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Titelverteidiger mit neuem Team

 Farbenfrohes Fußballfest: Volle Halle beim letzten Masters im Erbacher Sportzentrum im Jahr 2012. Foto: Thomas Wieck/pma
Farbenfrohes Fußballfest: Volle Halle beim letzten Masters im Erbacher Sportzentrum im Jahr 2012. Foto: Thomas Wieck/pma FOTO: Thomas Wieck/pma
Saarbrücken. Ab heute rollt der Ball wieder unterm Hallendach – die Quali-Serie zum 23. Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes beginnt. Auf dem Weg zum Finale in Erbach stehen 50 Turniere auf dem Programm. Philipp Semmler

Große Emotionen gab es nach dem Masters-Finale im Februar in der Saarbrücker Saarlandhalle. Die Spieler des Oberligisten Röchling Völklingen lagen sich jubelnd, lachend, aber auch kopfschüttelnd in den Armen. Was sich in den Minuten vor dem Abpfiff abspielte, war die wohl sensationellste Aufholjagd der Masters-Geschichte. Völklingen lag im Finale gegen Ligakonkurrent Borussia Neunkirchen bis dreieinhalb Minuten vor dem Ende mit 0:3 zurück - und siegte mit 4:3. Sammer Mozain erzielte 18 Sekunden vor dem Ende das Siegtor. "Wir hatten nicht mehr damit gerechnet, dass wir noch gewinnen können. Das war einfach überragend", erinnert sich der Torschütze gerne zurück.

Als Titelverteidiger muss sich Völklingen nicht für das Masters-Finale am 1. Februar ab 13 Uhr im Sportzentrum Homburg-Erbach qualifizieren - Röchling ist gesetzt. Die Auslosung der Gruppen des Endturniers erfolgt am 24. Januar. Dabei werden wieder der beste Hallenspieler und der beste Torwart der Qualifikations-Serie ausgezeichnet.

Obwohl Röchling gesetzt ist, hält Mozain die Teilnahme an sechs der 50 Qualifikations-Turniere für wichtig: "Wir haben eine komplett neue Mannschaft, deshalb müssen wir uns einspielen. Von der des vergangenen Jahres ist außer mir kaum noch jemand dabei." Lars Anton, Claudio Meli und Guiseppe Vituzzi, die über vier Jahre lang die Hallenmannschaft prägten, haben den Club verlassen. Wenn Akteure wie Athanasios Noutsos, Arthur Schneider und Xavier Novic in der Halle die Schuhe schnüren, dürfte mit Röchling aber zu rechnen sein.

Die Masters-Serie wird ab Freitag letztmals in der jetzigen Form ausgetragen. Der Saarländische Fußball-Verband stellt danach von Hallenfußball auf Futsal um. Ob dies das Ende der Erfolgsgeschichte des Budenzaubers im Saarfußball bedeutet, ist offen.

Am ersten Turnier-Wochenende ist Völklingen nicht im Einsatz. Der Oberligist spielt erst am 20. Dezember beim Turnier der SG Körprich-Bilsdorf. Die Ligakonkurrenten Saar 05 Saarbrücken und FV Diefflen treten beim höchstdotierten Turnier des Wochenendes an. Das wird ab Samstag vom SV Bübingen in Brebach ausgerichtet (68 WP). Neben den Oberligisten sind die Saarlandligisten Brebach, Auersmacher und FV Lebach dabei.

Oberligisten spielen auch bei den Turnieren von Viktoria Hühnerfeld (60), des SV St. Ingbert (50) und des SV Hasborn (58). Saar 05 hat auch für die Veranstaltung von Viktoria Hühnerfeld im Sportzentrum Sulzbach ab Freitag seine Teilnahme gemeldet. Beim vom SV Hasborn ab Samstag in der Sporthalle Theley veranstalteten Turnier hat der FC Wiesbach zugesagt. Beim St. Ingberter Turnier ab Samstag in der Ingobertushalle ist die SV Elversberg II zu Gast. Beim Turnier der FSG Bous in der dortigen Südwesthalle, bei dem es ab Samstag um 45 Wertungspunkte geht, ist kein Oberligist gemeldet, dafür aber die Saarlandligisten Mettlach und Dillingen. Parallel zur Qualifikations-Serie der Herren beginnt an diesem Wochenende die Qualifikation zum 13. Volksbanken-Frauen-Masters. Los geht es mit dem Turnier des SV Merchweiler am kommenden Samstag. Das Finale des Frauen-Hallenmasters findet am 21. Februar in der Multifunktions-Halle der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken statt. Ausrichter sind der SV Scheidt und der FFC Dudweiler. Die Auslosung der Gruppen des Endturniers erfolgt am 8. Februar in der Homburger Sporthalle an der Sandrennbahn im Anschluss an das Turnier der 1. FFG Homburg.

Die Frauen ermitteln zum 13. Mal ihre Besten in der Halle. Wie in der vergangenen Hallensaison umfasst die Qualifikations-Serie zwölf Turniere, bei denen wieder sieben Teilnehmer des Endturniers ermittelt werden. Der SV Klarenthal und der FC St. Arnual richten erstmals ein Masters-Turnier aus. Nach einer Pause ist das Turnier der SG Parr Medelsheim wieder im Masters-Kalender vertreten. Dafür richten der SV Bliesmengen-Bolchen, der 1. FC Riegelsberg und die DJK Elversberg kein Qualifikations-Turnier mehr aus.

Mit sechs Siegen ist der SV Dirmingen Rekord-Titelträger. Der Regionalligist ist als Titelverteidiger für das Masters-Finale gesetzt. Dirmingen setzte sich im vergangenen Februar im Masters-Endspiel in Wadern vor etwa 600 Zuschauern mit 2:1 gegen Ligakonkurrent FSV Jägersburg durch.

Zum Thema:

auf einen blickDie zwölf Qualifikations-Turniere zum 13. Frauen-Masters:SV Merchweiler (13. Dezember), SV Klarenthal (20. Dezember), SG Morscholz-Steinberg (3. Januar), SG Parr Medelsheim (4. Januar), FFC Dudweiler (10. Januar), FSG Niederlosheim (10. Januar), 1. FC Bierbach (18. Januar), DJK Saarwellingen (24. Januar), SV Hofeld (25. Januar), FV Matzenberg (31. Januar), FC St. Arnual (1. Februar), 1. FFG Homburg (8. Februar). Die Wertungspunkte stehen noch nicht fest. sem