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In Stürmerrolle erfolgreich
Marco Becker trifft und trifft und trifft

Seine Torjägerqualität hat Marco Becker in dieser Runde bereits unter Beweis gestellt. In vier Partien traf er schon neun Mal für den SV Bexbach.
Seine Torjägerqualität hat Marco Becker in dieser Runde bereits unter Beweis gestellt. In vier Partien traf er schon neun Mal für den SV Bexbach. FOTO: Markus Hagen
Bexbach. Gerade erst zum Stürmer umfunktioniert, avanciert Marco Becker vom SV Bexbach zum Gegnerschreck in der Fußball-Kreisliga A Saarpfalz. Von Markus Hagen

Marco Becker, Stürmer des SV Bexbach, ist zurzeit der Schrecken jedes Gegners in der Fußball-Kreisliga A Saarpfalz. Zum 9:1-Sieg seines Teams beim TSC Neunkirchen II vor zehn Tagen steuerte der 20-Jährige sage und schreibe sieben Treffer bei. Am vergangenen Spieltag war Becker mit einem Tor am 4:2-Auswärtssieg des Tabellendritten beim FC Niederwürzbach beteiligt.

„Sieben Tore in einem Spiel sind mir noch nie gelungen, auch nicht in der Jugend“, erzählt der Bexbacher, der erstmals im Alter von drei Jahren seine Fußballschuhe für die DJK Bexbach schnürte. Sieben Jahre spielte er für die DJK. Dann legte der damals Zehnjährige eine längere Pause ein. „Ich hatte einfach keine Lust mehr“, erzählt er. Drei Jahre juckte es aber wieder, der Spaß am Fußball kehrte zurück. Inzwischen war Becker in der B-Jugend der SG Höcherberg, im Nachwuchs des VfR Frankenholz, der DJK Bexbach, des SV Bexbach und des SV Höchen wieder auf den Plätzen der Region im Einsatz. Ein halbes Jahr spielte er als Aktiver beim SC Calcio Neunkirchen, ehe es den heute 20-Jährigen wieder zurück nach Bexbach zog. Seit Juni 2016 spielt er für den Sportverein. Doch in der ersten Saison hatte er hier Pech. Nach einem Innenbandabriss im Knie musste er eine einjährige Pause einlegen.

„Jetzt läuft’s aber richtig rund“, sagt Marco Becker nach dem guten Saisonauftakt zufrieden. Die sieben Treffer im Spiel beim TSC Neunkirchen will er nicht überbewerten. „Ich hatte einfach einen guten Tag erwischt und der Gegner hat wenig dagegen gehalten.“ Für ihn sei es ein „Sahnetag“ gewesen. Er habe sogar noch weitere gute Möglichkeiten gehabt. Elfmetertreffer oder „billige Abstaubertore“ seien unter seinen sieben Treffern nicht dabei gewesen. Als sein schönstes Tor in Neunkirchen bewertete Marco Becker einen 25-Meter-Knaller.



„Zum Stürmer wurde ich erst zur neuen Saison. Eigentlich spiele ich eher im offensiven Mittelfeld“, erklärt er. Von dieser Position markierte er in der vergangenen Saison acht Tore. Diese Anzahl hat er nun als „neuer“ Stürmer für den SV Bexbach mit inzwischen neun Treffern nach gerade einmal vier Spielen bereits überboten. „Klar setze ich mir nun eine neue Bestmarke“, zeigt sich Becker optimistisch für den weiteren Saisonverlauf. „Über 30 Tore sollen auf meinem Konto stehen.“ Damit würde er seine bisherige Bestmarke von 18 Buden aus der Saison 2014/15 fast verdoppeln.

Lob erntet Marco Becker nicht nur von seinen Mitspielern, sondern auch von Trainer Michael Blatt. „Er zeichnet sich durch seine gute Grundschnelligkeit und konsequente Chancenverwertung aus. Er genießt bei mir alle Freiheiten auf dem Platz“, erklärt der Coach des SVB. Wie weit oben seine Mannschaft in dieser Saison in der Tabelle stehen kann, bleibe abzuwarten, erklärt er. „Wir spielen zurzeit richtig gut Fußball.“ Läuft es weiter so rund, dann sollte der SV Bexbach am Ende der Runde unter den besten fünf Teams der Liga stehen.