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Thaiboxer Jakob Styben kommt kampflos zum nächsten DM-Titel

 Nach dem Gewinn der DM darf Thaiboxer Jakob Styben im Mai zur Weltmeisterschaft nach Schweden. Foto: Styben
Nach dem Gewinn der DM darf Thaiboxer Jakob Styben im Mai zur Weltmeisterschaft nach Schweden. Foto: Styben FOTO: Styben
Bremen/Zweibrücken. Jakob Styben hat bei den deutschen Meisterschaften im Muay Thai-Boxen seinen Titel in der Gewichtsklasse bis 91 Kilogramm verteidigt. Dafür musste der Zweibrücker gar nicht in den Ring steigen – seine Gegner kniffen. Das Ticket für die WM in Schweden hat er dennoch in der Tasche. red/maw

Seit drei Jahren gehört Jakob Styben der deutsche Meistertitel im Muay Thai-Boxen. Jedes Jahr aufs Neue hat er ihn gegen seine Herausforderer in der Gewichtsklasse bis 91 Kilogramm verteidigt. Mit einem enormen Siegeswillen ausgestattet, hat sich der 24-jährige Zweibrücker in der Kampfsportszene einen Namen gemacht.

Mit dem festen Ziel, sich gegen die nationale Konkurrenz durchzusetzen und den Titel bei den deutschen Meisterschaften zu gewinnen, war Styben, der in Rommerskirchen bei Köln im Bundesleistungszentrum für Muay Thai trainiert, zu den Wettkämpfen nach Bremen gereist.

Dort kam es für ihn allerdings anders als erwartet. Trotz erfolgreicher Qualifikation und Meldung traten seine Gegner nicht an. Eine Tatsache die nicht nur Styben, der extra über 300 Kilometer angereist war, enttäuschte. "Wenn jemand eine solch wichtige Veranstaltung verpasst, muss ihm schon etwas sehr Wichtiges dazwischen gekommen sein", erzählt der 24-Jährige. Viele Fans und Zuschauer hatten sich im Vorfeld gerade auf den Kampf zwischen Jakob Styben und seinem härtesten Widersacher, Alex Poppeck, der spektakuläre Szenen erhoffen ließ, gefreut.

Stattdessen konnte der Kämpfer, der für das "Bujin Gym Rommerskirchen" unter Bundestrainer Detlef Türnau startet, nur seine Stallkameraden unterstützen. Styben half beim Aufwärmen und gab im richtigen Moment Kommandos, die von den Athleten umgesetzt wurden.

Somit empfiehlt sich Styben auf etwas andere Weise für das deutsche Nationalteam und nimmt vom 19. bis 29. Mai an der Weltmeisterschaft in schwedischen Jönköping teil. In den vergangenen Jahren holte er Bronze und Silber. Diesmal will er die Goldmedaille. "Für mich zählt nur der Sieg", sagt Styben. "Jetzt erst recht."