewusst in die neue Spielzeit geht und auf einen Platz "im vorderen Bereich" hofft. Nach der Trennung von Wolter habe man einige Zeit überlegt, ob man für die Nachfolge die interne oder externe Variante wähle, berichtet Hoffmann. Letztlich habe man sich dann für eine Lösung aus dem eigenen Team entschieden.



Die neue Verbandsliga-Saison beginnt am 24. September. Für Wolters neuen Verein TV Limbach mit Trainer Christian Skrotzki stehen dann gleich zwei Heimspiele gegen die Spitzenteams aus Quierschied und Scheidt auf dem Programm. Der SVK ist zum Auftakt in Saarlouis zu Gast. Zum dieses Mal besonders brisanten Lokalderby zwischen dem TVL und dem SVK kommt es am 12. November in Limbach. Wolter machte kein Hehl daraus, dass das für ihn ein ganz besonderes Spiel werden dürfte.

 SVK-Spieler Alexander Hoffmann (rechts) beim Schmetterball. Der 28-Jährige übernimmt für die kommende Spielzeit auch das Traineramt beim Volleyball-Verbandsligisten. Foto: Marco Wille/pma
SVK-Spieler Alexander Hoffmann (rechts) beim Schmetterball. Der 28-Jährige übernimmt für die kommende Spielzeit auch das Traineramt beim Volleyball-Verbandsligisten. Foto: Marco Wille/pma FOTO: Marco Wille/pma