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Spielerporträt
Torjäger in Reinheim, Physio bei der SVE

Für die SF Reinheim geht Marco Florsch sonntags auf Torejagd. Wie hier am Wochenende erfolgreich gegen den FSV Jägersburg III: Drei Treffer erzielte der 26-Jährige in der Partie.
Für die SF Reinheim geht Marco Florsch sonntags auf Torejagd. Wie hier am Wochenende erfolgreich gegen den FSV Jägersburg III: Drei Treffer erzielte der 26-Jährige in der Partie. FOTO: Degott / Wolfgang Degott
Reinheim. Sonntags schnürt Marco Florsch selbst die Schuhe, unter der Woche kümmert er sich um die Elversberger Fußballer. Von Wolfgang Degott

Mit neun Toren ist Marco Florsch derzeit der torgefährlichste Stürmer der Fußball-Bezirksliga Homburg. Unter seinem neuen Spielertrainer Christian Weyer ist das Reinheimer Urgewächs in der Winterpause von der Defensive in die Offensive gewechselt. Er ist jetzt wieder dort, wo er mit wenigen Ausnahmen von Jugend auf gespielt hat, er sich pudelwohl fühlt. „Nachdem ich in der vergangenen Saison als Defensivspieler sehr torgefährlich war, mit 17 Treffern die meisten der Mannschaft geschossen habe, war die Entscheidung des Trainers nachvollziehbar“, erklärt der 26-Jährige.

Mit vier Siegen in Folge haben sich die Sportfreunde an der Spitze festgesetzt. Für Marco Florsch ist es aber keine Selbstverständlichkeit, dass es nun einfach weiter rund läuft. Es müsse weiter das gute Potenzial, das in der Mannschaft steckt, abgerufen werden, um sich als Spitzenmannschaft zu etablieren. „Fußball ist geil und für mich hat es auch nie eine andere Option gegeben“, betont Florsch, der als Vierjähriger über seine Eltern zu dem Sport gekommen war. Unter Trainer Uwe Mann hat er seine ersten Spiele in der G-Jugend absolviert. Stetig entwickelte er sich weiter, spielte bei den A-Junioren eine Saison Verbandsliga-Qualifikation und lief unter Trainer Marco Nickolaus als 17-Jähriger erstmals bei den Aktiven in der Bezirksliga auf.

Es folgten danach zwei Jahre in der Landesliga beim SV Gersheim, um dann für drei Jahre in die Verbandsliga zur damals noch firmierenden DJK Ballweiler-Wecklingen zu wechseln. Dort konnte der Allrounder nach der Vizemeisterschaft mit den Trainer-Zwillingsbrüdern Marco und Sascha Meyer mit der DJK als Vizemeister 2014 an die Tür der Saarlandliga anklopfen. Doch das entscheidende Relegationsspiel gegen den FC Reimsbach ging 0:3 verloren.



„Kannst du nicht das Trainingslager des SV Elversberg in Malaga betreuen“, schlug der Satz von Dirk Mund von der City-Reha in Saarbrücken, wo Florsch arbeitete, ein neues Kapitel im Leben Florschs auf. Mittlerweile bei der Uni-Klinik in Homburg zum Physio-Therapeuten ausgebildet, konnte er hautnah „Profifußball-Luft“ atmen. Nachdem er anderthalb Jahre auf Minijob-Basis beim Regionalligisten arbeitete, erhielt er zum Saisonbeginn auf Wunsch des bisherigen Physios Peter Schneider, der zum Athletik-Trainer der SVE avancierte, eine Festanstellung. Tagtäglich ist er jetzt dafür verantwortlich, dass die Spieler immer fit auf dem Trainings- und auch auf dem Spielfeld stehen. Regenerationsmassagen, Verletzungsprophylaxe, aber auch die Koordination zwischen Trainer- und Ärzteteam, gehören zu den Basics. So stehen täglich zwischen fünf bis sieben Behandlungen von Spielern aus dem 26-köpfigen Kader auf dem Plan, zumeist abgewickelt auf dem Trainingsgelände in Gros-Bliederstroff. Einen Katzensprung entfernt von Florschs Wohnort Habkirchen, wo er mit seiner langjährigen Freundin Angela Fontana lebt.

„Es ist wichtig, auf die Reize der Spieler in den Trainingseinheiten ebenso zu reagieren wie auf die Auswirkungen aus den Spielen und dafür zu sorgen, dass keine muskuläre Verletzungen auftreten“, erklärt Marco Florsch. Während es für ihn auf und neben dem Platz gut läuft, hat die SV Elversberg nach einem etwas verkorksten Saisonstart auch am Wochenende in Mainz beim torlosen Remis den Umschwung nicht geschafft.

Bei den Profis der SV Elversberg sorgt Marco Florsch unter der Woche dafür, dass so wenig muskuläre Probleme auftreten wie möglich. Hier „knetet“er seinen Bruder Christopher.
Bei den Profis der SV Elversberg sorgt Marco Florsch unter der Woche dafür, dass so wenig muskuläre Probleme auftreten wie möglich. Hier „knetet“er seinen Bruder Christopher. FOTO: Wolfgang Degott