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Titelverteidiger im Favoritenkreis

 Die Brüder Felix und Moritz Bartels (von links) treten ab heute bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften in Hamburg als Titelverteidiger in den Jahrgängen 1995/96 und 1998 an. Foto: Bartels
Die Brüder Felix und Moritz Bartels (von links) treten ab heute bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften in Hamburg als Titelverteidiger in den Jahrgängen 1995/96 und 1998 an. Foto: Bartels FOTO: Bartels
Zweibrücken/Hamburg. Felix und Moritz Bartels gehören zum Favoritenkreis bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften in Hamburg. Die Zweibrücker zählen auf dem Elbekurs über fünf und zehn Kilometer in ihren Altersklassen zu den Medaillenkandidaten. Thomas Wolf

"Die Wettbewerbe werden kein Selbstläufer. Felix und Moritz müssen Gas geben", kündigte der Landestrainer des Saarländischen Schwimm-Verbandes, Hannes Vitense , vor den Deutschen Freiwassermeisterschaften an. Ziel von Felix und Moritz Bartels von den Wassersportfreunden (Wsf) Zweibrücken ist es, sich ab heute bei den nationalen Titelkämpfen für die Jugend- und Junioren-Europameisterschaften vom 18. bis 20. Juli in Zagreb zu qualifizieren. Dies ist für die beiden erfolgreichen Zweibrücker Freiwasserschwimmer bei der WM und EM der erste Saisonhöhepunkt.

765 Sportler aus zahlreichen Ländern schwimmen bis Sonntag auf einem 1250-Meter-Rundkurs im Leistungszentrum Ruder + Kanu auf der Elbe um die Titel. Die beiden Wsf-Athleten wollen ihre Titel aus dem Vorjahr verteidigen, als sie in Duisburg mit den Witterungsverhältnissen zu kämpfen hatten. Teilweise mussten Wettbewerbe auf der Regattabahn wegen der niedrigen Wassertemperaturen gar abgesagt werden. Mit diesen Problemen haben die beiden Titelverteidiger in den Jahrgängen 1995/96 und 1998 (Moritz) in Hamburg nicht zu kämpfen. Felix Bartels war im vergangenen Jahr bereits das Kunststück geglückt, sich zum dritten Mal in Folge den Titel seines Jahrgangs zu sichern. Der Doppel-Weltmeister im Einzel über fünf Kilometer und mit der Mannschaft von 2012 gehört auch in diesem Jahr wieder zum Favoritenkreis.

Medaillenchancen darf sich auch der 16-jährige Moritz Bartels ausrechnen. Seine gute Form unterstrich er bei den Deutschen Meisterschaften, als es ihm erstmals gelang, die 1500-Meter-Freistil unter 16 Minuten zu schwimmen. Die beiden Zweibrücker werden ab dem heutigen Freitag ins Geschehen eingreifen.

"Beide Schwimmer sind gut vorbereitet. Aber sie müssen sich Richtung EM-Fahrkarten strecken. Die Konkurrenz ist nicht zu unterschätzen", prognostiziert Hannes Vitense , Heimtrainer am Olympiastützpunkt in Saarbrücken. Insgeheim rechnet der Landestrainer neben Medaillenplätzen auch mit der Qualifikation für einen der begehrten Plätze bei der Jugend- und Junioren-EM. "Dazu ist ein Platz unter den besten Zwei in der Jugendklasse über fünf Kilometer notwendig", rechnet Vitense vor. "Aber Moritz befindet sich in Topform und ist hoch motiviert."

Im Auftaktrennen geht es über vier Runden, also fünf Kilometer, auf dem Elbekurs. Zu seinen ärgsten Konkurrenten um die Deutsche Meisterschaft zählen in der Jugendklasse A sein ein Jahr älterer Illinger Trainingskamerad Daniel Kober und der gleichaltrige Marcel Stöwer (SG Rethen Sarstedt ). Der Zweibrücker brennt auf Revanche, nachdem ihn Stöwer bei den Beckenmeisterschaften in Berlin über 1500-Meter-Freistil nur hauchdünn schlug. "Die Drei werden wohl den Titel unter sich ausmachen" (Vitense ). Auch über die 2,5 Kilometer einen Tag später ist ein harter Dreikampf zu erwarten. Neben Bartels und Stöwer muss der Magdeburger Thore Bermel zu den Medaillenanwärtern gerechnet werden, wobei taktische Finessen den Ausschlag geben könnten.

Auf harte Gegenwehr der nationalen Konkurrenz muss sich auch Junior Felix Bartels über zehn Kilometer einstellen. Im schnellsten Rennen trifft er auf seinen Trainingskameraden, den Olympia-Achten von London, Andreas Waschburger, sowie auf die beiden deutschen Weltcupstarter Rob Muffels (Magdeburg) und Christian Reichert (Wiesbaden). In der Juniorenklasse gilt es, Marcus Herwig und den Briten Archie Mitchel zu beachten. Ob der Doppel-Weltmeister über fünf Kilometer und der Mannschaft, Felix Bartels, an die Leistungen 2012 anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Hartnäckige gesundheitliche Probleme haben wiederholt in diesem Jahr eine kontinuierliche Vorbereitung des ehrgeizigen Zweibrücker Langstreckenschwimmers verhindert.