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Taschenrechner werden ausgepackt

 Der Limbacher Alexander Graf (Mitte), hier gegen Homburgs Angelo Vaccaro, will mit dem Aufsteiger den Verbandsliga-Spitzenreiter Lebach ärgern. Foto: Markus Hagen
Der Limbacher Alexander Graf (Mitte), hier gegen Homburgs Angelo Vaccaro, will mit dem Aufsteiger den Verbandsliga-Spitzenreiter Lebach ärgern. Foto: Markus Hagen FOTO: Markus Hagen
Ballweiler-Wecklingen/Jägersburg. Die SG Ballweiler muss ihre verbleibenden zwei Partien gewinnen, um noch Chancen auf den Titel zu haben, glaubt der Trainer des Tabellenzweiten Marco Meyer. Während seine Elf im Derby ihre Hausaufgaben gegen Bliesmengen machen muss, schielt die SG sicher auch nach Limbach, wo der Aufsteiger gegen Spitzenreiter Lebach spielt. Markus Hagen

Noch sind die Würfel bezüglich Meisterschaft und Abstieg in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost nicht gefallen. Während der FV Lebach und die SG Ballweiler-Wecklingen/Wolfersheim sich einen harten Kampf um die Meisterschaft liefen, muss Aufsteiger FSV Jägersburg II nach zuletzt einigen Punktverlusten um den Klassenverbleib zittern.

"Zuerst müssen wir unsere Hausaufgaben machen und gewinnen, bevor wir auf Lebach schauen", sagt Ballweilers Spielertrainer Marco Meyer vor dem Lokalderby am Pfingstmontag, 15 Uhr, beim Rivalen SV Bliesmengen/Bolchen. Seine Elf muss gewinnen und auch im letzten Saisonspiel gegen Furpach die maximale Punktausbeute einfahren. "Bei einem Derby ist immer alles drin. Bliesmengen hat nichts zu verlieren und kann nach dem Klassenerhalt befreit aufspielen." Nach dem Motto "Derbys haben ihre eigenen Gesetze" zählen am Montag keine Tabellenplätze oder der bisherige Saisonverlauf. Die SG Ballweiler-Wecklingen/Wolfersheim steht also mehr unter Druck als der Gastgeber. Meyer hat zudem einige personelle Sorgen. So fällt Christian Zäch mit einer Oberschenkelzerrung aus. Hinter dem Einsatz von Jan Berger steht ein Fragezeichen. Ihm zwickt das Knie. Noch größere Personalsorgen hat aber der SV Bliesmengen/Bolchen. "Ich bin froh, wenn ich überhaupt elf Spieler auf den Platz bekomme", sagt Trainer Patrick Bähr. Sein Kader besteht nur aus 13 Spielern und Akteure aus der zweiten Mannschaft kann er auch nicht einsetzen, weil die Zweite in der Kreisliga ebenfalls am Montag im Einsatz ist. Auf Andreas Stief (Muskelfaserriss) und Tobias Isengard (Adduktorenzerrung) muss der SVB auf jeden Fall verzichten. Hinter dem Einsatz von Jens Lück, der gerade eine Grippe überstanden hat, und Matthias Munz (Fußprellung) stehen dicke Fragezeichen. "Wir haben überhaupt nichts zu verlieren. Favorit ist die DJK", sagt Bähr.

Viel zu verlieren hat dagegen der FSV Jägersburg II in den letzten beiden Saisonspielen. "Es wird ganz schwer, den Klassenerhalt zu schaffen", meint Trainer Martin Germann vor dem letzten Heimspiel am Montag gegen Hangard. Die 1:4-Pleite beim Schlusslicht SV St. Ingbert, der sich mit diesem Erfolg bis auf zwei Punkte an den Drittletzten aus Jägersburg heranarbeitete, steckt noch in den Knochen. "Ich gehe davon aus, dass wir beide Spiele gegen Hangard und dann in Thalexweiler gewinnen müssen, um die Liga zu halten", rechnet Germann vor. Auch er kämpft mit Ausfällen. Andreas Koch und Bono Marjanovic sahen in St. Ingbert Rot und sind gesperrt. Lukas Kurz, Florian Steinhauer und Philipp Bosslet aus dem Regionalligakader des FSV sind beruflich verhindert und verletzt.



Besonders die Daumen drücken die Ballweiler an Pfingstmontag dem FC Palatia Limbach. Der Aufsteiger aus Limbach könnte in seinem Heimspiel dem Spitzenreiter FV Lebach mit zumindest einem Unentschieden ein Bein stellen und der SG Ballweiler Schützenhilfe leisten? "Wir sind Außenseiter. Aber in dieser Rolle wollen wir ohne Druck den Favoriten ärgern", erklärt Palatia-Trainer Alexander Ogorodnik. Er wolle trotz gesicherten Klassenverbleibs in den letzten beiden Saisonpartien nichts abschenken. "Ich werde auch taktisch und personell nichts ausprobieren, sondern alles versuchen, dass wir die Saison ordentlich zu Ende spielen", kündigt Ogorodnik an.

Personell sieht es in Limbach gut aus: Die Palatia kann in Bestbesetzung gegen die Lebacher antreten. Während man in Ballweiler-Wecklingen/Wolfersheim die Daumen für Limbach gegen Lebach drückt, schauen die Jägersburger zur U23 des FC Homburg. Das Team von Trainer Andreas Sorg hat ein Heimspiel gegen den SV Wustweiler. Der FSV hofft, dass der FCH seinem Nachbarn mit einem Heimsieg im Kampf um den Ligaverbleib hilft.