| 00:00 Uhr

Tore schießen für den guten Zweck

Contwig. Ex-Profis wie Ratinho, Marco Haber, Dariusz Wosz und Holger Fach kicken in der kommenden Woche mit der Lotto-Elf in Contwig. Der Erlös kommt dem Hospiz „Haus Magdalena“ zugute. Fritz Schäfer

"Die Fußballer wollen immer möglichst viele Tore schießen", sagt der Koordinator der Lotto-Elf, Hermann Josef Ganser. Auch beim Benefizspiel am Donnerstag, 11. September, 19 Uhr, auf dem Contwiger Kunstrasenplatz am Bahnhof gegen eine Ü40-Auswahl aus Contwig und Umgebung. "Mit dem Spiel wollen wir auch möglichst viel Geld einspielen", fügt der ehrenamtliche Betreuer gleich hinzu.

In rund 160 Spielen seit 1999 haben die ehemaligen Profifußballer der Lotto-Elf über 1700 Treffer erzielt, was für ihren Torhunger spricht. Und in den fast 180 Spielen - darunter auch 20 Hallenspiele - wurden bisher über 1,6 Millionen Euro für soziale Zwecke eingespielt.

Ratinho und Wosz dabei

"Die Spieler setzen sich selbstlos für andere Menschen ein, die nicht auf der Sonnenseite stehen", sagt Ganser. Dafür würden die "positiv Fußballverrückten" auch Reisen von über 500 Kilometern auf sich nehmen. Von Lotto gebe es dafür eine Aufwandsentschädigung. Ganser: "Die Einnahmen des Spiels gehen an das soziale Projekt."

In Contwig sind neben den früheren FCK-Profis Ratinho und Marco Haber, der heute im Team-Management des pfälzischen Traditionsclubs arbeitet, auch Stephan Engels , Holger Fach oder Dariusz Wosz, die das deutsche, sowie Andrzej Rudy oder Tomasz Waldoch, die das polnische Nationaltrikot trugen. Ganser: "Viele Spieler sind immer noch als Trainer aktiv und dementsprechend fit." Und Matthias Scherz lief in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga-Mannschaft des 1. FC Köln auf.

Mit der Gründung der Lotto-Elf vor 15 Jahren und Lotto Kultur stelle sich das Unternehmen der sozialen Verantwortung. "Das ist toll, dass die ehemaligen Fußballprofis für einen guten Zweck spielen", freut sich der theologische Vorstand des Diakoniezentrums Pirmasens, Pfarrer Norbert Becker. Das eingespielte Geld kommt dem Hospiz "Haus Magdalena" zugute. Das Haus mit sechs Betten habe ein jährliches Defizit von rund 70 000 Euro. Becker: "Da sind wir gezwungen, durch die Lande zu ziehen, um Geld einzusammeln." Seit fünf Jahren tut das die Diakonie erfolgreich. Mit dem Benefizspiel werde das Thema Hospiz "vom Rand der Gesellschaft in die Öffentlichkeit" getragen, sagt Becker.

Schnuppertraining mit Ex-Profi

"Die Palatia freut sich auf das Spiel", stellt der Vorsitzende des Sportvereins Contwig , Peter Ehrmantraut, fest. Die Begegnung sei aber nicht nur eine Angelegenheit des Sportvereins. Auch die Feuerwehr und der Spielmannszug der Vereinigten Turnerschaft seien eingebunden. "Deshalb wird es ein kleines Volksfest", erwartet der Bürgermeister von Contwig , Karlheinz Bärmann.

Bei den bisherigen Spielen seien im Schnitt rund 550 Zuschauer gekommen, erklärt Ganser. Vor der Partie bieten das Ehepaar Monika und Dariusz Wosz Schnuppertraining an. Für junge Fußballer und Cheerleader.